Ausgezeichnet: Die Eisprinzessinnen

Die Eisprinzessinnen in OttensenEröffnung der Eisprinzessinnen in Hamburg Ottensen Foto: Eisprinzessinnen
Große Freude bei der Hamburger Eismanufaktur „Eisprinzessinnen“ in Hamburg Ottensen am Rathenaupark über den Gewinn des Gastro-Gründerpreis 2014

Seien wir ehrlich, haben wir nicht auch einmal schon den „kleinen/großen“ Traum von einer Selbständigkeit, vielleicht auch dem Glück in der Nische, gehabt: ein kleines Café, ein Kunstgewerbegeschäft, eine Eisdiele oder ein Laden für Handarbeiten. Meist bliebt es aus vielerlei Gründen nur ein Traum, denn viele objektive Gründe sprachen dagegen. Der Weg in eine erfolgreiche Selbständigkeit ist schwer, durchaus mit Misserfolgen und Schwierigkeiten gepflastert. Von nichts kommt halt nichts. Umso schöner ist es, wenn es erfolgreiche Beispiele, wie das zwei Hamburger Architektinnen, die als Eisprinzessinnen überzeugen, gibt.

Katrin Kerkhoff und Lara Oppenberg, zählen mit ihrer Hamburger Eismanufaktur „Eisprinzessinnen“ zu den glücklichen Gewinnern des Gastro-Gründerpreis 2014. Sie haben erreicht, was nur wenigen gelingt: eines dieser seltenen Wohlfühl-Eiscafés aufzubauen, mit eigenem Eislabor, in dem die beiden mit viel Liebe zum Detail leckerste Kreationen erschaffen. Für beide war der konsequente Verzicht auf Farbstoffe, Emulgatoren, künstliche oder naturidentische Aromen und Konservierungsstoffe von Anfang an klar. Wer ohne diese Hilfsmittel auskommen möchte, muss allerdings noch mehr auf die Qualität der Zutaten und die Zubereitung achten. Weniger Hilfsmittel bedeutet einen wesentlich höheren Aufwand in der Herstellung und mehr Anforderung an das handwerkliche Können.

Warmes Herz und kaltes Eis bei den Eisprinzessinnen

Aber halt! Das waren doch eben noch Architektinnen? Die Geschichte von Katrin Kerkhoff und Lara Oppenberg ist einfach nur schön. Sie wirken verlegen und stolz zugleich, wenn sie über ihren persönlichen langersehnten Traum sprechen: ihr eigenes Eiscafé.  Im ersten Semester ihres Architekturstudiums haben sie sich vor 12 Jahren kennengelernt. Kurz nacheinander verschlug es sie Hamburg und sie arbeiteten dann im gleichen Architekturbüro. Im Jahr 2013 war es dann soweit, beide erwarben ein Eisdiplom in der Eisfachschule. Ein Standort musste gesucht werden. Schöne Räume, gerade wenn Frau Architektin ist, kann jeder. Gutes interessantes Eis? Das ist sehr viel solides Handwerk plus das richtige Quäntchen Kunst und ohne fundierte Ausbildung geht da wenig.

 

Eisprinzessinnen in Hamburg-Ottensen: vom Architekturbüro ins Eislabor

Im szenigen Hamburg Ottensen beim Rathenaupark, direkt beim Kinderkrankenhaus entstand das Reich der Eisprinzessinnen. Gut wenn Frau vom Fach ist und alles selbst planen und auch umbauen kann. Alles ist aufeinander abgestimmt und liebevoll bis ins letzte Detail gestaltet. Oben im Café laden individuelle Holzmöbel mit Lokalkolorit – unter anderem aus Treibholz aus der Elbe oder Tischplatten aus Sitzbänken des Lieblingsvereins FC St. Pauli – zum Verweilen ein. Künstler aus der Region stellen hier ihre Werke aus. Unten im Keller, im Eislabor, entfalten die Eisprinzessinen ihre kulinarische Kreativität und stellen täglich unter höchst professionellen Bedingungen hausgemachtes Speiseeis frisch her. Und das ist kein Geheimlabor, wer möchte kann die schmale Treppe hinabsteigen und durch die Glasscheibe (strenge Hygiene ist Pflicht!) beim Eismachen zuschauen. Kein Wunder, dass an warmen Tagen die Schlange vor dem Geschäft schon etwas länger ausfallen kann und die Yelp-Bewertungen schon gleich nach der Gründung durchweg sehr positiv sind.

