Die große Flut in Hamburg – 50. Jahrestag der Katastrophe

Überflutungen in MoorburgFlutschäden in Moorburg © Museum für Hamburgische Geschichte

50 Jahre ist es her, dass Hamburg eine der größten Katastrophen heimsuchte. Die Sturmflut von 1962 hinterließ eine Schneise der Verwüstung und Verzweiflung in der Hansestadt. Viele Hamburger ertranken in den eisigen Fluten der Elbe. Zum traurigen Jahrestag, wird es vom 24. 2. 2012 – 2.9.2012 eine Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte geben, in dem die Bilder und Eindrücke der mächtigen Naturgewalt hautnah gezeigt werden.

Öffnungszeiten:

Dienstag – Samstag: 10.00 – 17.00 Uhr
Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr

Zudem wird es vom16.2. – 4.3. 2012 im Hamburger Rathaus eine Sonderausstellung:
Die Große Flut – Katastrophe, Herausforderung, Perspektiven
 geben.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 7.00 – 19.00 Uhr
Samstag: 10.00 – 18.00 Uhr
Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr

Zudem erscheint ein Begleitbuchuch über die Katastrophe, der Landeszentrale für politische Bildung. Es kostet drei Euro und ist demnächst bei den Ausstellungen erhältlich.

Am 25. 02.2012 wird eine Fachtagung in Kooperation mit der Helmut-Schmidt-Universität stattfinden, bei der über die Sicherheitsvorkehrungen und Maßnahmen einer erneuten Sturmflut disskutiert wird.
Es geschah mitten in der Nacht

In der Nacht vom 16. auf den 17. 02.1962 schliefen die Anwohner der Küste friedlich in ihren Betten, als die schwerste Sturmflut seit 100 Jahren über Hamburg hereinbrach. Orkanböen mit über 200 KM/h peitschen das Wasser zu riesigen Flutwellen auf, die die Menschen im Schlaf überraschten.

In Panik kletterten die Bewohner auf Dächer, auf Bäume und beteten für ihre Rettung. Bis zum Hamburger Rathaus drangen die Wassermassen vor, ein ganzer Stadtteil verschwand vollständig unter den Fluten. Anfang der 60er Jahre machte sich kaum einer Gedanken über die Konsequenzen einer solchen Naturkatastrophe. 315 Menschen ertranken in jener furchtbaren Nacht und viele Überlebende denken bis heute mit Schrecken an die Erlebnisse.

Seitdem hat sich die Stadt Hamburg in Zusammenarbeit mit mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer intensiv mit dem Thema Hochwasser im Zeichen des Klimawandels beschäftigt und nutzt den 50. Jahrestag und die Veranstaltungen zur Aufklärung. Das Veranstaltungsprogramm rund um die Ausstellungen bietet Einblicke in den heutigen Deichbau, neuesten geologischen Erkenntnissen zu den steigenden Meeresspiegeln und zur Präventions, damit so ein Unglück die Menschen nie wieder überrascht!

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