Goldene Zeiten für Immobilienbesitzer in Hamburg

Einfamilienhaus © altrendo images/Stockbyte/ThinkstockEinfamilienhaus © altrendo images/Stockbyte/Thinkstock
Skeptiker mögen das Ende der Immobilien-Hausse noch oft beschwören, die Nachfrage nach Grundstücken und Eigentumswohnungen ist in den meisten Regionen Deutschlands nach wie vor ungebrochen. Auch in Hamburg hält der Bauboom unvermindert an.

Baugrund wird knapp

In manchen gefragten Vierteln ist Baugrund mitterweile so knapp geworden, dass Grundstücke zu Spekulationsobjektionen geworden sind, darunter im stark wachsenden Buchholz vor den Toren der Hansestadt. Doch auch wer kein Häuschen im Grünen bauen, sondern lieber in der City wohnen will, steht einem überhitzten Markt gegenüber. In St. Pauli ging an Weihnachten der lang andauernde Konflikt um die sogenannten Esso-Häuser an der Reeperbahn mit der Zwangsräumung zu Ende. Bis zuletzt waren die Mieter davon überzeugt, dass die Besitzer die Häuser absichtlich verkommen ließen, damit sie abrissreif waren und nun durch moderne Luxusappartements für zahlungskräftige Kunden ersetzt werden können. Bezahlbarer Wohnraum für Normalverdiener wird dagegen immer knapper.

Es gibt jedoch auch eine Gruppe, die vom Run auf das Betongold in Hamburg profitiert: die willigen Verkäufer. Wer derzeit in Hamburg einen Immobilienverkauf plant, kann sich über üppige Gewinne freuen. Dazu gehören beispielsweise langjährig Berufstätige, die nun das Rentenalter erreichen und das Einfamilienhaus nahe des Arbeitsplatzes gegen einen schönen altersgerechten Bungalow im Grünen oder auf Sylt am Meer tauschen wollen. Auch für Erben ist ein Haus in Hamburg fast wie ein Sechser im Lotto – abhängig von der Lage und dem Zustand des Hauses.

Und wie geht es weiter?

Ein Ende der Entwicklung ist noch nicht abzusehen. Solange die Niedrigzinsphase anhält und Kredite günstig zu haben, wird das Betongold als sichere Anlage weiter gefragt sein. Allerdings prophezeite im letzten Jahr eine Studie, dass der Wohnungsmangel in Deutschland bis 2016 möglicherweise kein Thema mehr sein wird, da wieder verstärkt neue Wohnungen gebaut werden. Dies dürfte Einfluss auf die Mietpreise haben und bei sinkenden Mieten dürfte auch das Interesse der Investoren an Neuerwerbungen sinken. Für weniger finanzkräftige Privatpersonen werden sich dadurch mehr Möglichkeiten zum Kauf bieten.

Des einen Freud, des anderen Leid: Für verkaufswillige Erben und angehende Rentner, die mit einem Umzug aufs Land oder aus dem mehrstöckigen Haus mit Treppen in eine ebenerdige Wohnung liebäugeln, bedeutet dies, dass sie sich mit dem Verkauf nicht mehr allzu viel Zeit lassen sollten, ehe die Preise sinken.

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