Die Mönckeberg Passage die Verbindung vom Hauptbahnhof in die City

Die Mönckeberg Passage eine Unterführung am Hamburger HauptbahnhofDie Mönckeberg Passage Hamburg © ganz-hamburg.de

Die Mönckeberg Passage (Hauptbahnhof Mö-Unterführung oder Mönckeberg Tunnel)

Als der Hamburger Hauptbahnhof im 1906 gebaut wurde, gab es zwei Hauptausgänge. Der Ausgang Glockengießerwall erschloss die Innenstadt. Der Ausgang Kirchenallee öffnete den Hauptbahnhof nach St. Georg. Doch damals gab es relativ wenig Pendlerverkehr. Mehr und mehr hat sich seitdem das Verkehrsaufkommen geändert. Heute quetschen sich die Pendler morgens aus den Nahverkehrszügen oder der S- und U-Bahn und gehen in die City oder steigen um. Der Südsteg des Hauptbahnhofes ist zum verkehrsreichsten Eingang zur City geworden.

Hauptbahnhof Südsteg Blick in die Mönckeberg Passage

Eingang in die Mönckeberg Passage vom Südsteg des Hauptbahnhof © ganz-hamburg.de

Direkt vom Südsteg geht es via Mönckeberg Passage oder Mönckeberg Tunnel direkt in die Mönckebergstraße und City. Der Tunnel wurde im Jahr 1966 fertiggestellt. Er schuf eine schnelle kreuzungsfreie Verbindung zu drei Kaufhäusern und der Mönckebergstraße. Angeschlossenen waren damals die KEPA (Niedrigpreiskette von Karstadt heute Karstadt Sport + REWE City), das Horten- (jetzt Saturn) und Galeria Kaufhof-Warenhaus. Für den Kaufhof wurde damals extra eine Tunnelverlängerung mit Hamburgs ersten Rollsteig angelegt.

Bereits vor Jahren wurde der Tunnel renoviert und im Rahmen der baulichen Möglichkeiten offener und lichter gestaltet. Als schneller kreuzungsfreier Verbindungsweg vom Bahnhof in die Hamburger City ist er unverzichtbar. Aus dem Mönckeberg Tunnel ist durch Umbenennung die Mönckeberg-Passage (Mö-Passage) geworden.

Raum der Stille in der Hamburger City

Eingang zum Raum der Stille in der Mönckeberg Passage © ganz-hamburg.de

Der Raum der Stille

Als Besonderheit gibt es in der Mönckeberg-Passage den Raum der Stille als Hamburger Hoffnungsort. Er lädt ein Hektik und Lärm der Millionenstadt für einen Moment hinter sich zu lassen. Als Raum der Ruhe und Meditation ist er interreligiös konzipiert. Religiöse Schriften der Weltreligionen, eine Gebetsteppich und ein Kompass werden bereitgehalten. Der Raum der Stille wird von der Bahnhofsmission Hamburg betreut.

Öffnungszeiten: Raum der Stille im Mönckeberg Tunnel: In der Regel von Montag bis Samstag von 10.00 – 19.00 Uhr.

Über Unterführungen und Fußgängertunnel

Unterführungen und Fußgängertunnel waren in den 1950er und 1960er Jahren der letzte Schrei der Verkehrs- und Stadtplaner. Doch schnell wurde die Stadtplanung von der Realität eingeholt. Fußgängertunnel und Unterführungen wurden zu Sorgenkindern der Stadtplanung. 

Sie rufen  bei vielen Menschen  ein (begründetes) Angstempfinden hervor. Eine mangelhafte inkonsequente Kontrolle des öffentlichen Raums schafft „herrenlose und scheinbar gesetzlose“ Freiräume, die von sozial randständigen Menschen, wie Alkoholabhängigen, Wohnungslosen und Drogensüchtigen, besetzt werden. Die Folgen sind fatal: Müll, Exkremente, Randale oder offener Drogenkonsum machen diese Orte zu No Go Zonen mitten in der Stadt. Eine links-grüne Stadtpolitik tabuisiert und verniedlicht häufig diese Brennpunkte. Steuermittel fließen lieber in Wohlfühl-Projekte und Stadtteile in denen hauptsächlich rot-grüne Wähler leben.

Hamburgs größte Urinal geschlossen

Auch Hamburg musste diese Erfahrungen machen. Die heute geschlossene Unterführung der U2 am Glockengießerwall – Ausgang Spitalerstraße wurde 2012 in einer repräsentativen Umfrage von Trend Research (Auftraggeber: Radio Hamburg/Oldie95)  ‚als Hamburgs größtes Urinal bezeichnet‘.

So ist es kein Wunder, dass rund um den Hamburger Hauptbahnhof Unterführungen und Tunnel seit einiger Zeit zurückgebaut oder verschlossen wurden. Der Südtunnel unter den Fernbahngleisen wurde zum Jahreswechsel 1991/92 geschlossen.

Nur 500 Meter vom Mönckeberg Passage befindet sich als weiterer Brennpunkt die Unterführung Deichtorplatz. Auch hier gibt es große Probleme mit mangelhafter Hygiene und Gestank.

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