Polizeireport: Automarder wurde in Billstedt das Handwerk gelegt

Polizei Hamburg - StreifenwagenPolizei Hamburg © ganz-hamburg.de

Aufmerksame Zeuge beobachtete einen Automarder

Hamburg Billstedt im November ist grau, dunkel und kalt. Hier, wo die Menschen meist nicht auf Rosen gebettet sind und hart arbeiten, ist leider auch ein Kriminalitätsschwerpunkt und die Polizei kann nicht über Arbeitsmangel klagen.

Autoaufbruch in Billstedt

Auf einem Billstedter Firmengelände beobachtete ein 60-jähriger Zeuge, wie ein Mann die Tür eines Peugeot Kombi geöffnet hatte und in dem Fahrzeug lag. Der Autoliebhaber kam dem Zeugen irgendwie „spanisch“ vor, denn ihm fiel auch auf, dass der Mann an einer Hand blutete. Außerdem kannte er den Besitzer des Peugeots persönlich. So verständigte die Polizei, denn er vermutete dass der Mann das Auto aufgebrochen hatte. Im weiteren Verlauf konnte der verdächtige Automarder in Richtung Bergedorf Fersengeld geben. Am Tatort stellten die alarmierten Polizeibeamten fest, dass bei insgesamt vier Fahrzeugen Scheiben eingeschlagen worden waren. Einiges wies darauf hin, dass dieses mit zwei großen Feldsteine passiert sein konnte.

Das lies bei den Polizeibeamten einen konkreten Gesprächswunsch reifen. Sofort wurde eine Fahndung mit insgesamt sieben Funkstreifenwagen eingeleitet. Nach einem Zeugenhinweis traf die Besatzung von Peter 42/4 auf  einem Wanderweg im Bereich An der Kreisbahn/Unterberg den mutmaßlichen Automarder, auf den die vom Zeugen abgegebene Täterbeschreibung zutraf.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 24-jährige Ungarn polizeibekannt ist. Doch trotzdem war die Wiedersehensfreude eher einseitig verteilt, als er vorläufig festgenommen wurde.  Die Polizisten fanden bei ihm mutmaßliches Diebesgut, unter anderem eine Armbanduhr und eine Kfz-Freisprecheinrichtung, die hat man auf einem Wanderweg eher selten im Gepäck.

Es stellte sich heraus, dass der junge Mann aus Osteuropa vielleicht noch ein paar andere Sachen auf dem Kerbholz hat. So soll er bei seiner Flucht eine 65-jährige Frau körperlich attackiert haben. Ob er sie berauben wollte, ist noch nicht abschließend geklärt.

Auch über Mittag war der Tatverdächtige anscheinend „fleißig“ gewesen. So soll er einen Einbruch in einer Monteursunterkunft in Hamburg-Lohbrügge begangen haben. Er wurde von einem Zeugen bei der Flucht beobachtet und wiedererkannt.

Die Ermittler haben nach mehreren Kfz-Aufbrüchen den im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen vorläufig festgenommenen Kunden der Polizei dem Haftrichter zugeführt. Dem Mann werden weitere Straftaten vorgeworfen.

#polizei #hhverbrechen #diebstahl

Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/6337

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