Hamburg kriminell – Lord von Barmbeck treibt wieder sein Unwesen im HAMBURG DUNGEON

Der Lord von BarmbeckEin sogenannter Gentlemen-Krimineller, der Hamburger Lord von Barmbeck treibt im Hamburg Dungeon sein Unwesen Foto: ganz-hamburg.de

Hört das nie auf? Mit dem Lord von Barmbeck taucht ein Einbrecherkönig wieder auf!

Ein Schwerkrimineller macht wieder Hamburg unsicher. Aber, dieses Mal ist die sogenannte Kuschel-Justiz unschuldig. Der Spezialist für schauriges und kriminelles aller Art, das HAMBURG DUNGEON, entführt seine Besucher mit einer  neuen Show in diesem Sommer für wenige Wochen in die Welt des Gentleman-Einbrechers und der Verbrecherlegende Julius Adolf Petersen – dem Lord von Barmbeck. Seine große Zeit hatte der Einbrecherkönig in den 1920er in Hamburg.

Der Einbrecher-König der frühen 1920er-Jahre machte auch als Ausbrecher und Robin Hood von Barmbeck (damals noch mit H) von sich reden. Sein spektakulärster Einbruch war der Überfall auf das Postamt 6 in der  Susannenstraße – im heutigen Schanzenviertel. Dabei setzte Petersen auf echte Handarbeit, weder Sprengstoff noch Schweißgeräte kamen zum Einsatz.

Werner Jantosch, Polizeipräsident a.D. und sein Kollegen Joachim Schulz vom Hamburger Polizei Museum sind sicher, einen Einbrecher wie Petersen hat Hamburg vor und nach ihm nicht gesehen. Das Hamburger Fremdenblatt  gab Petersen den Beinamen „Lord von Barmbeck“, benannt nach dem Arbeiterviertel Barmbek, in dem er einst eine Kneipe führte.

Der Lord von Barmbeck

Kopfgeld auf den Lord von Barmbeck, historischer Fahndungsaufruf Foto: ganz-hamburg.de

Die Geschichte des Lords von Barmbeck

 „Petersen legte Wert auf tadellose Kleidung und ging wohl nie ohne seinen steifen, schwarzen Hut aus,“ erklärt Museumsleiter Schulz den besonderen Stil des Einbrecherkönigs. „Er hob sich aber nicht nur äußerlich von seinen eher groben Ganoven-Kollegen ab. Auch seine Manieren und seine Schlagfertigkeit wurden zum Markenzeichen,“ ergänzt Werner Jantosch. „Dabei war er aber – insbesondere im Umgang mit den Polizisten
– nicht gerade zimperlich.“ Davon können heutige Polizisten auch ein Lied singen, denn bestimmte Bevölkerungsgruppen oder politischen Gruppierungen sind bekannt für ihren rustikalen Umgang mit Staatsbeamten.

Im Sommer 1921 wird er festgenommen und am 20. April 1922 legt der „Lord von Barmbeck“ ein umfassendes Geständnis ab. Allerdings, die avisierte Belohnung von 10.000 Mark wurde niemals ausgezahlt. Er schildert darin 49 Verbrechen, die er in den zurückliegenden Jahren in Hamburg begangen hatte. Dann ging es ab nach Santa Fu und damals waren Zuchthäuser keine kuscheligen Orte.

Die neue Seasonal Show im HAMBURG DUNGEON ist noch bis Ende August 2017 zu erleben. Um eines ganz klar zu sagen. Der heutige König von Barmbek, Lotto King Karl, ist weder verwandt, versippt oder verschwägert mit Julius Adolf Petersen. Alles andere sind unwahre Gerüchte und Rufmord.

Verantwortlich für die neue Show ist der künstlerische Leiter und US Amerikaner Morgan O ́Brien, der gemeinsam mit insgesamt 60 professionellen Schauspielern das  HAMBURG DUNGEON bespielt. Gespielt wird der Lord von Fabian Broermann.

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