HafenCity: Jagdszenen aufm Rad: Junge Radlerin floh vor der Polizei

Fahrradfahrer auf dem JungfernstiegFahrradfahren in der City © ganz-hamburg.de

Nur weil eine 20-jährige Deutsche auf der falschen Radwegseite unterwegs war, kam es zum Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Was hatte die Frau verbergen?

Angriffshöhe Kontrollstelle Billhorner Brückenstraße / Zweibrückenstaße, im Zuge einer Großkontrolle forderten Hamburger Polizeibeamte eine
Fahrradfahrerin zum Anhalten auf, denn werte Dame war auf der falschen Radwegseite unterwegs. Doch selbige Dame dachte wohl gar nicht daran, trat kräftig in die Pedale und gab Fersengeld in Richtung Veddel.

In solchen Fällen nehmen Polizeibeamte gern die sportliche Herausforderungen an und ein Polizist schwang sich aufs Dienstrad. Allerdings, obwohl mehrmals die Flüchtende zum anhaltenaufgefordert wurde, dachte sie nicht ans Aufgeben.

Als der Polizist sie schließlich einholte und stoppen konnte, zeigte sich der Freiheitstrieb sehr stark, gar nicht ladylike versuchte die Radlerin sich loszureißen und leistet nicht nur verbalen Widerstand. Das Dienstrad (immerhin öffentliches Eigentum) wurde beschädigt und der Polizist erlitt leichte Verletzungen.

Aus einem simplen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, die vielleicht nur eine Ermahnung bedeutet hätte, wurde die Einleitung eines Strafverfahrens wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Wobei, kein Angst, tatsächlich wird, wenn das Verfahren überhaupt verhandelt wird, ein milder Richter*In feststellen, dass das alles nicht so schlimm war. Widerstand und Beleidigung von Polizisten, Feuerwehrleuten, Sanitätern sind in Deutschland an der Tagesordnung und werden von der Justiz zumeist als ‚Kavaliersdelikt‘ betrachtet. Nachvollziehbar, das Falschparken gefährdet wohl wesentlich mehr unser friedliches Zusammenleben.

Radfahrer-Großkontrollen

Hamburger Fahrradfahrer und -fahrerinnen, auch wenn es die Lobbyvereine wie der der ADFC nicht gern hören, haben nicht selten ein recht lockeres Verhältnis zur Straßenverkehrsordnung. Das Hamburg noch einen weiten Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt hat, ist kein Entschuldigung für verkehrsgefährdendes Verhalten. Denn, was ein richtiger urbaner Kampfradler*In ist, der brettert gern über Gehwege und fährt bei Rot über die Ampel, scheinbar besonders gern, wenn Fußgänger unterwegs sind.

Rotlicht-Missachtungfalsche RadwegseiteFahren auf’m GehwegMobilfon-Nutzungtechn. Mangel
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Quelle: Polizei Hamburg/HH: 200730-1. Großkontrolle der Hamburger Fahrradstaffeln

Gestern haben die die Hamburger Fahrradstaffeln mit 26 Beamten an ausgewählten Unfallschwerpunkten im Hamburger Stadtgebiet wie dem
Alsterglacis / Warburgstraße, Wandsbeker Marktstraße /
Schloßstraße, Billhorner Brückenstraße / Zweibrückenstraße Großkontrollen durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 181 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt, keine gute Bilanz.