Herr der Nüsse

Butterkekse, Spritzgebäck und trockene Waffeln – wer regelmäßig an Konferenzen teilnimmt, kennt diese geschmacklich zweifelhafte Ernährung zu Genüge. Ähnlich erging es Achim Stephan. Als Finanzberater nahm er viele Jahre lang an unzähligen Meetings teil und hat eine ähnliche Menge an Keksen zu sich genommen. Dieser Umstand hat den jungen Unternehmer zu der Idee inspiriert, gesunde und schmackhafte Zwischenmahlzeiten zu produzieren – die „Wellnuss Premium Snacks“.

Auf die Nuss gekommen – Die Geschichte von der (Nuss-) Idee

„Irgendwann hingen mir die ganzen Plätzchen zum Hals raus“, erzählt Achim Stephan. „Gesunde Ernährung ist mir privat sehr wichtig. Ich habe schon vor vier Jahren frisches Obst und Nüsse in meiner Firma angeboten. Leider hat es sich nicht so rentiert, aber das war eigentlich der Beginn von ‚Wellnuss'“. Kurz darauf schien die Zeit perfekt: Achim Stephan fasste den Mut und machte sich mit seinerIdee, gesunde Snacks für Konferenzen, als kleine Firmenpräsente und für gesundheitsbewusste Schlemmer zu produzieren, selbstständig: “ Es war einfach der richtige Zeitpunkt.“ Der Jung- unternehmer bereut seinen Schritt nicht: „Wer weiß, ob ich mich jetzt noch trauen würde?“ Gesagt getan: Nachdem die Idee geboren war, wurde probiert, getestet und Nuss-Kreationen gründlicher Prüfungen unterzogen. Ein Ernährungsexperte war immer dabei, wenn in kleiner Runde eine neue Mischung Zustimmung suchte. „Es hatte natürlich viel mit eigenem Geschmack zu tun, hinzu kam die Erfahrung und die Tipps des Ernährungs- experten.“ Die Nuss- und Trockenobstmischungen sollten zudem nicht nur schmecken, sie sollten ein echter Hingucker werden. „Wir tüftelten an einer geeigneten Verpackung und entschlossen uns zu einer neutralen Birkenholzbox. Die Firma, die unsere Boxen herstellt, ist auch für die Verpackung der Sachertorte zuständig.“ Das Konzept ging auf. Viele Unternehmer waren von Achim Stephans Idee begeistert.

Vor allem seine Argumente überzeugten:

– Firmen und Unternehmen zahlen viel Geld um ihre Kunden zu betreuen.

– Snacks, die hauptsächlich aus Zucker und Kohlehydrate bestehen, machen träge und müde

– Nüsse und Trockenobst enthält nicht nur gesunde Fette und Vitamine, sie liefern Energie fürs „Köpfchen“
– Die Snacks von „Wellnuss“ enthalten viel weniger Kalorien als Kekse & Co. und sind daher leichter zu verdauen
Alles Vorteile, die schnell zum Erfolg führten! Achim Stephan ist überwältigt, dass seine Idee so erfolgreich ist:“ Es ist eine schöne Bestätigung und ein tolles Gefühl! Ich sehe, dass ich auf dem richtigen Weg bin!“ Erreicht hat der Unternehmer sein Ziel noch lange nicht. In den letzten 18 Monaten wurde vieles neu konzeptioniert, umgestellt, neue Umverpackungen ausprobiert, das Marketing zielgruppenorientierter gestaltet und probiert und für gut befunden und wieder gekostet. Immer auf der Suche nach dem perfekten Snackgenuss für seine Kunden.
„Wellnuss“ – Eine Marke spricht für sich
„Ein Mann“ an Bord

Der bisherige Erfolg gibt dem jungen Geschäftsmann recht. Auch, wenn noch viele Wünsche offen sind: „Bisher ist ‚Wellnuss‘ noch ein Ein-Mann-Unternehmen. Ankauf, Verpackung, Entwicklung, all dies muss ich zwar koordinieren“, ein Hauch Sehnsucht in in Achim Stephans Stimme zu hören, „aber mein Unternehmen ist noch zu klein für eigene Fertigungs- und Vertriebswege.“ Sein größter Traum ist es, irgendwann einmal ein eigenes Fabrikgebäude mit entsprechenden Fertigungshallen und vielen Angestellten zu haben. Natürlich in Hamburg. Der Unternehmer ist zwar bekennender Neu-Hanseat, aber er fühlt sich an der Elbe zu Hause.

