Einbrecherparadies Hamburg – Wie man sich schützen kann

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Nur kurz zum Supermarkt um die Ecke, da reicht es, die Tür ins Schloss zu ziehen. Währenddessen darf ein gekipptes Fenster ruhig offen bleiben – Gewohnheiten wie diese sind bereits einigen Hamburgern zum Verhängnis geworden.

Die Einbruchsstatistik für Hamburg ist demzufolge erschreckend: 2013 gab es pro 100.000 Einwohner 399 Wohnungseinbrüche, in München dagegen nur 94. Spitzenreiter ist Bonn mit 563. Die Aufklärungsquote in der Hansesstadt ist äußerst gering: In 18 Hamburger Stadtteilen konnte kein einziger Einbruch aufgeklärt werden. Nach Polizeiangaben hätten allerdings vieler der Taten verhindert werden können, wenn Bewohner einfache Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen hätten. Um sich richtig zu schützen, sollte sich jeder mit den Methoden der Verbrecher und den möglichen Schutzmaßnahmen vertraut machen.

So gehen die Einbrecher vor

Ist die Tür bloß ins Schloss gezogen, bedarf es keiner großen Anstrengung, um in das Objekt zu gelangen. Eine Kreditkarte oder EC-Karte reicht selbst Ungeübten, um sich Zutritt zu verschaffen. Auch ein gekipptes Fenster ist eine Einladung für Einbrecher und kann von diesen innerhalb weniger Sekunden vollständig geöffnet werden. Und auch Rollläden können schnell aufgehebelt werden. Wer diese auch tagsüber schließt, signalisiert Abwesenheit und lockt Einnbrecher an. Weitere Einbruchsmöglichkeiten sind billige Schließzylinder. Diese lassen sich leicht mit einer Ziehglocke rausbrechen. Auf DasErste.de wird in einem Video gezeigt, welche Tricks Einbrecher verwenden. Und dafür ist oft gar nicht viel nötig: In über 75% der Fälle genügt den Einbrechern ein Schraubenzieher, um in das Gebäude zu gelangen

Schutzmaßnahmen

Im Regelfall geben Einbrecher auf, wenn sie nicht innerhalb weniger Minuten in ihr Zielobjekt gelangen. Schließlich steigt die Gefahr, entdeckt zu werden, mit jeder Minute. Es gilt also, es den Verbrechern so schwer wie möglich zu machen. Dies kann mit wenigen Maßnahmen realisiert werden.

  • Bei einem Neukauf oder einer Sanierung von Türen und Fenstern sollte höchste Qualität gewählt werden. Besser als der Kauf im Bauhaus nebenan ist der Kauf bei einem Fachhändler wie Neuffer. Dort gibt es spezielle Sicherheitsfenster, die man sich durch individuell zusammenstellbare Systemmodule selbst konfigurieren kann. Außerdem existieren nachrüstbare Verriegelungen, die gekippte Fenster sicher machen.
  • Wohnungstüren sollten mit einem hochwertigen Schließzylinder und einer Türkette ausgerüstet werden. Ein Türspion sorgt für weitere Sicherheit.
  • Auch Lager- und Kellerräume bleiben von Einbrüchen nicht verschont. Die Türen zu den Kellerräumen sollten stets verschlossen und die Fenster mit Gittern abgesichert sein. Auch Gittertüren bieten einen schwer durchbrechbaren Schutz. Da sich Einbrecher in Kellerlichtschächten ungesehen herumtreiben können, sollten mit Rollrostsicherungen abgesichert werden.
  • Lichtquellen im Eingangsbereich, Garten und Hinterhof sorgen dafür, dass sich Einbrecher beobachtet fühlen und senken die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchversuches.
  • Eine sichtbare Alarmanlage oder Überwachungskamera senkt die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs ebenso. Im Zweifelsfall sorgt der Alarm für Zeitdruck, und das aufgenommene Videomaterial hilft bei der Identifikation des Täters.

Aufgrund der steigenden Einbruchszahlen und der finanziellen wie auch psychischen Folgen, die ein Einbruch mit sich bringt, sollte Einbruchsschutz jeden interessieren. Die nötigen Maßnahmen sind schnell umgesetzt, aber sehr effektiv.

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