Hamburger Hauptbahnhof: Für ein gefundenes Smartphone fast in den Knast gewandert!

Hamburger HauptbahnhofDer Hamburger Hauptbahnhof Foto: ganz-hamburg.de

Heute am Sonntagmorgen gegen halb zehn enterte ein 38-jähriger Pole das Bundespolizeirevier des Hamburger Hauptbahnhofes. Die Vorgeschichte, am Samstag hatte er auf dem Hauptbahnhof sein Smartphone verloren und am Sonntag hat er sich erkundigt ob es vielleicht als Fundsache abgegeben worden sei. Bingo, ein ehrlicher Finder hatte sich gemeldet.

Allerdings, eine Fundsache bekommt man nur ausgehändigt, wenn man sich ausweisen kann. Dabei haben die Bundespolizisten in diesem Fall allerdings auch einen Blick in Fahndungssystem geworfen. Ei der Daus! Und siehe da! Die Staatsanwaltschaft der Löwenstadt Braunschweig suchte nach dem Polen wegen Fahrens ohne Führerschein.

So stand der gute Mann vor der Wahl: 50-Tage Knast oder 1250 Euro als Ersatzfreiheitsstrafe zu zahlen. Soviel Geld hatte der Mann nicht dabei, aber ein Arbeitskollege half ihm mit den benötigten Euronen aus. So verlies der Mann mit seinem Smartphone bestens ausgestattet das Polizeirevier. Eine Win-Win Lösung, denn der Staat freut sich wieder über Geldeinnahmen. Echtes Geld kann er gut gebrauchen, wollen doch die aufgeblähten Parlamente und üppigen Politiker -Pensionen pünktlich bezahlt werden. Der polnische Mitbürger ersparte sich die Aussicht durch schwedische Gardinen. Was lernen wir aus dem Fall. Hätte der Pole statt eines Autos ein Lastenrad gefahren, hätte er keinen Führerschein gebraucht. So hätte er viel Geld gespart und sein CO²-Fußabdruck wäre kleiner. Darüber hätten sich Hamburgs oberster Radfahrer, unser hochwohllöblicher Verkehrssenator Jens Kerstan (Grüne), zusammen mit dem Hamburger ADFC vielleicht auch sehr gefreut. Denn beide finden, man sollte Autofahrern das Leben möglichst schwer machen.

Allerdings, dass es ein staatlich gefördertes Pilotprojekt für Bankräuber, die nur noch Fahrräder als umweltfreundliches und emissionsarmes Fluchtfahrzeug mit guter CO²-Bilanz nutzen, gibt, ist eine pures Hirngespenst der Opposition oder anderer ewig gestriger Menschen.

Quelle: OTS Bundespolizeiinspektion Hamburg presseportal.de/blaulicht/pm/70254/5042434

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