Energiepreiswahnsinn: – Bäckerhilferuf: Uns geht das Licht aus!

Aktionsplakat zur Bäcker Licht aus Aktion 2022 schwarz und gelbDas Plakat zur Aktion der norddeutschen Innnungsbäckereien „Uns geht das Licht aus – Heute das Licht und morgen der Ofen? Plakat BKV

Dringender Hilferuf des Bäckerhandwerks: ‘Uns geht das Licht aus –  Heute das Licht und morgen der Ofen?’ Aktionstag der Innungsbäckereien am Donnerstag den 8. September 2022.

Die norddeutschen Innungsbäckereien machen am 8. September 2022 mit der Aktion  „Uns geht das Licht aus – Heute das Licht und morgen der Ofen?” auf den für ihre Betriebe existenzbedrohenden Preisanstieg für Energie aufmerksam.  Flächendeckend in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sind alle Bäckereibetriebe dazu aufgerufen, das Licht in ihren Verkaufsstellen an diesem Tag aus zu lassen. Der Verkauf geht selbstverständlich auch ohne Licht weiter…

Die in den Innungsverbänden organisierten rund 800 Handwerksbäckereien mit ihren vielen tausend Verkaufsfilialen bilden mit Betriebsgrößen vom Kleinstbetrieb bis hin  zu  Betrieben mit weit über eintausend Mitarbeitenden die Kernstruktur des Mittelstandes ab.  Gerade dieser Mittelstand ist derzeit in seiner Existenz bedroht. 

Das Bäckerhandwerk ist dabei von der Energiekrise extrem betroffen, da sowohl Backöfen, als auch Kühlanlagen besonders energieintensiv sind. Eine – wie Experten  derzeit für mittelgroße Betriebe voraussagen – Versiebenfachung des Gaspreises  und eine Vervierfachung des Strompreises bis zum Jahr 2023 können die Bäckereien nicht  alleine auffangen. In etwa 70 Prozent der Bäckereien sind Gasöfen in der Nutzung.  Die Bäcker fordern zum Fortbestand ihrer Betriebe und zum Erhalt der damit zusammenhängenden Arbeitsplätze die Aufnahme in das „Energie Kosten Dämpfungs Programm“ (EKDP), mit dem Belastungen durch starken Verbrauch an Erdgas und Strom für  Wirtschaftsbetriebe gedämpft werden sollen.

Wermut ist förderungswürdig – tägliches Brot und Brötchen nicht?

„Es kann doch nicht angehen, dass die Herstellung beispielsweise von Wermutwein oder Tapeten förderfähig, Bäckereien aber ausgeschlossen sind. Hier muss dringend eine Nachbesserung erfolgen. Die Bundespolitik muss handeln! So wäre eine Deckelung der Energiepreise ein Lösungsansatz. Aber auch die Landesregierungen sind aufgerufen, durch einen  Rettungsschirm Härtefälle aufzufangen!“

sagt Diplom-Volkswirt Jan Loleit, Verbandsgeschäftsführer der Bäcker- und Konditoren-Vereinigung Nord e.V. (BKV Nord)

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