Bleibt es in Hamburg ruhig? Sylvester-Böllerverbot in Hamburg

Symbolfoto China BöllerSchallerlebnisse der dritten Art: China Böller mach Sylvester erst richtig laut Bild von Markus Marcinek auf Pixabay

Heuer wird Sylvester voraussichtlich still und ruhig. Auch ohne Böllerverbot, die beliebten Sylvesterpartys fallen wohl aus.

Sylvester ist in Hamburg wie überall in der Bundesrepublik die Partynacht des Jahres. Dieses Jahr hat es sich jedoch, wie es aussieht schon jetzt ausgeböllert. Tausende Menschen, die sich feiernd in den Armen liegen und das neue Jahr begrüßen und dabei Raketen in die Luft schießen oder, die ganz gepflegt mit China-Böllern für Schallereignisse der dritten Art sorgen, wird es in diesem Jahr wohl nicht geben.

Das liegt aber nicht nur an Corona. Bereits im letzten Jahr gab es in der Hamburger Innenstadt rund um die Binnenalster ein Böllerverbot. Voraussichtlich wird auch das traditionelle Sylvester-Feuerwerk und die große Spontanparty an den Landungsbrücken nicht stattfinden.

Schuld waren unverantwortliche Leute, die Raketen in die Menge geschossen haben. In diesem Jahr sind zusätzlich auch große Menschenansammlungen untersagt. Auch ein von der Stadt organisiertes Feuerwerk würde zu großen Menschenansammlungen führen. Die Menschen werden an Weihnachten wie Silvester zu Hause bleiben müssen. Es sieht bis jetzt auch ganz und gar nicht danach aus, dass dieses Mal Freunde eingeladen werden dürfen.

Auch die vielen Sylvesterpartys von Clubs, Veranstaltern, Hotels und Restaurants, wird es heuer mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben. Was also an Silvester machen?

Gesellschaftsspiele oder Fernsehabend?

Die einen werden es sich sicher vor dem Fernseher gemütlich machen und die Silvestershows gucken oder eine neue Netflix-Staffel ansehen. Wem das zu langweilig ist, könnte vielleicht mit seiner Familie Gesellschaftsspiele spielen. Der Klassiker Monopoly kann übrigens in den seriösen Online Casinos in Abwandlung auch um echtes Geld gespielt werden. Dabei handelt es sich eine eine von einem Moderator moderierte Show mit einem Glücksrad und einer Bonusrunde mit dem beliebten Brettspiel.

Andere beliebte Brettspiele sind zum Beispiel „Die Legenden von Andor“ bei dem es darum geht, in der Rolle eines Bogenschützens, Kriegers, Zauberers oder Zwerges gemeinsam das Königreich Andor vor seinen Feinden zu beschützen.

Bild von Franck Barske auf Pixabay

Fans von „Herr der Ringe“ werden dieses Spiel mögen. Kooperation ist auch in dem Spiel „Winter der Toten“ gefragt. Hier geht es darum sich und die anderen vor herannahenden Zombies zu beschützen und die Moral zu bewahren. Letzteres könnte auch im wahren Leben helfen. Übrigens: Bleigießen ist in Deutschland wegen der gesundheitsgefährdenden Wirkungen schon seit 2018 verboten.

Gemeinsam kochen und backen

Sich die Zeit mit Kochen und Backen zu vertreiben und dann gemeinsam aufzutischen und genießen ist vielleicht die sinnvollste unter allen Beschäftigungen an Silvester. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem asiatischen Gericht, das nicht aus dem Restaurant kommt? Gans haben wir ja schon alle Weihnachten gegegessen.

Essen im TA VEGAN HOUSE
Asiatische Küche ist leicht, frisch und schmeckt © ganz-hamburg.de

Es muss ja nicht immer Raclette oder Fondue sein. Wie wäre es mit asiatisch. Zum Start gibt es eine vegane Suppe mit Wurzelgemüse mit Einlage als Vorspeise, Soba Nudeln mit Garnelen oder Huhn Kung Pao als Hauptspeise und Glückskekse mit Wünschen für das Neue Jahr als Nachspeise sein. Viele asiatische Restaurants wie Hamburgs ältestes China Restaurant, das Dim Sum Haus neben dem Schauspielhaus, bieten außerdem Take Away und Home Delivery an.

Zum Einkaufen empfiehlt sich einer der vielen Hamburger Wochenmärkte. Zum Food Pairing passt am besten ein asiatisches Bier oder ein IPA mit eher geringeren Bittergraden. Um Punkt 12 Uhr darf das Glas Sekt natürlich nicht fehlen. Hier kann man dann vom Fenster aus seinen Nachbarn zu prosten. Der eine oder andere wird vermutlich auch aus seinem Garten ein paar Raketen in die Luft schießen.

Digitalen Jahresrückblick zusammenstellen

Jahresrückblick gibt es im Fernsehen zuhauf. Wie wäre es mit einem eigenen digitalen Jahresrückblick, den man anschließend als kleines Fotobuch entwickeln lassen kann? Jeder hat auf seinem Handy unzählige Fotos. Die meisten davon verschwinden jedoch irgendwann wieder in der digitalen Versenkung und werden schnell vergessen. Das ist eigentlich viel zu schade, weil auf den Fotos oft die ganz besonderen Momente festgehalten werden.

Das Fotoalbum aus der Kindheit besitzt man dagegen ein ganzes Leben und hat es ebenfalls jederzeit griffbereit. Den digitalen Jahresrückblick kann auf einen USB-Stick speichern oder per Airplay über den Fernseher ablaufen lassen. Wer möchte, kann die digitalen Jahresrückblick natürlich auch mit Musik unterlegen und seinen Freunden zusenden. Einen Silvester Playlist für Silvester sollte man jedoch ohnehin in petto haben.

Einfach mal bewusst nicht feiern

Es gibt nicht wenige, die bewusst in diesem Jahr nicht feiern wollen. Man kann die Zeit zum Beispiel nutzen, um Dinge zu erledigen, die man das ganze Jahr vielleicht sonst nicht macht, wie alte Sachen ausrangieren, Ordnung im Keller oder auf dem Dachboden schaffen oder konkrete Pläne für die Zeit nach Corona schmieden.

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