Keine gute Idee, sich hinterm Busch verstecken

Polizeihund mit MaulkorbPolizeihund Symbolfoto Bild von Wolfgang van de Rydt auf Pixabay

Büsche als Versteck vor der Polizei sind nicht ideal, das musste ein Einbrecher in Hamburg Hamm feststellen.

Dank eines aufmerksamen Nachbarn wurde wenigstens einer der drei Täter gefasst, die in eine Wohnung am Von-Heß-Weg in Hamburg-Hamm eingestiegen waren. Bei der Fahndung setzte die Polizei vor allem auf die gute Nase von Polizeihündin „Flora“, die einen der Täter stellte und aufhielt, bis die Polizisten ihm Handschellen anlegen konnte. Dieser hatte sich nahe des Tatorts hinter einem Busch, innerhalb einer Grundstückseinfahrt, versteckt.

Mehr Achtsamkeit, dank toller Kampagne

Einbrüchen möchte man mehr Einhalt gebieten, weswegen die Polizei-Kampagne „In Hamburg schaut man hin“ ins Leben gerufen wurde. Mit ihr möchte man die Bürger im Allgemeinen dazu ermutigen, genauer hinzusehen und etwas mehr darauf zu achten, was innerhalb der Nachbarschaft passiert. Im Falle des kleinsten Verdachts sollen sie dann einen Notruf absetzen.

Dass das Konzept funktioniert, zeigt auch der angesprochene Fall. Der 47-jährige Bewohner sah die Fremden in der Nähe eines Wohnhauses am Von-Heß-Weg. Für ihn war dies ungewöhnlich, da er von der Abwesenheit der Bewohnerin wusste. Er ging daraufhin in die Offensive und sprach die drei Männer, die gerade die besagte Wohnung verlassen hatten, direkt an. Daraufhin flüchteten diese in unterschiedliche Richtungen. 

Zwar folgte der Bewohner ihnen noch ein kurzes Stück, verständigte aber dann schließlich die Polizei, die mit mehreren Streifenwagen anrückte, sowie der Polizeihündin „Flora“, die sich umgehend auf die Suche nach den Tätern machte.

Sie erschnüffelte binnen kurzer Zeit dank ihrer guten Nase einen der Täter, der sich nicht weit entfernt in einer Grundstückseinfahrt, hinter einer Hecke, versteckt hatte. Sie hielt ihn in Schach, bis die Beamten ihm Handschellen anlegen und ihn sicherstellen konnten. Bei ihm fand man übrigens auch etwas Diebesgut: Etwas Schmuck, das der Täter offensichtlich aus dem Haus entwendet hatte.

Wie sich später herausstellte, hatte das Trio die Tür der Wohnung gewaltsam aufgehebelt und sämtliche Räume durchsucht, während die Bewohnerin nicht zu Hause war. Bei dem gefassten Täter handelt es sich um einen 40-jährigen Kroaten. Seine Komplizen sind leider nach wie vor flüchtig.

Sicherheitsvorkehrungen sind nach wie vor Mangelware

Dieser Fall zeigt leider auch, dass es noch immer viel zu viele Häuser und Wohnungen gibt, die nicht fachgerecht, mittels Sicherheitsanlage, abgesichert werden. Dabei muss es sich jedoch nicht immer zwingend um eine allumfassende Alarmanlage handeln. „Schon das Vorhandensein einer Überwachungskamera hätte so manchen Einbrecher verschreckt, so dass er sein Vorhaben abgebrochen hätte.“, bestätigt auch Paul Koch von Sichermeister.

Solche Anlagen sind relativ leicht einzubauen, dafür bieten sie dem Besitzer oder Bewohner mehr Sicherheit. Einige Überwachungskameras erlauben sogar die direkte Überwachung mittels Smartphone, indem sich der Besitzer einfach „einschaltet“. Zusammen mit der passenden Gegensprechanlage kann er die Verdächtigen sogar umgehend ansprechen, so dass diese den Eindruck bekommen, es sei doch jemand zu Hause.

Außerdem gibt es allerhand praktische Tipps, die auch ohne Sicherheitsanlage durchzuführen sind. Mit dazu gehört, jedes Mal sämtliche Fenster zu schließen und Türen richtig abzusperren, auch wenn man gerade um die Ecke zum Supermarkt geht.

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