„Große Sterne des Sports“ -der Duvenstedter SV wird geehrt

Kunstrasen Fußballplatz im Winter des Duvenstedter SV in HamburgDer Kunstrasenplatz des Duvenstedter SV C

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) vergibt jedes Jahr die „Großen Sterne des Sports“. Dieses Jahr wird die Ehre des dritten Platzes dem Duvenstedter SV, aus dem Nordosten Hamburgs, zu teil. Der Verein konnte in der Vergangenheit ganze 95% der Kinder und Jugendlichen des Stadtteils mit der Initiative „Ich werde groß mit Sport in Duvenstedt“ erreichen und trug damit maßgeblich zum Gemeinwohl bei.

Ehrung für den Hamburger Verein

In Hamburg läuft es sportlich gesehen vergleichsweise gut. Zum einen steht der Hamburger SV solide an der Tabellenspitze der zweiten Bundesliga und einige der besten Buchmacher sehen die Rückkehr in die höchste Spielklasse als sehr wahrscheinlich an. Damit könnte der Club aus dem Norden wieder dorthin zurückkehren, wo er einst das älteste Mitglied war. Aber auch kleinere Vereine stechen heraus und können sich über verdientes Lob freuen.

Neonwerbung am Dlubheim des Duvenstedter SV
Der Duvenstedter SV wird geehrt © ganz-hamburg.de

Der Duvenstedter SV wurde kürzlich mit dem dritten Platz der „Großen Sterne des Sports“ ausgezeichnet – und das hochverdient. Das soziale Engagement, rund um die Sport-Initiative für Kinder und Jugendliche über die letzten 25 Jahre war ein Riesenerfolg. 20 Sportarten hat der Verein im Angebot und konnte den Nachwuchs damit auf ehrenamtlicher Basis für Sport begeistern und fördern.

Vergeben wurde der Preis durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der per Liveschaltung den Vertretern des Vereins gratulierte. Moderiert wurde das Ganze von Katrin Müller-Hohenstein, die das Engagement besonders lobte und den Verdienst des DSV betonte. Stellvertretend für den Club nahmen Vorstand Oliver Stork, sein Sohn Philipp Stork sowie Jugendreferentin Syllan Bockwoldt die Ehre freudig an. Überrascht waren die Mitglieder des Vereins allemal und das schon zuvor beim Landesentscheid.

Große Freude über das Preisgeld in Hamburgs Norden

Umso größer war das Glück als feststand, den mit 5000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Möglich sei das laut Stork nur durch die Hilfe der rund 100 ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins gewesen und der engen Gemeinschaft, die in der 6000-Seelen Stadtteil in den Hamburger Walddörfern herrscht. Zu den Ehrenämtern zählen unter anderem Schiedsrichter oder Übungsleiter, ohne die das Konzept so nicht aufgehen könnte.

Das Preisgeld wird selbstverständlich weiterhin in sportliche Projekte von Duvenstedt investiert, um auch in Zukunft Kinder und Jugendlichen des Ortes zu fördern. Dabei geht es hauptsächlich darum auch zugezogenen Familien schnell Anschluss in der rasch wachsenden Gemeinde zu ermöglichen, um das Gemeinschaftsgefühl zusätzlich zu stärken. Bei dem Sportangebot des Duvenstedter SV handelt es sich um Angebote für alle Altersklassen, von der Krabbelgruppe über das Kinderturnen, bis hin zum Mannschaftssport. Damit können sie einen Großteil der jüngeren Generation gewinnen und legen neben der sportlichen Weiterentwicklung auch den Fokus auf Verantwortung und persönliche Entwicklung. Der Verein ist bei örtlichen Veranstaltungen stets präsent und bietet halbjährlich Schnupperkurse für die verschiedenen Sportarten an. Auch hier zeigt sich die enge Verbindung und persönliche Nähe zu Duvenstedt.

Alle Teilnehmer sind Gewinner

Der zweitplatzierte der Wahl war der Karateverein Zanshin-Siegerland, der Kindern Selbstbewusstsein und Selbstverteidigung näher bringt, auch um vor sexueller Gewalt und Kindesmissbrauch zu schützen. Das Preisgeld bringt hier stolze 7500 Euro ein.


Auf Platz eins konnte sich die Initiative IcanDo@school aus Hannover durchsetzen. Hier konnten sich die Mitglieder über 10000 Euro freuen. Bei diesem Projekt ging es um das spielerische Erlernen von Distanz und Abstandsregeln für Kinder, während der momentanen Situation. Besonders wegen der aktuellen Relevanz wurde das Konzept rund um den Vereinsvorsitzenden Olaf Zajonc dieses Jahr ausgezeichnet.

Im bundesweiten Finale schafften es die drei Vereine vor 14 anderen auf das Treppchen. Diese erhielten für ihr Engagement im Sport jeweils einen Prämie von 1000 Euro, womit insgesamt 36.500 Euro von Volksbanken und Raiffeisenbanken in den diesjährigen Wettbewerb investiert wurden. Besonders die Sieger sollen als Vorbild und Inspiration für andere Vereine dienen, um in den nächsten Jahren noch mehr Aufmerksamkeit auf die „Oscars des Breitensports“ zu lenken.

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