Die Alsterfontäne sprudelt wieder

Der Frühling hat Einzug in die Stadt gehalten, die Uhren wurden bereits auf Sommerzeit umgestellt. Untrügliche Zeichen dafür, dass auch die Alsterfontäne wieder ihren Betrieb aufnimmt. Deshalb gaben Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz den Startschuss für die sprudelnde Wassersäule mitten auf der Binnenalster. Umrahmt vom City-Panorama der Kontorhäuser am Ballindamm sowie dem Jungfernstieg mit der Fassade des altehrwürdigen Alsterhauses schießt die Wassersäule nun bereits zum 26. Mal ihr kühles Nass gen Himmel.

Olaf Scholz ließ es sich nicht nehmen, nur wenige Meter Luftlinie von seinem Amtssitz im Rathaus entfernt, den roten Knopf zum Start zu drücken. „Es ist an der Zeit, dass die Alsterfontäne wieder sprudelt. Die Hamburger, die Bewohner aus dem Umland und die Touristen haben darauf gewartet“, so der Bürgermeister. Und auch Jan Hofer, Beirat des Betreibers Stiftung Binnenalster, zeigte sich erleichtert, dass das Wasserspiel auf der Binnenalster wieder zu bestaunen ist. „Die Finanzlage ist wieder besser, so dass wir mit Frühlingsbeginn den Startschuss für die Alsterfontäne geben können.“ Denn die Finanzierung sei jedes Jahr ein Kampf. Grund: Die Stiftung Binnenalster ist auf Sponsoren und Spenden angewiesen, um das nasse Schauspiel im Herzen der Hansestadt für die Hamburger und ihren Gästen aus der ganzen Welt veranstalten zu können. „Daher freuen wir uns, dass sich der Bürgermeister als Schirmherr der Alsterfontäne annimmt. Das war in der Vergangenheit nicht immer so“, betonte der Tagesschausprecher. Schließlich gehöre die Fontäne mittlerweile als Hamburger Wahrzeichen zum Stadtbild und sei daher nicht mehr wegzudenken.

Defekte Pumpe spielte Initiatoren einen Streich

Bei einem Überflug über den Genfer See mit der dortigen Fontäne kam dem vor acht Jahren verstorbenen Carl-Heinz Hollmann die Idee, dieses Wasserspiel auch in Hamburg zu etablieren. Dabei gestaltet sich nicht nur die Finanzierung als schwierig – auch die Technik spielt den Initiatoren so manchen Streich. So stand der Startschuss dieses Jahr zum angestrebten Termin am 28. März auf der Kippe. Beim Probelauf am vergangenen Freitag stellten die Techniker einen Defekt an der Pumpe fest. Über das Wochenende wurde der Schaden behoben und der Termin zum Startschuss 2012 konnte eingehalten werden.

Wissenswertes über die Alsterfontäne:

Die Alsterfontäne ging erstmals am 18. April 1987 in Betrieb. Dieses Hamburger Wahrzeichen ist jedes Jahr von März bis November täglich zwischen neun Uhr und 24.00 Uhr in Betrieb. Sie befördert mit einer Leistung von 85 kW (114 PS) rund 170.000 Liter Wasser pro Stunde bis auf eine Höhe von 60 m. Die Pumpe verbraucht Strom in einem Umfang von rund 380.000 kWh pro Saison (entspricht dem Jahresverbrauch von zehn Einfamilienhäusern). Die mit der Fontäne verbundene Sauerstoffanreicherung des Wassers verbessert die Wasserqualität erheblich. Die Betriebskosten von jährlich 60.000 Euro werden durch Geld- und Sachspenden gewährleistet.

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