Die kurze Geschichte von Casinos in Deutschland und Hamburg

RouletteRoulette Foto: ganz-hamburg.de

So umstritten es sein mag, Glücksspiel war schon immer eine beliebte Form der Unterhaltung für Menschen aus allen Zivilisationen.

Historikern zufolge geht das Gambling auf die Altsteinzeit zurück, bevor Geschichten überhaupt aufgeschrieben werden konnten. In Mesopotamien datieren die frühesten sechsseitigen Würfel auf etwa 3000 v. Chr. Sie basierten jedoch auf „astragali“, einer primitiven Form von Würfeln, die Tausende von Jahren zuvor zurückreichen. In der Antike war Würfeln ein beliebtes Laster von Bauern, Legionären und Bürgern. Selbst Sklaven frönten diesem Spiel.

In der Neuzeit wurde das Glücksspiel mit Hilfe der Technologie revolutioniert, vor allem in Form von Spielautomaten, die eine der beliebtesten Spielweisen bleiben und dank des Internets sowie virtueller Spielautomaten wie Viking Runecraft, die diese Spiele für eine breite Bevölkerungsschicht verfügbar machen.

Das Slotspiel Viking Runecraft
Viking Runecraft (c) Play ‘N GO.

Kurze Geschichte der Casinos in Deutschland

Das Glücksspiel in Deutschland blühte bereits im 18. Jahrhundert. Das erstes Casino wurde bereits 1765 in Baden eröffnet. Ein Unterstützer dieses Casinos war das Kurhaus Baden-Baden, gebaut 1824 vom Architekten Fredrich Weinbrenner.

Nachdem Glückspiel 1872 per Gesetzt verboten und alle deutschen Casinos geschlossen wurden eröffnete das Casino Baden-Baden erst nach der Legalisierung 1933 wieder. Kriegsbedingt wurde es 1944 wieder geschlossen, seine Tätigkeit wurde am 1. April 1950 wieder aufgenommen.

Das Casino konnte seitdem ununterbrochen arbeiten und hat laut Forbes seinen Platz unter den 10 besten Casinos der Welt gefunden. Das Glücksspiel hat sich im Jahr 2000 jedoch zum Besseren gewendet, als die Glücksspielindustrie eine Periode beispiellosen Wachstums zu erleben begann.

Seitdem hat der Staat versucht, das Glücksspiel fest im Griff zu behalten, während externe Interessen ständig nach Zugang zu diesem lukrativen europäischen Markt gesucht haben. Heute gibt es auf deutschem Territorium über 70 Casinohäuser. Ein Teil davon gehört dem jeweiligen Bundesland, der Rest gehört privaten Unternehmen. Insgesamt werden deutsche Casinos von etwa 20 Unternehmen geführt.

Online-Casinos und regulatorische Komplikationen

Obwohl Glücksspiel in Deutschland legal ist und es viele etablierte Casinohäuser gibt ist es für Online Casinos anders. Im Falle von Online-Casinos ist es ziemlich kompliziert, denn Online-Glücksspiele waren bisher nicht vollständig reguliert. Spieler in Deutschland haben Zugang zu ausländischen Online-Casinos in deutscher oder englischer Sprache, die Wetten in Euro und US-Dollar akzeptieren. Das Betreiben von Online Casino Angeboten mit Firmenstandort Deutschland, sowie die Bewerbung ist untersagt. Erwähnenswert ist jedoch, dass die Bundesregierung endlich Schritte zur Regulierung des Online-Glücksspielmarktes unternimmt.

Spielcasino bei Nacht
Das Spielcasino Hamburg Esplanade © ganz-hamburg.de

Kurze Geschichte der Casinos in Hamburg

Glücksspiel galt in Hamburg lange Zeit als unhanseatisch. Aber, wie es so ist auch Hamburger Pfeffersäcke pflegen das Glücksspiel. So gab es eigentlich immer illegale Casinos und Spielclubs. Selbst in dem angesehenen Hotel Reichshof wurde in den frühen 1920ern ein Spielcasino betrieben.

Eines darf man nie vergessen, der Staat verdient kräftig am Glücksspiel und Hamburg ist weltoffen, wenn es um Erwachsenenunterhaltung geht. So war es naheliegend auch offiziell das Glücksspiel in Hamburg zuzulassen.

Im Jahr 1977 war es dann soweit. Die Spielbank Hamburg wurde lizenziert. Ein Jahr später nahm das erste Casino im InterContental Hotel an der Außenalster seinen Spielbetrieb auf. Die Lizenz erhielt die Jahr + Achterfeld GmbH & Co. KG. Jahre und Achterfeld waren in Hamburg angesehene seriöse Unternehmer und Kaufleute.

Abendansicht des Casino Reeperbahn
Das Casino Reeperbahn am alten Standort © ganz Hamburg

Expansion ins Automatenspiel

1981 wurde das Spielautomaten-Casino am Steindamm eröffnet. Vier Jahre später, 1985, kam eine weitere Filiale in Wandsbek  hinzu. Sie wurde 2009 geschlossen.

1987 wurde das Reeperbahn Casino eröffnet. Im Jahr 2018 wurde der Standort in dem schönen Altbau Reeperbahn/Ecke Hamburger Berg verlassen, da sehr hohe Renovierungskosten drohten. Jetzt residiert das Kiez-Casino am Eingang der Reeperbahn (Millerntorpltz 1).

Der Standort in Hamburg Wandsbek bestand zwölf Jahre von 1994 bis 2006. Im Jahr 2003 wurde im Mundsburg Center das Casino Mundsburg eröffnet.

Im Jahr 2019 wurde die Konzession um 15 Jahre verlängert. Eine Klage eines unterlegenen Bewerbers, der Gauselmann Gruppe, wurde von Hanseatischen Oberlandesgericht im Dezember 2019 negativ beschieden.

Betreiber aller Casinos in Hamburg ist seit Anfang an die Spielbank Hamburg Jahr + Achterfeld GmbH & Co. KG. Jedes Casino in Hamburg ist nach DIN ISO EN 9001 zertifiziert. Die 300 Mitarbeiter werden meist nach Tarif bezahlt, nur die Croupiers an den Tischen des großen Spiels verdienen einen Teil ihres Einkommens durch Trinkgelder. Die Hamburger Casinos bieten auch ein 4-8-wöchiges Croupier-Training zusammen mit der IHK an. Alle Standorte unterliegen der strengen Spielaufsicht der Stadt Hamburg.

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