Teueres WG-Leben für Hamburg Studenten

Das Chart zeigt durchschnittliche WG-Mieten in deutschen StädtenWG Mieten im Vergleich Quelle: Statista

Die Hamburger WG-Mieten gehören mit zu den höchsten in Deutschland.

In den 1950er und 1960er Jahren wohnten Studenten zumeist möbliert und hatten Vermieterinnen, die gern auch ihr Privatleben (kein Damenbesuch nach 20:00 Uhr!) sittenstreng überwachten. Zum Ausgleich durften sie inmitten von abgewohnten Möbeln leben und auch die Küchen- und Badbenutzung war reglementiert.

Jetzt gehören Wohngemeinschaften bei vielen Studenten zu den Favoriten. In Hamburg möglichst in den Szenestadtteilen Altona, Ottensen, Eimsbüttel, Schanze, St. Georg, St. Pauli oder Karoviertel. Für ein WG-Zimmer werden schnell im Schnitt 500 Euro fällig. Für Vermieter (die nicht selten den Hauptmietvertrag haben) ein einträgliches Geschäft, denn so lässt sich schnell das drei- bis fünffache aus einer Wohnung als Miete herausholen. Besonders dann, wenn man an ausländische Studenten, die keine Ahnung von Deutschland und dem Mietrecht haben, vermieten. Die relativ hohe Fluktuation ermöglichen auch diskrete Mieterhöhungen. Dazu kommt, einen Mietspiegel gibt es de facto nicht. Die Nachfrage ist hoch und übertrifft bei weitem das Angebot. Getoppt wird Hamburg nur noch von München. Aber, das ist nur ein schwacher Trost.

Allerdings die hohen Mieten machen es nicht gerade einfach in einer WG in einem Szeneviertel zu wohnen. Das zeigt eine Statista-Grafik. Sie wurde auf Basis von Daten des Wohnungsmarktanalysten Empirica erstellt. Die Warmmieten für ein unmöblierten WG-Zimmers (zwischen 10 m² und 30 m²) liegen in Hamburg locker bei 500 Euro. Möblierte WGs sind sogar noch teurer. Dazu kommt, die Energiepreis-Explosion, für die die Merkel-CDU hauptverantwortlich ist, wird sich im nächsten Jahr bemerkbar machen und die Mieten weiter treiben.

Für viele Studenten in Hamburg heißt das, entweder länger bei den Eltern wohnen oder von außerhalb in die Hansestadt einpendeln. Das der Trend sind dreht ist eher unwahrscheinlich. Das Hamburger Studierendenwerk führt lange Wartelisten und private Anbieter sind auch nicht billig.

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