Hamburger Hauptbahnhof – Bulgare war zu mitteilsam: Knast

Südsteig des Hamburger Hauptbahnhofes mit WeihnachtsbeleuchtungDer Südsteig des Hamburger Hauptbahnhofes mit Weihnachtsbeleuchtung @ Norbert Schmidt

In der Adventszeit besuchen viele Hamburger Weihnachtsmärkte und trinken dabei den anderen Glühwein. Sie mögen einfach die Weihnachtsstimmung. Auf dem Hamburger Hauptbahnhof geht es allerdings trotz stimmungsvoller Weihnachtsbeleuchtung bei weitem nicht so besinnlich zu, denn bekanntlich sind die Sitten etwas rustikaler.

So bepöbelte ein 40-jähriger angetrunkener Bulgare (0,74 Promille) aggressiv Reisende in der Wandelhalle. Selbst jemand, der kaum den Tatort, Einsatz Hafenkante oder Großstadtrevier oder andere Krimiserien schaut, weiß, das ist ein guter Weg um die Polizei, bekanntlich – ‘Dein Freund und Helfer’ – auf sich aufmerksam zu machen.

So geriet der Mann schnell ins Visier einer Streife der Bundespolizei, die ihn erst auf sein Fehlverhalten ansprach und dann die Personalien überprüfte. Bingo: Der Bulgare war zur Festnahme ausgeschrieben. Der Verurteilte (gewerbsmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln – § 30 BtMG) hatte noch eine Geldstrafe und Verfahrenskosten in der Höhe von 1.360 Euro zu zahlen. Bislang hat er sich erfolgreich als U-Boot betätigt und war untergetaucht. Vielleicht nachvollziehbar, mit knapp 1400 Euro kann man sich viel Freude im Leben verschaffen und eine Menge Weihnachtsgeschenke kaufen. Dazu kommt, die Deutsche Justiz in Form von verschiedenen Staatsanwaltschaften hat vier weitere Fahndungsnotierungen u.a. wegen Eigentumsdelikten ausgestellt.

Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel wird der 40-jährige Bulgare hinter schwedischen Gardinen feiern, denn dort hat er noch eine Ersatzfreiheitsstrafe von 58 Tagen zu verbüßen. Vom Hauptbahnhof ging es dann ab in den Knast.

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