Hamburg – Das Kreuzfahrt-Hoch im Norden

Die MSC Magnifica auf der der Elbe Foto: ganz-hamburg.deDie MSC Magnifica steuert Hamburg auf der Elbe bei Schulau an Foto: ganz-hamburg.de

Cruise Liner: Hamburg ist unter den TOP 20 der weltweiten Homeports mit 189 Schiffsanläufen und rund 590.000 Passagieren

Wenn es um Kreuzfahrten geht, der Hamburger Hafen hat erstmalig unter TOP 20 der weltweiten Homeports angelegt und ist im Kreuzfahrt-Olymp angekommen Gerd Drossel (geschäftsführendes Vorstandsmitglied HCC) gegenüber ganz-hamburg.de: „Mit einem Passagiervolumen von 552.459 und dem drittstärksten Wachstum aller TOP 20 – Homeports von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sichert sich Hamburg den 20. Platz.“ In einem Europa-Ranking entspricht dies Platz 7; in einem nordeuropäischen Vergleich ist es sogar schon die Bronzemedaille hinter Southampton (2013: 1.683.000) und Kopenhagen (2013: 805.000). “ 

Hamburg auch in der Nebensaison mit besonderen Themenkreuzfahrten attraktiv

Es ist wahrlich kein Geheimnis, in den konkurrierenden Häfen Kiel und Rostock sind mittlerweile die Kais verwaist, denn dort ist die Kreuzfahrtsaison 2014 bereits beendet. Hamburg hingegen kann in den Monaten November und Dezember noch insgesamt acht Anläufe verzeichnen. Darunter zweimal die „Queen Mary 2“ mit einer Norwegen-Kreuzfahrt am 6. November ab/an Hamburg. Am 10. November geht es dann auf Schnupperreise von Hamburg nach Southampton und weiter auf der Transatlantik-Route über den Atlantik nach New York.

Am 8. November 2014 startet die „MSC Magnifica“ ab Hamburg ihre Grand Voyage nach Buenos Aires, die insgesamt 20 Nächte umfasst. Die „Artania“ befindet sich seit Ende September in der Lloyd Werft Bremerhaven und startet am 9. Dezember auf insgesamt drei ausgewählte Zusatz-Kurzreisen zwischen Hamburg und Amsterdam unter dem Motto „Vorweihnachtlicher Kurzurlaub“. Am 21. Dezember geht es dann ab Hamburg ins Mittelmeer nach Marseille auf große Weihnachts- und Silvester-Kreuzfahrt. Am 16. Dezember kommt zum ersten Mal die „Adonia“ von P&O Cruises nach Hamburg und besucht die Hansestadt auf ihrer weihnachtlichen, spektakulären 3-Städte Tour, inklusive Kopenhagen und Amsterdam.

Cruiseliner-Saison 2014: ein erneutes Rekordjahr für Hamburg

Gerd Drossel ist sichtlich stolz auf die Saison 2014 und geht von 590.000 Passagieren bis Jahresende aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von knapp 7 Prozent (2013: 552.459). Insgesamt wurde der Hamburger Hafen 189-mal von Kreuzfahrtschiffen angelaufen (+ 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), davon waren 180 Start- und Zielanläufe, darunter 52 Teilreisewechsel, und neun Transitanläufe. Der Anteil der Turnaroundgäste, die in Hamburg ihre Reise beginnen bzw. beenden, liegt bei 95 Prozent (2013: 94 Prozent). Damit hat Hamburg seine Spitzenposition im deutschen Kreuzfahrthafenrankings gefestigt und zählt nicht nur die meisten Ein- und Aussteiger in der Saison 2014 (Turnaroundgäste), sondern auch erstmalig die meisten Anläufe.“

Der Anteil an deutschen Kreuzfahrtgästen am Hamburger Gesamtpassagiervolumen liegt für die Saison 2014 bei 85 Prozent (2013: 80,1 Prozent). Dies verdeutlicht Hamburgs Position als optimaler Ein- und Ausstiegshafen für die deutsche Kreuzfahrerklientel. Der wachstumsstarke deutsche Quellmarkt (2013: 1,7 Millionen), der seit Jahren prozentual größere Zuwächse verzeichnen kann als der britische und amerikanische Markt, kombiniert mit dem Trend von Kreuzfahrten ab/an der eigenen Haustür, wird den Standort Hamburg auch in Zukunft weiter begünstigen.

Der restliche Anteil verteilt sich sehr vielfältig auf die verschiedensten Nationen, insgesamt 131, auf. Auf Rang zwei liegen die italienischen Passagiere mit 2,6 Prozent. Insgesamt konnten knapp 15.500 Italiener gezählt werden, davon ca. 14.000 die ab/an Hamburg gefahren sind und 1.500 italienische Transitpassagiere. Der enorm gestiegene Anteil an italienischen Passagieren begründet sich durch die Positionierung von MSC Kreuzfahrten und Costa Kreuzfahrten mit regelmäßigen An- und Abfahrten ab Hamburg.

