Startschuss für Aktion „100 Tage gegen Rassismus“

Projektbeschreibung Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums (EWG)Das Projekt: 100 Tage gegen Rassismus des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums (c) EWG

Schüler und Schülerinnen des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums in Eimsbüttel sensibilisieren mit digitalem Kunstprojekt für eine gerechtere Gesellschaft.

Gemeinsam gegen Rassismus: So lautet die Intention der  Schüler*innen der 7. und 12. Klasse sowie der Lehrenden des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums (EWG). In Zusammenarbeit mit einem kreativen Team, darunter die Initiatorin und freischaffende Künstlerin Anne Pretzsch, die Initiative We A.R.E. e.V. zur frühkindlichen antirassistischen Erziehung und Bildung sowie der Hamburger Co-Creation Space eeden, lenken sie mit den Mitteln der Kunst den Blick auf ein Problem der gesamten Gesellschaft: Rassismus. „100 Tage gegen Rassismus“ wird dabei vom Projektfonds Kultur und Schule gefördert.

„Kunst erzeugt Aufmerksamkeit und fördert den Dialog. Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf performativen Ausdrucksformen, jedoch lässt die Aktion ausreichend Raum und Freiheiten für weitere Kunstformate wie Bildende Kunst, Fotografie oder Schreiben“,

erläutert Anne Pretzsch das Konzept.

Phase Eins:

Gemeinsam mit Tina Weggler, Theaterlehrerin am EWG, verantwortet sie die Projektdurchführung. Eingeteilt ist das Kunstprojekt in drei Phasen. Die erste hat gerade begonnen und stößt auf rege Anteilnahme und viel Zuspruch von Seiten der Schüler*innen.

„Ich weiß jetzt, wie ich mich in Situationen mit Rassismus verhalte, was ich sagen kann, ohne mein Gegenüber zu verletzen und wie ich Diskriminierung erkennen kann“,

berichtet Kaja aus der Klasse 7e über ihre Workshop Erfahrung.

Workshops und antirassistische Bildung für Schüler Lehrer unter Leitung von We A.R.E. e.V. machen die erste Phase der Kunstaktion aus. Sie regen zur Diskussion an, liefern wertvollen Input und bilden die Grundlage für die weiteren Phasen.

„Ich finde es gut, dass wir alles so schön und gut erklärt bekommen haben. Außerdem finde ich es hilfreich, dass ein paar von Rassismus und Diskriminierung betroffene Personen erklärt haben, was daran so schlimm und wie es für diejenigen eigentlich ist. Ich finde dieses Projekt toll! Aber es wäre besser, wenn wir es nicht nötig hätten“,

erzählt Sarah, ebenfalls 7e.

Phase Zwei:

Die produktive Phase des Kunstprojektes konzentriert sich ganz auf die Umsetzung und damit auf die künstlerische Auseinandersetzung und Interpretation des bisher Gelernten. Als Impulsgeber dienen künstlerische Sprechstunden mit Anne Pretzsch, die den Fokus auf Performance-Art legt. Die Schüler*innen können jedoch selbstbestimmt Medium und künstlerische Ausdrucksform wählen, um ihre individuelle Botschaft gegen Rassismus zu transportieren. Am Ende entstehen 100 Aktionen gegen Rassismus

Phase Drei

In dieser Phase 3 werden dann die Aktionen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ab dem 1. Januar 2022 wird auf der digitalen Plattform www.100-tage-gegen-rassismus.de, entwickelt und gestaltet von Timo Rychert und Paul Rutrecht, über einen Zeitraum von 100 Tagen täglich eine Aktion hochgeladen und präsentiert.

„Jede einzelne von uns ist das beste Mittel gegen Rassismus und gemeinsam können wir viel bewirken“, findet Tina Weggler, Lehrerin am EWG

Zudem haben Schüler*innen im vergangenen Schuljahr eine AG gegründet, ebenfalls mit dem Ziel, auf Diskriminierung und Rassismus aufmerksam zu machen. „Auch diese AG nimmt an einem Workshop von We A.R.E. e.V. teil. Je mehr dabei sind, umso mehr können wir erreichen und gemeinsam eine breite Schulgemeinschaft ansprechen und aufklären“, ergänzt Tina Weggler.

Nach Abschluss der 100 Tage wird die digitale Plattform zum Open Space mit dem Ziel, dass das Projekt von vielen Akteur*innen weitergelebt wird.

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