Eigenschaften und Geschmack von einem guten Gin

GinflaschenGin Bild von timothy green auf Pixabay

Gin existiert bereits seit dem 17. Jahrhundert und allein hierzulande existieren heutzutage über 400 verschiedene Sorten. Da kann man schon einmal den Überblick verlieren, weshalb wir Ihnen verraten möchten, was einen guten Gin wirklich auszeichnet. 

Der Wacholder Geschmack

Das charakteristische Merkmal eines jeden Gins ist der Wacholder-Geschmack. Es existiert sogar eine EU-Verordnung, in der festgelegt ist, dass Gin eine Wacholdernote haben muss. Denn andernfalls darf das Getränk nicht als Gin bezeichnet werden. Somit handelt es sich bei Gin im Grunde genommen um einen Wacholderschnaps. 

Wer nun wissen möchte, wonach Wacholder schmeckt, der kann einfach einmal eine Wacholderbeere nehmen und diese zwischen den Fingern zerreiben oder ein Gin Tasting in Hamburg erleben, was ein ganz besonderes Erlebnis darstellt. Dabei erhalten Sie einer entspannten Atmosphäre spannende Einblicke in die Welt der Spirituosen und Mix-Getränke, während Sie diese selbst genießen können.

Die persönliche Note

Natürlich besteht Gin nicht nur aus Wacholderbeeren, sondern aus einer Kombination aus Gewürzen, Kräutern, Wurzeln und Früchten. Dadurch schmeckt ein Gin nach viel mehr als nur nach Wacholder. Nahezu jeder Gin-Brenner verwendet eine eigene Rezeptur, an der dieser lange Zeit getüftelt hat. Vergleichbar mit einem Koch machen sich Gin-Brenner im Vorfeld Gedanken darüber, welche Zutaten miteinander harmonieren. Und während sich einige Hersteller auf einige, wenige Zutaten beschränken, verwenden andere bis zu 50 verschiedene.

Klassisch bis experimentell im Geschmack 

Gin-Sorten, bei denen die Wacholdernote hervorsticht, werden als klassische Gins bezeichnet. Durch die verwendeten Zutaten verändert sich der Geschmack eines Gins zu fruchtig, süß, blumig oder würzig. 

Diese Zusätze werden häufig verwendet

Für den unterschiedlichen Geschmack der erhältlichen Gins sorgen die Zutaten, die auch als Botanicals bezeichnet werden. Die folgenden Botanicals werden von den Gin-Brennern bevorzugt verwendet: 

  • Koriander (fruchtig, würzig)
  • Zitronenschale (fruchtig)
  • Süßholz (süß)
  • Zimt (süß, würzig)
  • Kardamom (würzig, süß)
  • Pfeffer (würzig)
  • Rosen und andere Blüten (blumig)

Umso experimenteller die Zusammensetzung eines Gins ist, desto weiter entfernt dieser sich von der klassischen Note. Dieser Stil wird auch als New-Western bezeichnet und diese besitzen mitunter eine äußerst dominante Note, welche sich in keine der üblichen Geschmacksrichtungen einordnen lässt. Es existieren sogar Sorten, die nach Kaffee, Hummer oder Speck schmecken und somit ein ganz eigenes Aroma besitzen.  

Was zeichnet einen guten Gin aus?

Eine der Grundvoraussetzungen, die ein guter Gin erfüllen sollte, ist die, dass es sich dabei um einen hochwertigen Gin handelt, für den sauberer Alkohol verwendet wird. Diesem werden dann die Botanicals hinzugefügt, welche die Grundlage des Gins bilden.

Zudem sollte ein Gin die Handschrift des Brenners tragen, wofür dieser in der Lage sein muss, die richtigen Botanicals auszuwählen und miteinander zu kombinieren. Doch auch wenn ein Gin gut gemacht ist, bedeutet das keinesfalls, dass dieser jedem schmeckt, der ihn probiert. 

Woran erkennt man einen minderwertigen Gin?

Einen Gin, der einem nicht schmeckt, sollte man nicht kaufen, so einfach ist das. Denn es gibt einige Sorten auf dem Markt, die lediglich durch ihr starkes Aroma auffallen. Zum Ausgleich wird ein billiger Industriealkohol als Grundlage verwendet. Dabei legen die Hersteller allerdings nur einen geringen Wert auf einen ausgeglichenen Geschmack. Darum sollte man die Finger von günstigen Discounter-Gins lassen, da diese viele hochqualitative Sorten verdrängen. Außerdem haben diese Gins in der Regel nur wenig mit echtem Genuss zu tun, weshalb man diese besser meiden sollte. 

Wie findet man den richtigen Gin?

Um für sich den richtigen Gin zu finden, sollte man zunächst einmal mehrere Sorten probieren, um herauszufinden, was einem schmeckt. Dabei sollten Anfänger am besten mit den klassischen Sorten beginnen, um herauszufinden, ob ihnen die Wacholdernote überhaupt zusagt.

Wer dagegen schon mehrere Sorten probiert hat und weiß, welche Richtung man bevorzugt, kann sich gerne auch an experimentelle Sorgen heranwagen. 

Print Friendly, PDF & Email