Der Hamburger Senatsbock ist geboren

Hamburger SenatsbockAnstich Hamburger Senatsbock auf der Rickmer Rickmers mit Joachim Seeler © Henning Angerer

Die Hamburger Senatsbock-lose Zeit ist vorbei! Mit der launigen Premiere des Hamburger Senatsbock wird eine Legende wieder belebt und hat Hamburg hat seine Fünfte-Jahreszeit, die Senatsbock-Zeit, wieder!

Die Hamburger Bierlegende, der Hamburger Senatsbock, ist zurück. Seit Herbst Oktober 2014 reifte der Hamburger Senatsbock, das Co-Brew von fünf Hamburger Craft Beer-Brauereien und -Braumeistern, im Gärkeller der Ratsherrn Brauerei, denn beim Bockbier gilt, nur was lange gärt, schmeckt dann auch endlich richtig gut. Gestern, am Donnerstag, den 29. Januar 2015 war es dann soweit. Auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers wurde Hamburger Senatsbock in einer kleinen Zeremonie angestochen. Um der Chronistenpflicht zu genügen, einen Senator oder einen direkten Vertreter unseres hochwohllöblichen Hamburger Senats, die früher traditionell anwesend waren, konnte ganz-hamburg.de leider nicht entdecken. Dafür betrat der SPD Wirtschaftspolitiker Joachim Seeler die Planken der Rickmer Rickmers und stach das erste Hamburger Senatsbock-Fass und enthüllte die Flasche. In der Messe der Rickmer Rickmers hatten sich rund 130 geladene Gäste, darunter  natürlich waren alle fünf Braumeister, Craft Beer Spezialisten, Gastronomen und Medienvertreter, eingefunden.

Nach einer fast dreißigjährigen Pause heißt es wieder „Oh Bier du schmäckest fein“

Die Braumeister der fünf beteiligten Hamburger Brauereien, Philipp Diener(Gröninger Privatbrauerei), Thomas Hundt (BLOCKBRÄU), Thomas Kunst (Ratsherrn Brauerei), Oliver Löb (Brauhaus J. Albrecht), Oliver Wesseloh (Kehrwieder Kreativbrauerei) präsentierten voller Stolz ihre seit Monaten wohlbehüteten kraftvollen Doppelbock, der, das war einhellige Meinung aller Anwesenden, einfach richtig gut gelungen ist. Der Weg zum neuen Hamburger Senatsbock war weit. Viele Testsude und Liebe zum Detail begleiteten den gesamten Brauprozess, von der Ideenfindung Ende 2013 über die Entwicklung einer gemeinsamen Rezeptur ab März 2014 bis hin zum ersten Schluck von der traditionsreichen Biersorte.

Die Ehre des Anstiches SPD-Politiker Joachim Seeler, der in zwei Wochen in die Hamburger Bürgerschaft einziehen möchte. Mit einem gezielten Schlag meisterte er die Aufgabe, so wie einst sein Onkel Uwe Seeler, der 1961 im Curiohaus den Senatsbock-Anstich vollführte, souverän. Stolz verkostete er den Senatsbock als erster und ließ dann die traditionsreichen Worte „Zum Menschlichen Verzehr geeignet!“ folgen. „Ich gratuliere allen Beteiligten zu diesem tollen Gemeinschaftsprojekt. Gleichzeitig hoffe ich, dass Hamburg als Innovations- und Gründerstandort, zu dem natürlich auch die kreativen, handwerklichen Brauereien zählen, weiterhin Zeuge von innovativen Ideen und Umsetzungen wird. Umso schöner, wenn dann auch noch die Historie unserer Hansestadt Berücksichtigung findet“, sagte Seeler im Anschluss der zeremoniellen Prozedur.

Wie schmeckt der neue Hamburger Senatsbock 2015?

Oliver Löb, Braumeister des Joh. Albrecht Brauhauses, erklärt ganz-hamburg.de den Geschmack: „Der Doppelbock ist vom Ursprung her malzbetont, was nicht zuletzt die Stammwürze von 18 Prozent zeigt. In der Entwicklungsphase des stimmigen Gesamtwerkes haben wir verschiedene Bockbiertypen verkostet, um uns dem komplexen, vielschichtigen Senatsbock gewissenhaft anzunähern. Vom Ergebnis bin ich total begeistert.“  Die Euphorie der Hamburger Braumeister übertrug sich auf die Gäste: „Unser Fokus lag auch auf der Wahrung der traditionellen Werte. So schafft es der neue Senatsbock, die Idee aus den 50er Jahren mit innovativem Brauhandwerk zu verbinden“, sagt Philipp Diener, Brauer und Mälzer der Gröninger Privatbrauerei Hamburg. Oliver Wesseloh (Kehrwieder Kreativbrauerei) wies auf die optimale Trinktemperatur von 12° hin, dann entwickeln sich die Aromen eines Doppelbocks optimal.

Hamburger Senatsbock

Hamburger Senatsbock Foto: Henning Angerer

Parallel zur feierlichen Präsentation im Hamburger Hafen wird der Senatsbock auch in den vier Brauhäusern der Brauereien ausgeschenkt. „Wir wollen natürlich so vielen Hamburgern wie möglich den Zugang zum Senatsbock ermöglichen. Deshalb wird er auch in Flaschen abgefüllt und steht zum Verkauf an ausgewählten Orten bereit“, erklärt Thomas Kunst, Braumeister der Ratsherrn Brauerei. Wie es ausschaut hat der neue Hamburger Senatsbock die Gene wieder eine Tradition zu begründen. Handwerklich gebrautes Craft Beer ist Trend und Hamburg als alte traditionsreiche Bierstadt belegt hinter der Berlin den zweiten Platz in Deutschland als Craftbeer-Standort. Doch die Hamburger arbeiten daran, wie mir Oliver Wesseloh von der Kehrwieder Kreativbrauerei verriet, Platz Eins ist das Ziel. Die Hamburger Braumeister sind sich einig, dass der Senatsbock nun Jahr für Jahr hamburger Bierfreunde mit seinem Geschmack entzücken wird, denn das Gemeinschaftsprojekt ist schon jetzt als voller Erfolg zu werten.

Wer den Hamburger Senatsbock zu Hause in der Flasche genießen möchte: Die Drittelliter Flasche Hamburger Senatsbock istz u einem UVP von 2,29 Euro erhältlich.

Weitere Informationen finden sich unter: www.senatsbock.de

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