St. Patrick’s Day: Hamburg trägt grün

St. Patrick's DaySt. Patrick's Day: Hamburg trägt grün Foto: ganz-hamburg.de

Weitläufige Wiesen und das Kleeblatt als Nationalsymbol haben Irland den Spitznamen „die grüne Insel“ beschert. Da ist es selbst für Hamburger gute Sitte, sich jedes Jahr am 17. März zum St. Patrick’s Day ein grünes Outfit zu verpassen. Denn auch in der Hansestadt Hamburg wird der Tag zu Ehren des irischen Nationalheiligen standesgemäß zelebriert. Das Epizentrum der Feierlichkeiten in Hamburg ist dabei der Pub „Finnegan’s Wake „ an der Börsenbrücke in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus.

Die grüne Party beginnt diese Jahr pünktlich um 18 Uhr. Hinter der Schwingtür ist die Luft stickig, Männer und Frauen mit grün-schwarzen Hüten  auf den Köpfen, Biergläsern in der Hand, bekleidet mit grünen Accessoires blicken gebannt auf eine große Leinwand. Dort steigt als Einheizer der St.-Patrick’s-Day-Party das Rugbyspiel England gegen Irland im Rahmen der „Six Nations“, der innoffiziellen Rugby-Europameisterschaft. Ein Partyauftakt wie geschaffen für den Feiermarathon – birgt die Partie der Männer von der grünen Insel gegen die Jungs mit der Rose auf dem Trikot sportliche Brisanz. Schon während der achtzig Spielminuten laufen unzählige Pints Guinness die durstigen Kehlen hinab. Und mittendrin in der Feiermeute sind die Hansestadt Hamburg Hash House Harriers, die mit ihren Freunden aus aller Welt den St. Patrick’s Day in Hamburg feiern. „Mitglieder aus Sri Lanka, den USA, Hannover und Baden-Baden sind heute wegen des St. Parick’s Days nach Hamburg gekommen“, sagt Danny bevor mit seinen Lauffreunden auf das Wiedersehen anstößt. Anna aus El Salvador präsentiert dabei ihr grünes Irland-Bekenner-T-Shirt zu Ehren des Heilgen Patrick, der als Missionar im 5. Jahrhundert auf der Insel tätig war.

Der größte Wunsch der Irlandfans: Die Alster soll grün gefärbt werden

In der Halbzeitpause trinken Marvin und Halit ihr Guinness auf dem Gehweg vor dem Irish Pub. „Wir feiern mit unserem Freund aus Chicago den St. Patrick’s Day. Es wäre genial, wenn die Alster ebnso so grün eingefärbt werden würde wie der Chicago River“ sagt Marvin. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Denn eine Initiative, die eine Parade zu Ehren des heiligen Patrick abhalten wollte, stieß bei den Stadtoberen auf taube Ohren. Die Münchener sind in diesem Punkt den Hamburgern einen Schritt voraus: Dort stieg eine St.-Patrick’s-Day-Parade. In Hamburg feiern die Partywütigen dagegen ausschließlich in den Irish Pubs der Stadt. Für Isa, Sandra und Carolin ein Vorgeschmack auf das kommende Jahr: das Trio fährt dann am St. Patrick’s Day nach Dublin.

Für Irlandliebhaber Jens ist der irische Feiertag ein Muss. Sein größter Traum. „Ich will mit dem Motorrad eine Rundreise über die grüne Insel machen. Dabei will ich mir die Freiheit nehmen, in so viele Pubs wie möglich einzukehren, um Land und Leute richtig kennen zu lernen.“ Doch heute trifft sich die irische Fangemeinde noch in Hamburg, um gemeinsam den St. Patrick’s Day in der Hansestadt zu feiern.

Matthias Hase

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