Das Eislabor der Eisprinzessinnen

Das Eisprinzessinnen Eislabor Foto: Eisprinzessinnen

Ein ganz besonderer Ort mit natürlich viel Liebe

Das Angebot der Eisprinzessinnen umfasst über 35 Sorten Eis wie köstliches Quark-Sesam-Karamell, erfrischendes Karotte-Buttermilch-Banane oder Himbeer-Sahne-Gries – in der Waffel oder im Becher, mit Streuseln oder Schlagsahne oder gar einer der hausgemachten Soßen. Da fällt die Entscheidung schwer! Und wem eine klassische Hochzeitstorte zu unspektakulär ist, der bestellt bei den Eisprinzessinnen eine individuell gefertigte Eistorte verfeinert mit Baiser oder Gebäck. Auch in Hamburg hat die Eisaison einmal ein Ende! Den Winter versüßen sie ihren Gästen mit vielen Köstlichkeiten wie hausgemachten Waffeln und wärmenden Heißgetränken nach einem Spaziergang und laden so zum Verweilen und Schnacken ein.

Die Eisprinzessinnen beweisen, wie stark sich Vorbereitung, Herzblut und Liebe bis ins letzte Detail auszahlen, auch wenn sich der Businessplan zunächst wie eine Doktorarbeit anfühlt. Viele Stammgäste und zahlreiche treue Eisfans bestätigen den Entschluss der beiden Frauen. Innerhalb weniger Monate überzeugten sie selbst die ganz Großen wie das Thalia-Theater oder renommierte Gastronomen wie das Szenerestaurant „Lila Nashorn“ mit ihrem Eis. Erfolgreich etabliert sich fast nebenbei das Veranstaltungsgeschäft wie Hochzeitscaterings und die Zusammenarbeit mit einer Bar. Wer kann schon einem Wodka mit Gurkeneis widerstehen?

Eisprinzessinnen
Am Rathenaupark 15
22763 Hamburg Ottensen
www.eisprinzessinnen.de
Die Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag von 12.00 – 20.00 Uhr

ohne Gewähr

Über den Gastro-Gründerpreis

Der Gastro-Gründerpreis wurde in diesem Jahr erstmalig verliehen. Mehr als 200 Existenzgründer nahmen am Gründerwettbewerb für Gastronomen teil. Das Expertenteam der Jury wählte aus 25 Finalisten die fünf besten Gründungsideen, die mit Ideenreichtum, Innovation und Gründergeist überzeugten. Die fünf Gewinnerkonzepte könnten unterschiedlicher nicht sein und doch teilen sie alle eins: Kreativität und Unternehmertum.

Juror Christian Rach erläutert die wesentlichen Faktoren für ein erfolgreiches Gastronomiekonzept: „Ein gutes Konzept ist ein Drittel Tradition, ein Drittel neuartig und ein Drittel geklaut. Wenn man das beherzigt, kann nicht viel schief laufen. Und wenn man dann noch weiß, wie man das erste halbe Jahr in der Anlaufphase finanziell übersteht, dann ist man auf dem richtigen Weg.“ Der Gastro-Gründerpreis unterstützt junge Gastronomie-Gründer nicht nur mit Ruhm und Ehre, sondern auch monetär sowie mit einem ehrenamtlichen Mentorship von einem Branchenexperten. Der Mentor aus dem Kreis der Juroren steht den jungen Unternehmern tatkräftig mit Expertise zur Seite.

Die fünf Sieger erhalten jeweils ein Komplettpaket für Gastro-Gründer im Wert von je über 10.000 Euro – bestehend aus:

  • 5.000 Euro Startkapital
  • Betreuung durch den eigenen Mentor
  • Gründungsberatung durch die Steuerberatung für die Gastronomie ETL ADHOGA
  • dreitägigem Barista-Kompakt-Kurs an der Berlin School of Coffee
  • einem Kassensystem von orderbird inklusive iPad und Jahreslizenz
  • einem Warengutschein des Getränkespezialisten IFBI über 1.000 Euro
  • medialer Unterstützung.

 

 

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