Mann sabotiert den S-Bahn Verkehr auf dem Hamburger Hauptbahnhof

Bundespolizei geht auf dem Hamburger Hauptbahnhof Streif und steigt eine Treppe hinabSymbolfoto: Streife der Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnof (c) Bundespolizei

Grün-Links und viele NGOs fordern, dass wir vom Auto auf die Bahn oder das Fahrrad umsteigen. Richtig, denn der Öffentliche Nahverkehr ist wesentlich umweltfreundlicher, obwohl er seine Tücken hat. Wer gestern gegen Mitternacht, diesen Forderungen am Hauptbahnhof folgte, der hat Pech gehabt und die Risiken und Nebenwirkungen von Öffentlichen Verkehrsmitteln kennengelernt. Gegen 23:40 Uhr verhindert ein stark betrunkener Mann, dass die abfahrbereite S21 den Hamburger Hauptbahnhof verließ.

Er torkelte im Eingangsbereich der Bahn umher und die Türen konnten nicht schließen. Das war nicht alles, dann begab er sich zurück auf den Bahnsteig, stützte sich an die S-Bahn und drohte in den Spalt zwischen Zug und Bahnsteigkante abzugleiten. So blockierte der Zug die Strecke.

Die Bundespolizei griff ein und entfernte den 33-jährigen Mann aus dem Gefahrenbereich und lud ihn zu einem Ausflugs zum Bundespolizeirevier ein. Sein Atemalkoholtest war mit 3,89 Promille nicht von schlechten Eltern. In der Ausnüchterungszelle wurde ihm Gelegenheit gegeben, sich auszunüchtern. Danach hat er das Revier wieder verlassen. Auf ihn wartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und eine Geldbuße auf Basis von §122 OWIG (Vollrausch). Allerdings, ob das eine gewisse „Erzieherische Wirkung“ bzw. Strafe darstellt, lässt der Chronist einmal bewusst offen. Die Frage ist doch vielmehr, wieso stehen unsere Bahnhöfe offen für Menschen, die nicht mehr Herr ihrer Sinne sind.

Was zählt mehr, die Bedürfnisse normaler Fahrgäste oder die Befindlichkeiten von Menschen die im Vollrausch sind? Erhöhen solche Vorkommnisse die Akzeptanz des Öffentlichen Nahverkehrs?

Quelle: ots presseportal.de/blaulicht/pm/70254/4837233