Skandinavische Künstler in Hamburg von der Polizei verhaftet

Polizei Hamburg - StreifenwagenPolizei Hamburg © ganz-hamburg.de

Dumm gelaufen Spraydosen haben geklackert, zwei Graffiti-Skandinavier fliegen auf!

Viele Hamburger denken, Schweden und Norwegen sind eine idyllische Bullerbü- und Pippi Langsstrumpf-Welt mit lauter netten Menschen. Wahrscheinlich denken sie auch, die Möbel des blau-gelben Möbler-Konzerns kommen direkt von unseren nordischen Nachbar und nicht aus Billiglohnländern in Südostasien. Nichtsdestotrotz Skandinavier stellen eine große Gruppe unter den ausländischen Hamburg-Touristen. Allein schon die niedrigen Gastronomie- und Barpreise machen einen City-Trip nach Hamburg zum Erlebnis.

Zwei Skandinavier wollten Hamburg ein Geschenk machen

Ein 24-jähriger Norweger und ein 25-jähriger Schwede haben augenscheinlich auch unsere Stadt gern besucht und schienen sich hier sehr wohl zu fühlen. Das ist schön, darüber freuen sich bestimmt nicht nur Touristiker.

Allerdings wollten die beiden Graffiti-Wikinger sich in Hansestadt künstlerisch verwirklichen und den Fahrgästen der Hamburger Hochbahn ein Geschenk hinterlassen. Das ist ein Fortschritt, denn zu Wikingerzeiten pflegten die Nordmänner auch schon den Brauch der regelmäßigen Hamburgbesuche. Allerdings, ging es damals rustikaler zu, denn die ganz bestimmt nett gemeinten Plünderungen, Totschläge und die #meetoo-Attacken in Hamburger-Frauenschaft, waren bei den Stadtbewohnern nicht sonderlich populär.

Als Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn am Montag, den 01.20.2018 um die 0o.10 Uhr, im Rahmen eines Kontrollgangs in der U-Bahn Abstellanlage Berliner Tor verdächtiges „Klackern“ hörten, konnten sie die beiden, sich offensichtlich künstlerisch auslebenden Graffiti-Wikinger stellen und sie vorläufig, bis die Hamburger Polizei eintraf, festhalten.

Das skandinavische Graffitti-Duo hatte ganze Arbeit geleistet und zwei Waggons auf einer Gesamtfläche von 110 qm besprüht. Die beiden Tatverdächtigen hatten noch frische Farbspuren an der Hand. Am Tatort wurde diverse Spraydosen sichergestellt. In solchen Fällen reagiert die Hamburger Hochbahn, übrigens im Besitz des Staates und somit Volksvermögen, zurecht ziemlich humorlos. 

Beamte des Polizeikommissariats 11 haben den 24-jährigen Norweger und einen 25-jährigen Schweden wegen des Verdachts der Sachbeschädigung an Hochbahn-Waggons vorläufig festgenommen. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung landeten die beiden Graffiti-Künstler beim Haftrichter zu einem freundliche Plausch. Der Schaden, wenn er nicht privat beglichen wird, beträgt nach Polizeiangaben ca. 15.000 Euro. 

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