Der Venusberg brachte einem Polen kein Glück, er wandert vielleicht in den Knast

Polizei Hamburg - StreifenwagenSymbolbild: Polizei Hamburg © ganz-hamburg.de

Wer ein Wohnmobil als Objekt der Begierde klaut sollte erstens besser ausparken können und zweitens macht es keinen Sinn ein Auto mit Überwachungstechnik auszuwählen.

Bekanntlich sind Camping und Wohnmobilurlaub die Megatrends. Einem 33-jährigen Polen wurde das aber zum Verhängnis, denn er wandert wohl in den Knast. Während viele Hamburger den Veganuary begehen und nur vom Urlaub träumen, passieren auf den Straßen Hamburgs Verbrechen. So auch gestern, am Mittwochabend, in der Neustadt.

Am Mittwochabend beobachtete ein Zeuge in der Straße am Venusberg (unterhalb des Hamburger Michels), wie beim Ausparken ein Wohnmobil an ein anderes Wohnmobil stieß. Allerdings, den Fahrer störte das scheinbar nicht, dachte er vielleicht schon ankommende Urlaubsfreuden (?), denn er fuhr einfach weiter. Der aufmerksame Zeuge meldete das Kennzeichen des unfallflüchtigen Wohnmobils der Polizei. Die sich in diesem Fall als humorloser Urlaubsschreck erwies.

Ebenfalls kurz darauf meldete sich der Besitzer des Wohnmobils. Er hatte über seine Überwachungssoftware eine Alarmmeldung erhalten und bekam auch fortlaufende Standortmeldungen. Das Fahrziel des Wohnmobildiebes lag offenkundig auf der anderen Elbseite. So konnte im Rahmen der Fahndung, an der acht Funkstreifenwagen beteiligt waren, auf der BAB 255, also hinter der Norderelbbrücke, das geklaute Wohnmobil gesichtet werden. Allerdings, der Fahrer träumte vielleicht von wunderbaren interessanten Wohnmobilferien, denn er hielt trotz Polizeisignale nicht an.

Seine Träume waren allerdings zu Ende, als mehrere Funkstreifenwagen an der Anschlussstelle Harburg, als er die Autobahn verlassen wollte, ihn stoppten. Der Fahrer, ein 33-jähriger Pole wurde nicht nur festgenommen. Danach wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Ob er einen Haftbefehl bekommt und in den Knast einfährt ist noch offen.

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