Pakistaner war es zu Hause zu langweilig, da designte er flugs Metronom-Waggons um

Waggon eines MetronomzugesSymbolbild: Der Metronom - Nahverkehr von Hamburg nach Niedersachsen und Bremen Foto: ganz-hamburg.de

37-jähriger Mann betätigte sich leider erfolgreich als Vandale in einem Metronom-Zug. Jetzt hat er zwei Strafverfahren mehr am Hals.

Heute, kurz nach Mitternacht gegen 00:20 Uhr, wurde auf dem Harburger Bahnhof ein 37-jähriger Pakistaner dingfest gemacht. Die häusliche Situation und die Reise im Metronom von Winsen nach Harburg hat ihn wohl gelangweilt. Irgendwie fand er, das Interior von sechs Waggons könnte ein ‚Upgrading‘ in Form von zerkratzen Schaltkästen, Fenster- und Türscheiben gut gebrauchen. Besonders perfide, der ‚Vandale‘ verzierte auch die Waggons mit Hakenkreuzen. Aus sehr gutem Grund ist dieses Symbol verboten und kein Mensch der halbwegs bei Verstand ist, möchte diese Zeichen sehen.

Dumm nur, dass der Pakistaner dabei von einem Zugbegleiter beobachtet wurde. Er sorgte dafür, dass der 37-jährige polizeibekannte Mann von einem Empfangskomitee der Bundespolizei in Harburg erwartet wurde. Der Mann, der immerhin als Gast in unserem Land weilt, äußerte sich zum Tatvorwurf wie folgt: „Er würde sich zu Hause langweilen…“.

Der Sachschaden soll erheblich sein. Vielleicht wird es dem Mann ja zukünftig nicht ganz so langweilig zu Hause. Denn er hat jetzt entsprechende Strafverfahren (Verdacht auf Sachbeschädigung [§303 StGB] sowie Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen [§86a STGB]) am Hals. Das Tatmittel (Feuerzeug) wurde sichergestellt. Die Verstöße können mit bis zu drei Jahren Knast geahndet werden. Wobei, wann und wie das einmal vor Gericht verhandelt wird, ist noch total unklar. Auch, ob eine Strafe jemals rechtskräftig werden wird.

Eine anschließende Frage ist, wie taucht dieser Fall in der Kriminalstatistik auf. Werden solche Sachbeschädigungen ‚Rechts‘ eingeordnet?

Quelle: ots/presseportal.de/blaulicht/pm/70254/4859196