Kachel raus – Klinker rein – Mönckebergstraße 1 im neuen Gewand

Die neue Fassade Mönckebergstraße 1Die neue Fassade Mönckebergstraße 1 Foto: PGIM Real Estate

Das Haus Mönckebergstraße 1 macht ab jetzt eine gute Figur im klassischen hanseatischen Maßanzug

Das ehemalige Horten Kaufhaus, heute der Saturn Elektronik- und Elektromarkt, markiert als prägendes Gebäude den Eingang in der Hamburger City und die Mönckebergstraße. Doch die Fassade mit der berühmten, von Helmut Rhode entworfenen, Hortenkachel war in die Jahre gekommen und musste saniert werden.

Doch es war nicht nur eine simple Fassadensanierung. Die Umbaumaßnahmen erfolgten im Kontext weiterer städtebaulicher Maßnahmen, wie dem geplanten Umbau des Hauptbahnhofs sowie der Initiative BID Mönckebergstraße

Die City muss sich neu erfinden

Heute steht die Hamburger City vor großen Umbrüchen, die seit Jahrzehnten prägenden Kaufhäuser, wie z.B. Karstadt, Kaufhof, Alsteralsterhaus, C&A, haben viel an Bedeutung verloren. Den Boom des Onlinehandels spüren fast alle Einzelhändler in der City.

Doch auch vieles hat sich schon zum besseren verändert. Die Hamburger City, die bis in die 2000er Jahre hinein nach Ladenschluss verwaiste, wird wieder ein lebendiges Viertel. Neue Hotels, Gastronomien, Events, Hamburger und Touristen beleben den Stadtteil abends und an Wochenenden. Sogar Wohnungen, früher lebten hier fast nur noch Hausmeister, entstehen wieder im Herzen der Stadt.

Einweihung der Fassade Mönckebergstraße 1

Christian F. Heine, Dorothee Stapelfeldt, Sebastiano Ferrante (Geschäftsführer PGIM Real Estate) Foto: PGIM Real Estate

Kachel raus – Klinker rein

Das Entree zur Mönckebergstraße zeigt sich nun in einer völlig neuen Optik. Der neue Eigentümer der prominenten Immobilie hat sich für Klinker, dem historischen Hamburger Stein, entschieden. Eine hängende Fassade aus Klinker, deren einzelne Steine 1,80m lang sind, ist gar nicht so einfach zu bauen und war anspruchsvolles technisches Neuland. 

„Seit Errichten in den späten sechziger Jahren hat sich das Erscheinungsbild des Gebäudes an diesem prägnanten Ort in mehreren Stufen verändert und fortentwickelt“, erklärt Architekt Christian F. Heine (Heine Architekten Hamburg) „Gebrannte Ziegelelemente schließen nun das Welterbe-Ensemble des Kontorhausviertels aus unserer Sicht urban und modern nach Osten ab. Sie bilden das neue Tor zur Mönckebergstraße. Struktur, Funktion und Proportionen folgten dabei dem Ursprungsbau und erforderten einen ungewöhnlichen Einsatz des traditionellen Baustoffes: Nicht in Mörtel verlegt, sondern mit Hilfe einer neu entwickelten Tragkonstruktion licht- und luftdurchlässig aufgehängt, haben wir versucht, eine hochwertige und moderne neue Ziegeltextur zu schaffen.“

 „Planung und Entstehen der Mönckebergstraße vor etwas mehr als 100 Jahren markieren den Beginn der modernen Stadtentwicklung Hamburgs. Dieser östliche Eingang zur City wurde seinerzeit liebevoll und mit großer Sorgfalt gestaltet. In diese Tradition reiht sich die ansprechende, gut ins Umfeld und zu Hamburgs Architekturtradition passende Fassadensanierung der Mönckebergstraße 1 ein. Dieses erfreuliche Engagement der Eigentümer ist der Auftakt für eine Aufwertung des Standorts und zur Verbesserung der dortigen Aufenthaltsqualität.“ so kommentiert die Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt die neue Fassade.

Der Investor

Hinter der Fassadensanierung stehen die PGIM Real Estate und die RFR Management GmbH, die das Gebäude im Portfolio haben. Einen knapp zweistelligen Millionenbetrag haben die Eigentümer für die neue Fassade investiert. Auf Initiative der Stadt Hamburg, wurde die Fassadensanierung bereits im Jahr 2015 angestoßen. Im Rahmen erster Gespräche haben alle Parteien den Umfang für ein attraktiveres Gestalten des Areals eruiert. Berücksichtigung fand dabei der geplante Umbau des Hauptbahnhofs, der unter anderem Besucherströme in die Mönckebergstraße leiten soll.

 

 

 

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