Die 13. Nordischen Literaturtage in Hamburg

Logo Nordische LiteraturtageNordische Literaturtage in Hamburg 2011 Abb. Veranstalter

Lust auf nordisches Lesen in Hamburg

Eine erlesene Auswahl von skandinavischen Autoren sind bei den 13. Nordischen Literaturtagen im Literaturhaus Hamburg zu Gast, die von Stena Line präsentiert werden. Skandinavische Literatur hat gerade in Deutschland viele Leser und Freunde gefunden. Das traditionsreiche Hamburger Literaturfestival findet seit 1986 alle zwei Jahre statt und ist von Jahr, trotz der bedrohlichen „13“, heuer auf fünf Tagen mit neun Veranstaltungen, gewachsen.

Die Übersetzer und Literaturwissenschaftler Karl-Ludwig Wetzig und Klaus Böldl stimmen in den Kosmos der Isländersagas zum Auftakt der Nordischen Literaturtage in Hamburg ein. Der S. Fischer Verlag hat im Jahr des isländischen Buchmessen-Gastlandauftritts ein gigantisches Übersetzungsprojekt der isländischen Sagas gestemmt. Die Nordischen Literaturtage Hamburg konnten zwei der Übersetzer gewinnen, die am Montag, den 21. November 2011 in die Sagas einführen. Diese Historien voller tapferer Helden und streitlustiger Gesellen sind die Islands wichtigster Beitrag zur Weltliteratur und einzigartig. Der Schauspieler Stefan Jürgerns wird die deutschen Texte lesen.

Am Dienstag, den 22. November 2011 wird der schwedische Autor Jonas Jonasson erwartet, der mit  „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“  (Carl’s Books) eine der skurrilsten Geschichten der Saison verfasste und sich in die Leserherzen weltweit geschrieben hat. Heiko De Groot leiht dem Hundertjährigen seine Stimme und die Skandinavistin Susanna Albrecht moderiert die Lesung.

Ebenfalls am Dienstag stehen literarische Delikatessen aus Dänemark auf dem Programm: Helle Helle, die prominenteste Vertreterin des dänischen Realismus, liest (auf Deutsch und Dänisch) aus ihrem Roman „Rødby-Puttgarden“ (Dörlemann) und Morten Ramsland, der mit „Hundsköpfe“ vor fünf Jahren das Literaturhauspublikum verzauberte, hat seinen neuen Roman „Sumobrüder“ (Schöffling) im Gepäck. Fäden zwischen den beiden Texten, die um Familie, Freunde und um das Sterben kreisen, zieht der Übersetzer und Herausgeber Ulrich Sonnenberg.

Mittwoch, den 23. November 2011 gehört der Nachmittag den Mummins von der Finnlandschwedin Tove Jansson. Die Kunsthistorikerin Annika Landmann lässt Muminpapa, Muminmama, Sniff und all die anderen aufmarschieren um den Hamburger Kindern ein Stück finnische Kultur nahezubringen.

Dann geht die Reise von Finnland nach Norwegen, wo Sie zwei junge Autorinnnen treffen können: Mirjam Kristensen stellt ihren Roman „Ein reiches Leben“  (Dörlemann) vor, Kjersti A. Skomsvold hat ihr hoch gelobtes Debüt „Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich“ (Hoffmann und Campe) im Gepäck. Die deutschen Texte liest Lisa Hagmeister vom  Thalia Theater, die Übersetzerin Ina Kronenberger übernimmt die Moderation.

Am Abend dann sticht der Literaturdampfer in See und nimmt Kurs auf Island: Sigurbjörg Þrastardóttir liest aus ihrem Roman „Fackelzüge“ (Blumenbar), der zwischen Prosa und Lyrik changiert. Jón Kalman Stefánsson ist schon zum zweiten Mal Gast der Nordischen Literaturtage und stellt seinen aktuellen Roman „Der Schmerz der Engel“ (Piper) vor. Es moderiert Karl-Ludwig Wetzig und Rainer Strecker liest die deutschen Texte.

Am Donnerstag, den 24. November 2011 können  sich die Besucher der Nordischen Literaturtage auf zwei Autoren aus dem Land der tausend Seen, Finnland, freuen: Markus Nummi präsentiert seinen spannungsgeladenen Roman „Bonbontag“ (Suhrkamp), der Autor und Umweltaktivist Risto Isomäki stellt seinen preisgekrönten Bestseller „Ascheregen“ (Bastei Lübbe) vor. Elina Kritzokat moderiert, die deutschen Texte liest Michail Paweletz. Später am Abend begrüßen wir den schwedische Autor Aris Fioretos, der seinen Roman „Der letzte Grieche“ (Hanser) im Gespräch mit Zeit-Literaturredakteur Ijoma Mangold vorstellt. Stephan Benson leiht dem letzten Griechen seine Stimme.

Am Abschlussabend, Freitag den 25. November 2011, erwarten die Besucher „Bessere Zeiten“ im Abaton am van Melle Park. Zunächst liest die schwedische Autorin Susanna Alakoski mit Unterstützung der Thalia-Schauspielerin Oda Thormeyer aus ihrem berührenden Roman „Bessere zeiten“ (edition fünf), der sich auf schockierende Weise mit Kinderarmut in der Wohlstandsgesellschaft auseinandersetzt. Der Abend wird von Susanna Albrecht moderiert. Nach einer kurzen Pause wird dann die Filmversion von „Bessere Zeiten“ mit Noomi Rapace („Millennium-Trilogie“) in der Hauptrolle gezeigt. Der Film,  der soeben mit dem Nordischen Filmpreis geehrt wurde, ist das Regiedebüt der Bergman-Schauspielerin Pernilla August.

Während des ganzen Festivals und darüber hinaus können Sie überall im Literaturhaus die putzigen Mumintrolle aus Finnland, allerdings in hintersinniger Verkleidung, entdecken: Der finnlandschwedische Künstler Roger Gustafsson hat sie einst ersonnen, um seinen Kindern die moderne Kunst nahezubringen.

Der Sponsor der 13. Nordischen Litaturtage, die Stena Line,  verlost eine Kurzreise nach Göteborg – und verspricht mit neuen Schiffen auf der Route Kiel-Göteborg eine besonders komfortable Reise in die schwedische Trendstadt. Zum Gewinnspiel: www.stenaline.de

 

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