Nur Note Plattfuß für das Fahrradfahren in Hamburg

Radfahren in Hamburg Foto: ADFC Hamburg
Hamburger Radfahrer geben der Stadt im Fahrradklima-Test wieder eine schlechte Note

Als Note geben die Hamburger Radfahrer der Stadt einen glatten Plattfuß und ist die fahrradunfreundlichste Stadt im Norden mit einer von  4,4 (knapp ausreichend), beim letzten Test im 2005, hat Hamburg nicht besser gepunktet.  Platz 34 von 38 bewerteten Städten spricht als Ergebnis für sich und sollte für die Behörden und Politik der Anlass sein, gezielte die Qualität zu verbessern. Über 3.549 Hamburger haben an der bundesweiten Umfrage der ADFC teilgenommen.

Auch wenn das Gesamturteil negativ ausfällt. Der Hamburger Radfahrer urteilen durchaus differenziert und in Teilbereichen kann Hamburg punkten:

  • Pluspunkt: „Alle fahren Rad“
    Für die Aussage „Alle fahren Rad“ gab es in Hamburg mit 2,96 die zweitbeste Note unter allen 27 Fragen.
  • Pluspunkt StadtRAD
    Das StadtRAD Leihradsystem erhielt die Note 1,97. Damit erzielte Hamburg die Bestnote unter allen 38 Großstädten des Tests mit mehr 200.000 Einwohnern.
  • Pluspunkt Einbahnstraßen
    Hamburg gab fast 200 Einbahnstraßen im Jahr 2012 für den Radverkehr frei. Für die Radverkehrsförderung erhielt die Stadt die Note 3,04 (Mittelwert aller Großstädte: 3,31) bei dem Punkt „Öffnung von Einbahnstraßen“.
    Pluspunkt HVV
    Die Fahrradmitnahme ist beim HVV  im Unterschied zu vielen anderen Städten kostenlos.  Hier gab es die Note: 3,31 (Mittelwert 3,97).
Hier steht Hamburg auf dem berühmten Schlauch:

– Parken auf Radwegen: 5,38 (Mittelwert 4,77)
– Ampelschaltungen: 5,26 (Mittelwert 4,60)
– Stellenwert des Radverkehrs: 5,17 (Mittelwert 4,43)
– Reinigung der Radwege: 5,16 (Mittelwert 4,22)
– Hindernisse auf Radwegen: 5,02 (Mittelwert 4,19)
– Sicherheit beim Radfahren: 4,80 (Mittelwert (4,15)
– Qualität und Komfort des Mischverkehrs auf der Fahrbahn: 4,96 (Mittelwert 4,23)
– Wegweisung: 4,11 (Mittelwert 3,27)

Sicherlich ist es in kleineren Großstädten einfacher das Fahrradklima zu verbessern. Aber auch in pulsierenden Metropole kann von seiten der Behörden mehr getan werden, zumal viele Maßnahmen nicht aufwendige Investitionen und hohe laufenden Kosten erfordern. Fokusierung auf die Probleme und pragmatische Lösungen bringen mehr als ideologische Grundsatzdiskussionen.

Über den Fahrradklima-Test

Der Fahrradklima-Test 2012 wurde unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie der Fahrrad-Fachhandelsgruppe ZEG. Aus Hamburg kamen 3.549 von 67.000 ausgewerteten Bögen. Berlin mit doppelt so viel Einwohnern schickte nur 2.375 Fragebögen an den ADFC zurück, in München beteiligten sich ganze 1.450 Fahrradfahrer.

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