Club der Optimisten nennt Dinge kritisch beim Namen und zeigt Wege auf

Club der OptimistenAhmand Manour mit Klaus Utermöhle beim Herbstmeeting des Club der Optimisten 2017 Foto: ganz-hamburg.de

Hilflosigkeit ist keine Strategie – Wege aus dem islamistischen Terror – Islamismus-Experte Ahmad Mansour, spricht vor dem Club der Optimisten in Hamburg

Seit 13 Jahren versammelt der Club der Optimisten Menschen und Persönlichkeiten mit einer optimistischer Lebenseinstellung. Sie stehen für eine positive Einstellung in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Doch Optimismus, wenn er nicht oberflächiges „schönes Wunschdenken“sein will, heißt immer auch, die Herausforderungen der Gegenwart kritisch zu reflektieren und aktiv Lösungen zu entwickeln. 

Am Samstag vor der Bundestagwahl lud Klaus Utermöhle (Vorstandsvorsitzender) zum 26. Mal die rund 180 Club-Mitglieder zum traditionellen Herbstbrunch in der Hamburger „Hanse Lounge“. Wie immer traf sich ein bunt gemischte Gesellschaft aus Freiberuftlern, bekannten Unternehmer und Manager am Samstagmittag  vis-à-vis vom Hamburger Rathaus.

Beim diesjährigen Herbstmeeting stand ein hartes Thema im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Vortrag von Ahmad Mansour: „Hilflosigkeit ist keine Strategie. Wie gehen wir mit islamistischem Terror um? Und was macht uns optimistisch?“ betraf grundlegend das gesellschaftliche und politische Klima in Deutschland.

Wer nette launige Bonmots erwartet hatte wurde enttäuscht. Dieses Thema verträgt keine oberflächigen Witzeleien oder Relativierungen. Ahmad Mansour sieht derzeit eine große Aufgabe auf die Gesellschaft zukommen, ist aber optimistisch, dass sich diese bewältigen lässt. In Zeiten von Terrorbekämpfung einerseits und der Integration hunderttausender Menschen andererseits brauche es sowohl Politiker, die Verantwortung übernehmen als auch schlüssige Konzepte.

Der Islamismus-Experte unterstreicht, dass vor allem digitale Sozialarbeit geleistet werden müsse, um die Radikalisierung junger Menschen durch soziale Medien zu unterbinden. Auch Aufklärungsarbeit in Schulen sei an dieser Stelle von hoher Bedeutung. Zudem sei es wichtig zu evaluieren, welche Projekte gute Ergebnisse liefern und diese systematisch auszubauen.

Über Ahmad Mansour 

Durch seinen bemerkenswerten Lebenslauf bringt der Berliner eine besondere Expertise auf dem Gebiet des Islam mit. Als Jugendlicher tendierte Mansour selbst zur radikal- islamischen Bewegung, wandelte sich aber in seinen 10 Jahren in Deutschland zum Aktivisten für Demokratie, Gleichberechtigung und ein friedliches Zusammenleben. Als solcher berät der Diplom-Psychologe und Moslem Politiker, das Landeskriminalamt Berlin oder aber verunsicherte Eltern, tritt in Talkshows auf und verfasste den Bestseller „Generation Allah“. 2016 wurde er als „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet.

Optimismus heißt auch immer, das Leben mit einer angemessenen heiteren Gelassenheit zu betrachten. Auf jeden Fall scheint der Club einen guten Draht zu den Wettergöttern dieser Welt zu haben. Denn 13 Mal Sonnenschein beim Herbstbrunch kann kein Zufall sein.

www.clubderoptimisten.de

 

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