Im Supermarkt werden die Kunden „Wellnuss“ allerdings wohl nie finden. „Unsere Geschäftspartner legen teilweise sehr großen Wert auf Exklusivität“, so der Herr der Nüsse. „Unsere Ware unterliegt strengsten Qualitätsprüfungen, stehen für hochwertige Ernährung und
beste Auswahl. Ich denke mir daher, dass wir mit unserem Vertriebsweg genau diesen Gedanken auch weitergeben.“

Achim Stephan und die wunderbare Welt der Nüsse & Trockenfrüchte

Cashewkerne mit knackigen, großen Weinbeeren, würzig-scharf gekochter Ingwer mit einem leichten Puderzuckerüberguss oder aromatische Ananas mit exotischen Kokoswürfeln und riesigen Macamadia-Nüssen – woher bezieht Andreas Stephan seine Ware? Neugierig fragt ganz-hamburg nach und wird spontan auf eine Autofahrt in den Osten Hamburgs eingeladen.

Die Reise geht zum Import-Export-Großhandel „Zieler & Co. GmbH“. Der Hamburger Spezialist für Trockenfrüchte, Nüsse, Verpackungen und Veredelung sorgt dafür, dass dem Chef von „Wellnuss“ nie die Ideen ausgehen. Hans-Peter Brink Sen., Chef des Unternehmens, erwartet uns schon: „So, Sie wollen also wissen, wo die Nüsse und das Obst herkommt?“ Der sympathische Geschäftsmann lacht. „Na, dann kommen Sie mit!“ Gemeinsam mit Achim Stephan, der sich als Stammkunde hier bestens auskennt, folgen wir Hans-Peter Brink Sen. in eine große Halle. „Nicht, dass Sie mir frieren. Da die Früchte alle nicht künstlich konserviert sind, müssen in diesem Raum immer zehn Grad herrschen, egal bei welchem Wetter.“ Zwischen hohen Regalen, mit teilweise interessant, exotischen Aufschriften, duftet es leicht nach gerösteten Nüssen, süßen Früchten aus fernen Ländern. Und ein ganz leichter Hauch von Schokolade lässt sich erahnen. Getrocktnete Papayas aus Thailand, Mangos, Mandeln, Cranberrys, hier ist die ganze Welt fein säuberlich in Kartons und Tüten säuberlich verpackt und beschriftet. Hans-Peter Brink Sen. breitet seine Schätze vor unseren Augen aus. Die Farben und Düfte der Früchte lassen von fernen Ländern träumen, während alles erklärt wird.

Sogar Ideen für neue Kreationen kann der Hamburger Spediteur präsentieren: Gojibeeren mit Vollmilchschokolade oder vielleicht Litschys mit weißer Schokolade – es klingt außergewöhnlich, ist aber jede (Kalorien-)Sünde wert! Wichtigstes Kriterium für Achim Stephan: „Ich nehme nur die qualitativ hochwertigsten Früchte und Nüsse. Nur die ohne Konserverierungsstoffe und ohne künstliuche Farbstoffe und Aromen werden von mir geordert.“ Nebenbei verrät der Neu-Hamburger noch ein kleines Geheimnis, dass dem Otto-Normal-Verbraucher gar nicht so geläufig ist:“Die besten Walnüsse kommen z. B. aus Chile. Sie sind nicht nur qualitativ besser, als die Californischen. In Chile werden die Nüsse noch per Hand geknackt, dadurch kommt es zu viel weniger beschädigten Kernen.“ Wer so einen gekonnten Blick für Kleinigkeiten entwickelt hat, der kann nur er- folgreich sein. Und vielleicht geht Achim Stephans Traum bald in Erfüllung und irgendwo in Hamburg prangt ein Schild mit der Aufschrift „Wellnuss“ an seiner eigenen Fertigungshalle.

 Tanja Lugert

Die ganze Welt in einer Halle