Ausgesprudelt: Der Alsterfontäne wurde der Strom abgestellt

Alsterfontäne mit AlsterdampferStart der Alsterfontäne 2018 © ganz-hamburg.de

Seit 1987 war die Alsterfontäne in den Sommermonaten in Betrieb und als Wahrzeichen der Binnenalster ein beliebtes Fotomotiv. Ruderer, Kanuten oder Kajakfahrer umrundeten gern die Fontäne und holten sich, besonders wenn es heiß war, einen kühlenden Wasserschauer.

Zum Ende des metrologischen Sommers ist dieses Jahr Schicht im Schacht für das Binnenalster-Wahrzeichen. Am Donnerstag, gut zwei Monate vorher als üblich, wurde der Stromschalter auf AUS gestellt. Die Stadt Hamburg will Strom und Energie sparen. Laut dem Bezirksamt Mitte sollen es bis zu 35.000 Kilowattstunden monatlich sein. Gut, diese Zahl lässt sich nicht wirklich überprüfen. Wir lassen Sie einmal im Raum stehen.

Dank einer missglückten sogenannten Energiewende, einer fahrlässig herbeigeführten russischen Gasabhängigkeit sowie dem Herunterfahren von Kernkraft- und Kohlekraftwerken ist Strom zu einem knappen teuren Gut, das vielleicht im Winter zugeteilt wird, geworden. Öffentlich-rechtliche Medien, die sich gerade durch journalistische und Korruptions-Skandale hervortun, bringen schon ‘launig-besserwisserische’ Strom- und Energiespartipps oder freuen sich in Kommentaren über die Preisexplosionen, die ‘gut’ für uns seien.

Über die Alsterfontäne

Die Alsterfontäne wurde nach dem Genfer Vorbild auf dem Lac Léman (Genfer See) von Carlheinz Hollmann initiiert. Bis zu 60 Meter kann sie das Wasser hoch in Himmel schleudern. Real waren es meist um die 40 Meter. Was wenige wissen. Von Anfang an wurde die Alsterfontäne von Sponsoren und privaten Spendern finanziert und kam ohne Steuermittel aus. Vor sechs Jahren wurde eine neue moderne und stromsparende Wasserpumpe eingebaut.

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