Hamburger Unternehmen sagen Wi mook dat! und packen kräftig an

Die Aktion Wi mook dat! Das Team von Edding arbeitet im GartenDas Eddingteam beim Einsatz für Wi mook dat Foto: Nina Brandmann

Einen Tag nicht das Sozialprodukt gesteigert. Trotzdem hat man kräftig in die Hände gespuckt und etwas für die gute Sache getan. Beim Wi mook dat! Aktionstag geht das und das ist auch gut so.

Beim 6. Wi mook dat! Aktionstag packten zwölf Hamburger Unternehmen  unter dem Motto „Muss nur noch kurz die Welt retten“ am 12. September 2019 an.

Die beiden Hamburger Initiatorinnen Claudia Seehusen und Martina Sander sorgten dafür, dass 217 Mitarbeiter rund 1.300 Arbeitsstunden für gemeinnützige Projekte geleisteten.Zusätzlich haben sie über 14.000 Euro für Materialien gespendet, die am Aktionstag verarbeitet wurden.

Nicht lange schnacken – anpacken, das ist ein typisch hanseatische Tugend. Nicht umsonst ist Hamburg Deutschlands Stiftungshochburg. Das Engagement für eine gute Sache, das Corporate Volunteering, gehört zum guten Ton der Stadt. Es schweißt Kollegen zusammen, verhilft zu einem frischen Blick auf den Alltag, gibt jedem Beteiligten ein sinnstiftendes Gefühl und macht das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv. Dies spiegeln die positiven Erfahrungen der Unternehmen.

Das waren die Wi mook dat! Projekte 2019

Im Fokus standen heuer konkrete Maßnahmen gegen Artensterben und für Umweltschutz geleistet, gegen Ausgrenzung und für das Miteinander aufgezeigt.

Beim Lackhersteller Mankiewicz trat dieses Jahr ein reines Azubiteam an. Die zwölf Nachwuchskräfte von pflegten Streuobstwiesen auf dem Wilhelmsburger Jakobsberg und pflanzten neue Obstbäume.

Für Mankiewicz eine gute Aktion, die hilft, dass sich die Azubis eigenverantwortlich entwickeln und lernen Projekte von A bis Z durchzuführen.

„Für junge Menschen spielt es eine wichtige Rolle, dass ihr Arbeitgeber sich für Nachhaltigkeit engagiert. Und das setzen wir gerne und mit Überzeugung um und gestalten mit ihnen zusammen die Zukunft.“

Stefanie Schmalz-Côté (Personalleiterin)
Das Carlsbergteam macht Holzarbeiten bei Wi mook dat!
Das Carlsberg Team in der Fischbeker Heide Foto: Stöhr

Carlsberg Deutschland unterstützte ein Projekt der Loki Schmidt Stiftung und baute Nisthilfen für Hornissen in der Fischbeker Heide auf.

„Unternehmerische Verantwortung, und dazu gehört auch der Umweltschutz, sind für Carlsberg Deutschland ein zentraler Bestandteil der Firmenphilosophie. Bier ist ein hochwertiges Naturprodukt und von daher ist es uns enorm wichtig, eben diese Natur zu erhalten. Deshalb setzen wir uns bereits seit mehreren Jahren im Rahmen der tollen Projekte von Wi mook dat! für den Schutz unserer Erde und der biologischen Vielfalt ein.“

Dr. Linda Hasselmann, Leiterin Unternehmenskommunikation & CSR,
Gunnar Heinemann schaufelt Erde bei der Charity Aktion  Wi mook dat!
Wi mook dat! – Der Gebr. Heinemann Boss Gunnar Heinemann schwingt die Schaufel
Foto: Ohlemutz

Die Führungskräfte von Gebr. Heinemann machten den Wilhelmsburger Kreativgarten noch bienenfreundlicher. Mit dabei als Unternehmer war ein bestens aufgelegter Gunnar Heinemann, der kräftig mit Hand anlegte.

Das 22-köpfige Team der edding AG aus Ahrensburg schaffte auf dem Gut Karlshöhe vom BUND ebenfalls Raum und Nahrung für Bienen.

Ihren Schreibtisch im Kaufmannshaus tauschten 20 Mitarbeiter der Luxcara GmbH, die sich um Investments für Erneuerbare Energien kümmert, mit einem Einsatz im Wilhelmsburger Natur-Erlebnis-Garten des BUND für den Artenreichtum der Großstadt-Wildbienen.

Gummistiefel und wasserfest Hosen an, lautete das Kommando für zwei Teams der Velux GmbH und der Eppendorf AG. Insgesamt 40 Mitarbeitern haben den Alsterlauf im Rahmen des Projektes „Lebendige Alster“ renaturiert und so neuen Lebensraum für Otter und Eisvogel geschaffen.

Soziale Projekte

Einem neuen Spielhaus im Familienzentrum Dulsberg des SOS-Kinderorfs widmete sich ein Team der Basler AG, dem Industriekamera Spezialisten aus Ahrensburg.

In ihrer Branche blieben Reschke Immobilien GmbH aus Volksdorf. Sie bauten ein Baumhaus für Bramfelder Kinder beim gemeinnützigen Projekt Alraune.

Ihrem Unternehmenszweck Mobilität blieb des Autovermieters Europcar treu. Sie machten  Kanus des Veddeler Jugendprojekts Get the kick! wieder flott.

Ein 28er Team von Hauni Maschinenbau aus Bergedorf schaffte auf dem Kinderbauernhof Kirchdorf e.V. bereits im zweiten Jahr „mehr weg als wir im ganzen Jahr“, sagt Gerd Horn vom Kinderbauernhof ganz begeistert.

Die Kollegen vom zweiten Hauni-Team bauten mit den Kindern der Arche Jenfeld kleine Möbel zum Mit-Nach-Hause-Nehmen.

Für Menschen mit Behinderung war das Team der CASIS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus dem Finnlandhaus zum ersten Mal mit dabei und unterstützte tatkräftig die Apfelernte bei „Das Geld hängt in den Bäumen“.

Eine kleine Besonderheit beim Wi mook dat! Aktionstag war ein reines Azubi-Team: So entstand auch das Projekt zur Sanierung des historischen Bauwagens des Hamburger Traditions-Bauunternehmens Fritz Hack. Er ist der letzte seiner Art. Seit Mai wird er nun im NaturErlebnisGarten von Kindergruppen aus Wilhelmsburg genutzt und erfreut sich großer Beliebtheit.“

Informationen und Kontakt auf www.wimookdat.de

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