Drei Hamburger Sieger beim DEICHMANN-Förderpreis für Integration 2019

Gruppenbild bei der Verleihung des DEICHMANN-Förderpreis für Integration 2019Verleihung der Deichmann Förderpreises 2019 in Düsseldorf: Erste Platz an die Georg-Kerschensteiner-Grundschule mit Fernanda Brandão und Heinrich Deichmann (c) Deichmann / Rüdiger Fessel

Zwei Hamburger Schulen aus Harburg und Wilhemsburg sowie die Hacker School wurden in diesem Jahr beim bundesweiten DEICHMANN-Förderpreis für Integration ausgezeichnet.

Nur eine gezielte Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen verbessert ihre Zukunftschancen und lässt sie einen Platz in der Gesellschaft finden. Doch die staatliche Förderung ist leider oft lückenhaft und zu wenig flexibel. Diese Lücken werden von privaten Initiativen wie dem DEICHMANN-Förderpreis für Integration geschlossen.

Schon zum 15. Mal werden mit dem DEICHMANN-Förderpreis für Integration Projekte ausgezeichnet und anerkannt, die genau hier ansetzen und sich in herausragender Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund einsetzen.

In diesem Jahr wurde der Preis erneut durch Schirmherrin und Jury-Mitglied Fernanda Brandão unterstützt. Aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend, sie wuchs in Hamburg Steilshoop auf, weiß die Entertainerin und Fitnessexpertin mit brasilianischen Wurzeln, wie schwierig es ist, in einem fremden Land zurechtzukommen und wie wichtig Hilfsangebote für eine gelungene Integration sind.

„Kinder brauchen Erwachsene, die an sie glauben und die sie fördern. Denn nur so können sie ihren eigenen starken Charakter entwickeln. Die diesjährigen Projekte haben ein vorbildliches Engagement gezeigt.“

Fernanda Brandão

Heinrich Deichmann, Initiator des Förderpreises, zeigte sich vom großen Engagement der Unternehmen, Vereine und Schulen stark beeindruckt:

„Auch nach 15 Jahren begegnen wir neuen Projekten, die auf vorbildliche Weise zeigen, wie Integration erfolgreich gelingen kann. Wir freuen uns ganz besonders, dass wir diese mit dem DEICHMANN-Förderpreis auszeichnen können.“

Der DEICHMANN-Förderpreis für Integration 2019

Insgesamt wurden heuer zehn Projekte und Initiativen ausgezeichnet. Ein Drittel der Auszeichnungen ging nach Hamburg. Im Einzelnen waren das:

Die Georg-Kerschensteiner-Grundschule in Hamburg Harburg hat die Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“ gewonnen.

Die sehr aktive Grundschule hat es sich mit dem „Family-Literacy (FLY)-Programm“ zur Aufgabe gemacht, die Bildungschancen aller 360 Schüler zu stärken. Eltern und Familien werden dabei in Förderung der Kinder integriert.

Das Umfeld der Schule wird im Amtsdeutsch schön, als eher bildungsfern mit sehr verschiedenen Sozialstrukturen und einem hohen Harz IV-Anteil, charakterisiert. Deutsch ist bei sehr vielen Schülern nicht die Muttersprache, denn 80% haben einen Migrationshintergrund.

Das Family Literacy-Programm vermittelt den Schülern nicht nur ein solides Grundwissen. Das Ziel ist es auch in der Familie die Freude an Literatur zu fördern. Außerdem werden die Eltern von den Lehrkräften dabei unterstützt, ihren Kindern eine häusliche Schriftkultur beizubringen. Parallel wird die Beziehung zwischen der Schule und dem Elternhaus verbessert, was als zentrales Element in der interkulturellen Zusammenarbeit gilt.

Der zweite Platz in der gleichen Kategorie ging an die Schule An der Burgweide in Wilhemsburg. Auch ihr Umfeld ist durch einen hohen Migrationsanteil und vielen sozialen Problemen geprägt. Das Konzept der Schule wurde mehrfach ausgezeichnet. Beim „Deutschen Schulpreises 2018“ wurde sie unter die Top 20 des gewählt.

Hacker School Hamburg

In der Kategorie Unterstützung durch Vereine, öffentliche Initiativen und kirchliche Organisationen wurde die Hacker School Hamburg mit einem dritten Preis geehrt. An der Hacker School lernen Kinder und Jugendliche zwischen 11 – 18 Jahren in Kursen, wie man eigene Apps, Spiele oder Webseiten programmiert.

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