In München gesucht – In Hamburg dingfest gemacht und fast in den Knast eingefahren

Eingang zu einem Polizeirevier der Bundespolizei, massive TürEingang zum Bundespolizeirevier im Hamburger Hauptbahnhof © Norbert Schmidt

Es kommt immer wieder vor. Die Wandelhalle des Hamburger Hauptbahnhofs lädt zur Vermögensumverteilung ein. Auch wenn nicht wenige Linke- und Grüne-Politiker Umverteilungsfantasien haben, Diebstahl ist immer noch nach §242 StGB ein Straftatbestand. Dabei, Ladendiebe können, im Gegensatz zu Steuerstraftätern, zumeist mit milden Urteilen rechnen. Gestern, am 08.08.2022 gegen 15.15 Uhr, nahmen Bundespolizisten eine 46-jährige Frau, die bei einem Ladendiebstahl in einem Modeschmuckgeschäft von einem aufmerksamen Ladendetektiv ‘erwischt’ wurde, vorläufig fest.

Die angeforderte Bundespolizei überprüfte die Personalien der Dame, die Vermögensumverteilung vielleicht etwas zu wörtlich genommen hat. Bingo: Die polizeilich bereits bekannte Frau aus
Nürnberg hatte Armbänder, Ohrringe und eine Haarspange im Wert von rund 100
Euro entwendet. Außerdem ergab sich, dass gegen die Frau ein Haftbefehl der Staatsanwalt München bestand. .Seit Juli 2021 wurde die Verurteilte mit einem Haftbefehl wegen Diebstahlsdelikten gesucht. Denn sie hatte eine geforderte Geldstrafe in Höhe von 2.480Euro nicht gezahlt. Jetzt stand eine Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen an. Bei der weiteren Durchsuchung der Dame auf dem Bundespolizeirevier wurden noch zwei geklaute Lippenstifte im Wert von 28 Euro sichergestellt.

Eine Freundin kam der Frau zu Hilfe und zahlte das geforderte Geld. So blieben ihr 75 Tage Knast und gesiebte Luft erspart. Anscheinlich war das Ganze wohl etwas aufregend für die Dame. Sie klagte über gesundheitliche Probleme und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg OTS – presseportal.de/blaulicht/pm/70254/5292782

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