Ukraine-Hilfe: MenscHHamburg WG gibt Geflüchteten eine zweite Heimat in Hamburg

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Spenden und Buttons finanzieren Hamburgs derzeit wohl außergewöhnlichstes Wohnprojekt.

In Hamburg entsteht derzeit die wohl integrativste WG Hamburgs: Für rund 20 Ukrainer organisiert der Verein Mensch Hamburg eine zweite Heimat auf Zeit. Die Idee: Die Menschen, die vor Putin verbrecherischer skrupellos brutaler Soldateska fliehen mussten, wohnen zusammen und werden von den Mitgliedern und Freundinnen des Vereins durch ihren neuen Hamburger Alltag begleitet. Das Wohnprojekt wird durch Spenden und den Verkauf der #MoinMoinRefugees-Buttons finanziert.

„Wir wollen Hamburg von der schönsten Seite zeigen, Wir haben alle ein großes Netzwerk an Kontakten und Möglichkeiten. Dieses nutzen wir, um den Geflüchteten das Leben hier zu erleichtern und sie schnell in das Leben in der Hansestadt zu integrieren. Dabei bleibt es nicht bei den üblichen Hilfestellungen wie bei Behördengängen oder der Jobsuche. Wir machen mit unseren Gästen Spieleabende, Restaurants laden uns zum Essen ein. Wir fiebern gemeinsam am Millerntor beim FC St Pauli mit, oder machen zusammen eine Barkassenfahrt. Unsere Netzwerkpartner sind spendabel, und das hilft uns natürlich“,

so der Vereinsvorsitzender Lars Meier gegenüber ganz-hamburg.de

Anpacken, zupacken und schnelle Hilfe

Der gut vernetzte Lars Meier hat schon so einiges erreicht. So wurden dem Verein sieben Wohnungen mietfrei (!) zur Verfügung gestellt. Zack Bumm wurde diese in den letzten zwei Wochen wohnlich gemacht und von der gefüllten Geschirrschublade bis zum Fernsehereingerichtet.

„Wir wollen den Leuten helfen, die traumatischen Wochen und den Verlust der Heimat möglichst gut zu verarbeiten. Dafür bekommen wir aus unserem Netzwerk auch psychologische Hilfe. Es gibt keinen Ersatz für eine Heimat. Aber Hamburg kann für unsere Gäste ein zweites zu Hause werden. Wir garantieren als Verein den Gästen für mindestens ein Jahr unsere Fürsorge und eine Wohnung.“,

Janette Hoschke, Vereinsvorstand

MenscHHamburg ist ein Verein der unkonventionell anpacken und etwas bewegen kann. Ruck zuck wurden seit März 12.000 Buttons mit dem Gruß #MoinMoinRefugees, die für einen Euro erhältlich sind, verkauft. Dazu kamen direkte Spenden. Das hat den Start möglich gemacht, aber für die Fortsetzung braucht es noch weitere Spenden. Denn, der Verein will die Kriegsflüchtlinge in das Hamburger Leben und das Vereinsleben integrieren.

Die einjährige Reise durch Hamburg wird der Verein dezent auf Instagram (@MenscHHamburgWG) dokumentieren.

„Niemand soll vorgeführt werden, aber wir wollen Hamburg an den Problemen und Nöten unserer Gäste auch teilhaben lassen. Auch, wenn schöne Dinge passieren, weil uns zum Beispiel ein Theater in eine Vorführung einlädt.“,

betont Janette Hoschke.

So kann man das Wohnprojekt für Ukraine-Flüchtlinge unterstützen

Die MenscHHamburg WG kann durch Spenden an den Verein sowie weiterhin durch den Kauf der #MoinMoinRefugees-Buttons unterstützt werden. Firmen erhalten gegen eine Spende von 100 Euro an 50 Buttons. Die Firmenspende erfolgt per PayPal an info@menschhamburg.de unter Angabe der gewünschten Versandadresse. Einzelne Buttons gibt es im Büro von MenscHHamburg in der Susannenstraße 26 für jeweils einen Euro zu kaufen (Mo.-Do.: 11-18 Uhr, Fr.: 11-16 Uhr).

Weitere Informationen hier: www.mensch.hamburg

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