Altona: ICE Schwarzfahrer fuhr direkt in den Knast ein

abfahrbereiter ICE im Altonaer Bahnhof HamburgICE im Bahnhof Altona © Norbert Schmidt

Er dachte er fährt im ICE der nach Nirgendwo. Doch dann saß er im Sonderzug in die U-Haft Knast.

Wir wissen nicht ob der der 28-jährige Litauer ein Fan von Christian Anders (Es fährt ein Zug nach Nirgendwo) ist. Allerdings eines wissen wir durchaus. Ohne Fahrschein in Deutschland einen Zug, selbst wenn es ein ICE ist, zu besteigen ist keine gute Idee, denn gerade in den Fernzügen werden regelmäßig die Fahrkarten kontrolliert. Gestern Abend zur Tagesschauzeit gegen 20:00 Uhr erwischte das Schicksal ein Litauer in einem abfahrbereiten ICE.

Er konnte keine Fahrschein vorzeigen und wollte den Zug auch nicht verlassen. Keine gute Idee, schon gar nicht in Altona, denn hier befindet sich auch ein Polizeirevier der Bundespolizei. Bingo, bei der Überprüfung der Personalien ergab sich, dass der Mann zur Festnahme ausgeschrieben ist. Seine Idee der Vermögensumverteilung nennt das Strafrecht ‘Verdacht des schweren Diebstahl’ (§243 StGB). Je nach Fall und Milde des Richters sind da drei Monaten bis zu zehn Jahren Wohnen & Leben hinter schwedischen Gardinen möglich.

Statt mit dem ICE nach Nirgendwo zu fahren, lautete das neue Reiseziel für den polizeilich bekannten Mann Endstation U-Haft Knast.

Quelle: OTS Bundespolizeiinspektion Hamburg presseportal.de/blaulicht/pm/70254/5008726

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