Es folgen die Schweizer mit 2,2 Prozent; dies entspricht knapp 13.000 Ein- und Aussteigern. Die britischen Passagiere machen einen Anteil von 2 Prozent aus; insgesamt 12.000 Passagiere, davon ca. 4.000 britische Ein- und Aussteiger zuzüglich 8.000 Transitgästen. Dieser Anteil ist auf die Reisen der Cunard-Schiffe und den Weihnachtsanlauf zurückzuführen, der im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Jeweils 1,7 Prozent der Passagiere stammen aus Österreich, Frankreich und den USA, gefolgt von den Spaniern mit 1,2 Prozent.

Warum hat Hamburg einen Spitzenplatz in Kreuzfahrtindustrie?

Die Standortqualitäten von Hamburg überzeugen offensichtlich die Reedereien. Sie nutzen den Anlauf in Hamburg auch für vor- bzw. nachgelagerte Werftaufenthalte oder kombinieren den geplanten Werftaufenthalt mit einem zusätzlichen Anlauf in der Hansestadt. Der Hamburger Hafen ist europaweit der zweitgrößte Containerhafen und ein bedeutender Universalhafen. So findet sich hier eine entsprechende Vielfalt an maritimen Unternehmen, Zulieferern und Dienstleistern, bspw. die Werft Blohm+Voss, die seit über 135 Jahren im Schiffbau tätig ist und sich für den Schiffumbau und für die Schiffreparatur im Bereich der Kreuzfahrt einen Namen gemacht hat.

So wurde erst kürzlich ein „Favoured Customer Agreement“ zwischen der Werft und Carnival Corporation geschlossen. Blohm+Voss ist somit „Preferred Supplier“ für alle Dienstleistungen im Bereich Reparatur und Service für die Carnival-Flotte in Europa. Mit dieser Vereinbarung ist Blohm+Voss die einzige nord-europäische Werft, mit der die Carnival-Gruppe einen entsprechenden Vertrag eingegangen ist.

Foto: HCC

Kreuzfahrtschiffe im Dock von Blohm + Voss Foto: HCC

In diesem Jahr werden es bis zum Jahresende insgesamt neun Schiffe sein (2013: 6 Schiffe), die Blohm+Voss in seinen Docks betreuen wird. Gerade erst war die „Quantum of the Seas“ von Royal Caribbean International zu Inspektionsarbeiten im Dock Elbe 17. Im November und Dezember folgen die „Black Watch“, die „Braemar“, die „Aurora“ und die „Balmoral“. Für Zahlenfreaks: Die totale Werftaufenthaltszeit für das Jahr 2014 über alle Kreuzfahrtschiffe bemisst sich dabei auf 106 Tage (2013: 93 Tage). Nahezu an jedem dritten Tag lag in Docks und an Reparaturkais ein Cruise Liner

Ausblick auf das Kreuzfahrtjahr 2015: Die Nachfrage bleibt stabil

Für das kommende Jahr rechnet Gerd Drossel mit einer stabilen Nachfrage, denn die Reedereien setzen in Nordeuropa zunehmend größere Schiffe ein, die folglich auch in Hamburg an den Terminals anlegen werden. : So wird. die „MSC Magnifica“ mit einer Passagierkapazität von 2.518 im kommenden Jahr durch die „MSC Splendida“ mit insgesamt 3.247 unteren Passagierbetten ersetzt. Die „MSC Splendida“ wird damit das größte Passagierschiff sein, das von der Hansestadt aus regelmäßig Kreuzfahrten anbietet.

AIDA Cruises zeigt 2015 hingegen nach wie vor am Standort Hamburg die größte Präsenz aller Reedereien. Fünf AIDA-Schiffe („AIDAsol“, „AIDAdiva“, „AIDAbella“, „AIDAluna“, „AIDAmar“) nehmen 55-mal Kurs auf Hamburg. Auch die Reederei AIDA Cruises plant mit „AIDAprima“ das größte Schiff seiner Flotte in Hamburg zu stationieren. Ab dem Frühjahr 2016 wird „AIDAprima“ wöchentlich ab/an Hamburg in See stechen.

Reedereien wie bspw. TUI Cruises und Norwegian Cruise Line bringen ebenfalls immer größer werdende Neubauten auf den Markt. Hamburg reagiert auf diese Marktentwicklung mit dem Bau des Kreuzfahrtterminals in Steinwerder. Bislang liegen 164 Schiffsanmeldungen für die Saison 2015 vor (154 Start- und Zielanläufe, darunter 24 Teilreisewechsel, und zehn Transitanläufe) mit einem zu erwartenden Passagiervolumen von  525.000 (- 11 Prozent). Begründet durch die größeren Schiffskapazitäten wird in der Saison 2015 die Passagierzahl prozentual weniger sinken als die Anzahl der Anläufe.

 Mehr Infos unter www.hamburgcruisecenter.de

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