Poker in Hamburg – auch Frauen können gut bluffen

Frauen am PokertischFrauen pokern überlegter © ganz-hamburg.de

Isabelle van Horn sprach mit Anna-Lena, die 32-jährige Hummelsbüttlerin spielt regelmäßig auf Pokerturnieren.

Frauen sind am Pokertisch und auf Pokerturnieren immer noch sehr deutlich in der Minderheit. Warum eigentlich? Haben Männer ein Poker-Gen? Bestimmt nicht, nur viele Frauen haben vom Pokern eine ganz falsche Vorstellung. Ich sprach mit Anna-Lena*, die 32-jährige Hamburgerin besucht mittlerweile regelmäßig Pokerturniere in Deutschland und schneidet gut ab.

Wie bist Du zum Pokern gekommen?

„Logische Fächer wie Mathematik, Physik, Biologie oder Chemie haben mir während meiner Schulzeit eigentlich immer gelegen. Nach meinem BWL-Studiums an der HAW Hamburg habe ich im Controlling eines Mittelständlers gearbeitet. Man kann schon sagen, eine Affinität zu Zahlen hab ich schon immer gehabt.“

Bei uns in der Firma gab es Pokerrunde, ein paar Kollegen, die sich so alle vier bis sechs Wochen zum Pokern reihum trafen. In der Mittagspause wurde ich gefragt, Anna-Lena wie ist es mit Dir, schon mal gepokert? Hatte ich tatsächlich – auf einer Klassereise mit ein paar Jungs. Ich wollte mir keine Blöße geben und sagte JA. So bin ich da reingerutscht, also purer Zufall.“

Poker Ladies
Poker Ladies im Casino © ganz-hamburg.de

Und wie ging es weiter?

„Also, genaugenommen kannte ich lediglich die Regeln. Das ist zwar die Grundbedingung. Die Pokerpartie war am Freitag und es war Dienstag. Gerade als Frau wollte ich ja nicht die ‚geborene Verliererin“ sein. Ich wusste ich brauche Training, also habe ich mich auf einer Pokerseite (hier klicken) angemeldet und trainiert.“

Und, hat es was gebracht?

„Ich habe in Ruhe abends trainiert. Pokern lernt man eigentlich nur durch Pokern. Irgendwie hat das ganz gut geklappt. Wir haben immer ums Essen und Drinks gespielt. Sollte ja Spaß sein. Raten Sie mal, wer nichts bezahlt hat (lacht).“

Dann ging es auf Poker-Turniere?

„Ich merke Pokern macht mir als Spiel Spaß und das Spiel liegt mir. Ich habe weiterhin Online gespielt und irgendwann fühlte ich mich fit für ein Turnier. Ich war auch neugierig. Am Ende des Turniers war ich im Plus und habe gewonnen. Seit dem bin ich regelmäßig, wenn ich es mit meinem Job koordinieren kann, dabei.“

Gibt es Unterschiede wie Männer und Frauen spielen?

„Ja, die gibt es eindeutig. Männer neigen mehr zum Posen, spielen häufiger aggressiv und suchen die Fight. Das ist ihre Schwäche, besonders weil Frauen tendenziell überlegter eher strategischer spielen. Bildlich gesprochen, Männer überreizen Blätter um zu gewinnen, Frauen gehen dieses Risiko weniger ein, drehen dafür aber Spiele seltener.“

Wie würdest Du Deine Erfahrungen zusammenfassen?

„Wer mit dem Pokern startet, sollte demütig sein. Ohne Erfahrung geht wenig. Bevor es zu einem Turnier geht sollte man viel mit Freunden, Bekannten und im Internet Poker spielen. Nur jeder zehnter Turnierteilnehmer gewinnt. Dazu kommen noch Anreise, Übernachtung, Verpflegung und Teilnahmegebühren. Wer da auf schnelles Geld spekuliert, wird es schnell los. Tuniere sind anstrengend und man braucht Fitness.

Eine Frau pokert
Eine Frau pokert © ganz-hamburg.de

Poker – das sollte man können

Wer pokert sollte ein gutes Gedächtnis. Bei Live Spielen ist die Körperbeherrschung, das berühmte Pokerface, gefordert. Emotionen, sei es ein gutes oder schlechtes Blatt, dürfen nicht gezeigt werden. Außerdem, am Pokertisch geht es höflich und beherrscht zu.

Ein guter Spieler rechnet jederzeit die Wahrscheinlichkeiten aus. Welche Karten sind noch im Spiel, welche Kombinationen ergeben sich daraus? Wie wahrscheinlich sind sie?

Ein Beispiel, das Texas Hold’em Poker kennt 1.326 Kombinationen für die Starthand über die vier Farben. Betrachtet man nur die, ohne Farben, möglichen Kartenkombinationen  dann sind es nur noch 169. Die sich aufteilen in 13 Paare, 78 gleichfarbige Kombinationen und 78 ungleichfarbige Kombinationen.

Die Wahrscheinlichkeit dass sie ein Paar bekommen liegt bei 5,88%, zwei ungleichfarbige Karten haben 23,53% Wahrscheinlichkeit. Aus all diesen Faktoren gilt des die Spielstrategie zu entwickeln.

Dazu ist sehr viel Körperbeherrschung erfordert. Denn selbst gute Pokerspieler haben ihre Körpersprache nicht immer im Griff. Ist der Spieler entspannt, wippt er unwillkürlich mit den Füssen oder das Auge zuckt. Dazu kommt, wer auf Turnieren spielt braucht viel Kondition. Alkohol ist total tabu, zu viel Kaffee nicht gut.

Ohne Disziplin und Geduld geht gar nichts. Es gibt Tage, da läuft nichts, dass muss man hinnehmen. Genauso, wie der Umgang mit Geld. Gesetzt wird nur Geld, das man übrig hat. Pokern kann man in Hamburg nicht nur in der Spielbank Hamburg, dem Casino Schenefeld sondern auch im Verein wie den Poker Piranhas Hamburg im TuS Berne oder im Gecko Bar Pokerverein in Hamburg Bahrenfeld spielen.

*Name geändert

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