Cannes Lions – das Edelfettwerk in Eidelstedt wurde zum Löwengehege

Edelfettwerk Hamburg - Cannes Lions Verleihung 2018Die Löwenpreisträger 2018 Foto: Olaf Malzahn

Weischer.Media überreicht die „Oscars“ der Werbung. Prima: Hamburg festigt Ruf als international angesagte Werbemetropole

Auch wenn sich bekanntlich die als leicht großmäulig bekannten Berliner als Nabel der Deutschen Kreativ-Szene fühlen, das kreative Epizentrum der Werbung ist Hamburg. Dieses Fazit lässt sich nach dem festlichen Abend im Edelfettwerk ziehen, zu dem das Hamburger Medienunternehmen Weischer.Media geladen hatte.

Edelfettwerk Hamburg - Cannes Lions Verleihung 2018

Cannes Lions das Objekt der kreativen Begierde Foto: Olaf Malzahn

Hagenbecks Tiergarten hat nicht so viele Löwen

Vor rund 350 geladene Gäste aus der Werbe- und Medienwirtschaft wurden dort die kreativsten deutschen Werbekampagnen und ihre Macher erneut mit den begehrten „Cannes Lions“ ausgezeichnet. Als „Löwen-Dompteur“ führte Florian Weischer durch den Abend. Er hatte reichlich zu tun, denn heute waren es 66 Löwen in den Kategorien Gold, Silber und Bronze, die an die Werber überreicht wurden. Abräumer des Abends waren oft bekannte Hamburger Kreativagenturen, darunter Jung von Matt, Grabarz & Partner, Serviceplan Hamburg, Philip & Keuntje sowie thjnk. Immerhin verbleiben mit 32 von 66 Löwen fast die Hälfte der edlen Raubkatzen in der Hansestadt. 

Edelfettwerk Hamburg - Cannes Lions Verleihung 2018

Die Nacht der Löwen im Edelfettwerk Hamburg Edelstedt Foto: Olaf Malzahn

Die Cannes Lions gelten in der Branche wegen ihres hohen Stellenwerts als „Oscars“ der Werbung. Agenturen, die mit einem der Löwen ausgezeichnet werden, dürfen sich zur internationalen Spitze zählen. Welche Agenturen weltweit mit den Lions ausgezeichnet werden, wird alljährlich im Juni auf den International Festival of Creativity in Cannes von einer renommierten Jury bestimmt.

Edelfettwerk Hamburg - Cannes Lions Verleihung 2018

Fiorenza Plinio mit Florian Weischer Foto: Olaf Malzahn

Jung von Matt wird Agency of the Year

Gekrönt wurde der Abend im Edelfettwerk mit der Auszeichnung für die beste Werbeagentur der Welt. Die Hamburger Agentur Jung von Matt erhielt den international begehrten Award „Agency of the Year“, eine Auszeichnung, die im Jahr zuvor an Droga5 aus New York gegangen war. Übergeben wurde die begehrte Trophäe von Fiorenza Plinier, Head of Creative Excellence Cannes Lions Festival. Sie gratulierte der Agentur zu diesem großartigen Erfolg. Die Auszeichnung belege eindrucksvoll, dass Jung von Matt eine der internationalen Top-Adressen ist, so Fiorenza Plinier.

„In Cannes zeigt sich jedes Jahr, welche Agenturen mit ihren Arbeiten wirklich zur internationalen Spitze zählen“, betont Florian Weischer, der Chairman von Weischer.Media. Das Hamburger Unternehmen ist seit über zwanzig Jahren offizieller Repräsentant beim International Festival of Creativity in Cannes. „Dabei freue ich mich besonders, dass wir das erfolgreiche Abschneiden aus dem letzten Jahr deutlich toppen konnten. Eines ist spätestens seit heute klar: Werbung aus Deutschland zählt weltweit zur Spitze. Deutlich wird dies auch an der gestiegenen Zahl der Lions, die an deutsche Agenturen gingen: Im vergangenen Jahr wurden 45 Arbeiten aus Deutschland ausgezeichnet, in diesem Jahr waren es 66.“  

Besonders erfreut zeigte sich Florian Weischer über den Erfolg der Nachwuchs-Kreativen.  Zehn Agenturen aus Deutschland wurden in Cannes zum ersten Mal ausgezeichnet. Zudem konnte das deutsche Nachwuchsteam, die sogenannten Young Lions aus Deutschland, in der Kategorie „Print“ einen Löwen in Gold gewinnen. Nach der Übergabe-Zeremonie, die exakt im Zeitplan, locker und erstaunlich flott moderiert wurde, wurde entspannt im Beach Club des Edelfettwerkes bei sommerlichen Temperaturen weitergefeiert und die Löwen entsprechend getränkt.

Stilkritik

Eines war auffällig, gerade die kreativen Frauen erschienen weit überwiegend in einem perfekten Dresscode. Derda lautete: Feminine Klasse und Stil. Ein männlicher Edel-Kreativer geht auch zu so einem Event überwiegend im Freizeitlook – Stichwort: very casual. Positive Ausnahmen bestätigten hier die Regel.

Aber vielleicht gibt es in der kunterbunten Werbe-, Kreativ- und Kommunikationswelt einen mächtig-gewaltigen Gender Pay Gap und die Jungs sind froh dass sie gerade noch so die Miete, ihr Smartphone und die Rate für ihr Rennrad bzw. Fixie bezahlen können? Aber, wer weiß das schon so genau? 

 

 

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