Hamburg Sommermeeting der Business Ladys

HAMBURG WOMAN BUSINESS LOUNGE v.l. Susanne Böhm, Veronika Wittgen (Erziehungsberatung, Psychotherapeutin), Prof. Dr. Angelika Paseka (Soziologin Uni Hamburg), Franziska von Lewinski (Vorstand fischerAppelt), Hannelore Lay ( Stiftung Kinderjahre) Foto: R. Schulz+K. WeHl

Die dritte Hamburg Woman Business Lounge in der historischen Oberpostdirektion am Stephansplatz

von Isabelle van Horn
Der Hamburger Vollblut-Verleger Wolfgang E. Buss lud gestern zur dritten HAMBURG WOMAN BUSINESS LOUNGE in die historische Oberpostdirektion am Stephansplatz ein. Trotz der wahrlich subtropischen Temperaturen folgten rund 300 Frauen der Hamburger Gesellschaft und Wirtschaft seinem Ruf.

Helikopter-Eltern – Werden unsere Kinder überversorgt?

Wolfgang E. Buss hatte die Talkrunde zum Thema: „Helikopter-Eltern – Werden unsere Kinder überversorgt?“ mit prominenten Fachfrauen besetzt: Susanne Böhm, die Moderatorin des Abends, die auch die Talkrunde moderierte, Hannelore Lay (Bundesverdienstträgerin von Stiftung Kinderjahre), Franziska von Lewinski (fischerAppelt AG, Vorstand und Mutter), Prof. Dr. Angelika Paseka (Soziologin Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften) und Veronika Wittgen (Erziehungsberatung, Psychotherapeutin).

Veronika Wittgen erklärte gleich zu Beginn was es mit dem Begriff Helikoptereltern auf sich hat: „Es gibt keine genaue Definition von diesem Begriff. Die Erklärung ergibt sich aus der Wortkombination. Diese beschreibt Eltern, die wie ein Helikopter über dem Kind schweben und versuchen viel Unglück von ihrem Kind fern zu halten, damit das Kind behütet aufwächst und möglichst keinen Schaden nimmt.“  Zudem ergänzte Sie, dass es schwierig ist eine Grenze zwischen Fürsorge und Überfürsorge zu finden. Jede Vater, jede Mutter und jedes Kind sind unterschiedlich. Das ist eben die Herausforderung der Elternschaft.

Hamburg Woman Business Lounge

Foto: K. Wehl und R.Schulz

Das kann Unternehmerin Franziska von Lewinski bestätigen. Als Mutter von zwei Kindern, eins ist gerademal 11 Woche alt, ist sie sofort ganztags wieder in ihren Job eingestiegen. Hat deshalb eine Nanny eingestellt und muss viel Häme kassieren. Sie appellierte schließlich an alle anwesenden Mütter/ Frauen, dass jede Familie seinen persönlich richtigen Weg finden sollte, um glücklich zu werden und sich dabei nicht von anderen Menschen und deren Meinungen verunsichern lassen sollte.

Soziologin Angelika Paseka teilte vor allem die Ansicht, dass Helikoptereltern ihr „Kind-Projekt“ stark im Sinne der sozialen Distinktion sehen. Gemeint ist die Abgrenzung außerhalb der Schule. Was kann man dem Kind als Eltern bieten, damit es später auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich ist. Und auch Veronika Wittgen war der Meinung, dass der Begriff Helikoptereltern ein Stück weit negativ besetzt ist, weil zu viel Fürsorge an den Tag gelegt wird. Es steht natürlich eine guten Motivation, aber die Kinder werden gehindert ihren Selbstwert, ihre Fähigkeiten und Schwächen entdecken zu können.

Hannelore Lay hat sich an der Stelle sehr sympathisch mit ins Spiel gebracht „Ich bin keine Helikoptermutter. Weil ich gar keine Kinder mehr in dem Alter habe. Als meine Kinder klein waren, war man auch keine Helikoptermutter sondern eine Klucke. Eine Klucke war ich. Diese behütet ihr Kind, gibt ihm Wärme, umsorgt es. Gibt ihm aber Freiheit und das hat auch was damit zu tun, dem Kind was zu zutrauen. Liebe ist Vertrauen. Vertrauen ist Zutrauen. Und wenn wir unsere Kinder lieben, müssen wir ihnen was zutrauen. Ihnen die Freiheit geben und ihnen dabei sachte Grenzen setzen und sie unterstützen aber nicht ständig Kontrolle ausüben und Termine setzen, sondern auch mal laufen lassen.“

Interessante Ansichten, was jedoch häufig in der öffentlichen Diskussion untergeht. Erziehung ist ein dynamischer Prozess und einen allgemein gültigen Königsweg gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind die soziale Situation, die beruflichen Anforderungen, der wirtschaftliche Status und die Qualität der Partnerschaft und die allgemeine familiäre Situation. Jede Frau, Familie oder Partnerschaft muss ihren eigenen individuellen Weg finden. Auf jeden Fall war im Anschluss an die Talkrunde ausreichend Gesprächsstoff beim leckeren Flying Buffet vom TARANTELLA vorhanden, denn die HAMBURG WOMAN BUSINESS LOUNGE versteht sich als Gesprächs- und Network-Plattform für Frauen.

Gäste der Hamburg Woman Business Lounge

Von ganz-hamburg.de an diesem ersten Juli-Donnerstag in regen Gesprächen gesehen: die Pianistin Dr. Jasmin Böttger, die Schauspielerinnen Andrea Lüdke, Moderatorin Khadra Sufi,  sehr strahlend über alle Rundungen Christine Deck (Profitänzerin) die bereits im 7. Monat schwanger ist, Schlagersängerin Saskia Leppin, die Unternehmerin Kristina Tröger (VdU), Anja Glathe (Auto Wichert), die Marketingleiterin von Auto Wichert Lena Müthel, Inka Pittscheidt-Heller (Auslandsdirektorin Hamburg Messe), Heinke Böhnert (Malerin), Sylvia Canel (Bundesvorsitzende der Neuen Liberalen), Claudia Schulz (PR-Lady), Carolin Cords (Leiterin des Ronald MC Donald Haus Hamburg ), Charity-Concept Managerin Birgit Saatrübe, Connie Sachse (Marketing-Profi), Kunstagentin Jenny Falckenberg,  Friederike Quast, (Taschen), Natalie von Borcke (PANDORA PR-Managerin), Ina Melzer (Boxerin), Géraldine Weilandt (Marketingdirektorin Eurcerin), Stylistin Yvette Hafner.

Ein gelungener Abend für die Hamburger Frauen, der u.a. von PANDORA, die am gleichen Tag ihren neuen Flagship Store in der EUROPA Passage eröffnet habenAuto Wichert (VW), Rindchen’s Weinkontor, dem Eucerin Hautinstitut,  ermöglicht wurde.

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