Litauer lagerte am Hauptbahnhof – jetzt wohnt er erstmal im Knast

Bundespolizei geht auf dem Hamburger Hauptbahnhof Streif und steigt eine Treppe hinabSymbolfoto: Streife der Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnof (c) Bundespolizei

Es geschah in einer nasskalten Januarnacht in Hamburg. Heute morgen, kurz nach Mitternacht am Hamburger Hauptbahnhof gegen 00:30 Uhr fiel einer Präsenzstreife der Bundespolizei im Bereich des Ausgangs Glockengießerwall ein Mann auf, der sich augenscheinlich in hilfloser Lage auf dem Boden liegend befand.

Allerdings, es stellte sich heraus, dass der 34-jährige Litauer sich wohl bester Gesundheit
erfreute, was man durchaus als positives Zeichen werten sollten. Bei der Überprüfung der Personalien leuchtete ein Bingo auf: Gegen den Mann wurde mit zwei Haftbefehlen gefahndet. Scheinbar war der Litauer, in dem Land in dem wir gut und gern leben, ziemlich herumgekommen und hat von der Deutschen Aufenthaltsqualität profitiert.

So suchte die Staatsanwaltschaft Hannover mittels eines Vollstreckungshaftbefehl nach Diebstahl nach ihm. Die Ingolstädter Stadtanwaltschaft hatte einen Haftbefehl wegen Erschleichens von Leistungen ausgestellt. Dazu kam noch eine Fahndungsnotierung zur Ermittlung des Aufenthaltsortes des Amtsgerichts Karlsruhe wegen Erschleichens von Leistungen.

Nach seiner Verhaftung konnte er nicht haftbefreienden Beträge in Höhe von 550 Euro und 750 Euro aufbringen. Deshalb ging es ab für die nächsten 105 Tage in den U-Haft Knast. Dort wird er eine Ersatzfreiheitsstraft hinter gesiebter Luft absitzen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg OTS – presseportal.de/blaulicht/pm/70254/5131733

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