Umtopfen im Kopf – mehr Lebensraum in Hamburg für Bienen, Hummeln & Co.

Die Initiative Umtopfen im Kopf von REWEUmtopfen im Kopf - mehr Lebensraum in Hamburg für Bienen, Hummeln & Co. Foto: REWE

Ein Umweltworkshop bei REWE in Zusammenarbeit mit dem NABU zeigt mit welchen einfachen Mitteln man etwas verbessern kann

Ohne Bienen, Hummeln und andere Insekten wären viele Supermarktregale und Stände auf dem Wochenmarkt ziemlich leer. Denn, eine gute Ernte beginnt stets mit der fleißigen Arbeit des Bestäubens, denn so gut wie jeder Futterpflanze, Obst- oder Gemüseart  muss befruchtet werden. Ob es Haus-, Wildbienen oder andere Insekten sind nicht so bedeutend.

Doch Insekten sind bedroht, Monokulturen, Maisanbau für die Treibstoffgewinnung und das Verschwinden von Wildwiesen und Feldhainen machen ihnen das Leben schwer und verkleinern ihren Lebensraum. Von den 560 Arten in Deutschland ist mehr als die Hälfte vom Aussterben bedroht bzw. schon ausgestorben. Das ist die schlechte Nachricht. Die guten Nachricht gab es beim REWE Workshop In Hamburg. Mit einfachen und preiswerten Mitteln kann man Bienen eine neue Heimat geben.

Koniferen, Kirschlorbeer & Co – NEIN DANKE

Überprüfen Sie Ihren Garten. Koniferen sind schön grün, aber sonst eine Ökowüste, außerdem tragen Sie zur Bodenversauerung bei. Wenn Sie keine Bienen und andere bestäubende Insekten mögen, dann liegen sie mit Kirschlorbeer, Rhododendron, Bambus oder Sommerflieder richtig. Nur damit erhöhen Sie den Druck auf bedrohte Arten. Tipp: Ersetzen sie diese Bäume und Sträucher durch ein heimisches und Bienen-Nährgehölz. Eine gute Fachgärtnerei berät sie gern. Der Nebeneffekt, die heimischen Bäusche und Sträucher liefern Früchte die eine sehr gute Vogelnahrung sind.

Der schöne Schein trügt

Hochgezüchtete Hybridplanzen mit ihren großen farbenfrohen Blüten sehen schön aus. Aber, sie sind zumeist ausgesprochen nektararm. Das macht sie faktisch wertlos für Hummeln und Bienen. Deshalb sollten Sie die Stauden und Pflanzen austauschen. In den Gärtnereien finden sie heute viele sehr bienenfreundliche Züchtungen und die sind genauso schön. Bestimmt findet sich eine Ecke im Garten, in denen Wildblumen ausgesät werden können.

Die grüne Wüste und mehr

Grüner sorgsam gepflegter Parkrasen sieht schön aus, ist faktisch eine Ökowüste wie sie im Bilderbuch steht, Grün und ohne Leben. Lassen Sie „Unkraut“ im Rasen zu. Auch wenn Wiesenkräuter häufig unscheinbar blühen, sie sind oft wahre Nektarbomben.

Insektenhotel

Insektenhotel an einem Gartenhaus in Hamburg Foto: ganz-hamburg.de

Totes Holz ist gutes Holz für Insekten. Ein Totholzhaufen ist eine wahres Öko-Paradies. Deshalb sollte der Garten nie „klinisch“ rein wirken. Oder kaufen oder bauen Sie ein Insektenhotel. Das ist einfacher als man denkt und schnell stellen sich kleine Gäste ein.

Auch auf Hamburger Balkonen geht noch etwas

Viele Hamburg leben in Etagenhäusern. Selbst auf ihren Balkonen können Sie einen Beitrag leisten und auch hier im Topf Umtopfen. Heimischen Kletterpflanzen wie Clematis, Kletterrosen oder Waldgeißblatt schaffen nicht nur eine lauschige Ecke auf dem Balkon. Für die Biene & Co. ist es ein wichtiges Nahrungsangebot mehr. Als Topfpflanzen bieten sich natürlich auch bienenfreundliche Züchtungen an.

Pro Planet Logo

Pro Planet Logo

REWE selbst versucht ebenfalls einen Beitrag zu leisten und engagiert sich mit fachlicher Unterstützung des NABUs, im Rahmen des PRO PLANET-Projekts für die Erhaltung der Artenvielfalt. Zusammen mit den regionalen Produzenten werden umfangreiche Artenschutzmaßnahmen umgesetzt, bei denen der langfristige Gewinn für die Natur im Vordergrund steht. Wenn Sie im REWE Markt Waren mit dem PRO PLANET-Label mit dem Hinweis „Artenvielfalt schützend“ sehen, dann tragen Sie mit dem Kauf der so gekennzeichneten Produkte bei, das Lebensräume erhalten werden.

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