Verleihung des Darboven IDEE-Förderpreis im Hamburger Rathaus

Gewinner des Darboven IDEE-Förderpreises 2019Darboven IDEE-Förderpreis 2019 1. Preis / „GHOST – feel it v.l.n.r. Isabella Hillmer, Albert Darboven; Laura Bücheler (c) Bertold Fabricius

Heute wurde im Kaisersaals des Hamburger Rathauses der Darboven IDEE-Förderpreis vergeben. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sprach dabei das Grußwort.

Der Darboven IDEE-Förderpreis ist ein ganz besonderer Business Preis. Er wird schon seit 22 Jahren an Gründerinnen aus allen Wirtschaftsbereichen mit innovativen Gründungsideen.

Zum 14. Darboven IDEE-Förderpreis traten wieder fünf Gründerinnen in Hamburg mit ihren Businessideen an. Galt es doch eine kompetente Jury zu überzeugen. Nicht das beste Show-Talent, sondern die beste Idee und ein fundierter Businessplan gaben dabei den Ausschlag.

„Der Anteil der Gründungen von Frauen ist zurückgegangen. Aber, wir brauchen das weibliche Potenzial in allen Wirtschaftsbereichen heute mehr denn je“,

erklärt Stifter Albert Darboven

Heute bei der Preisverleihung im Hamburger Rathaus stand fest, daas der diesjährige Preis nach Berlin an das Gründerinnen-Duo Ingenieurin Laura Bücheler und der Neurowissenschaftlerin Isabella Hillmer mit ihrem Unternehmen GHOST – feel it geht. Sie gewannen das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro.

Das Duo bietet eine Softwareumgebung zur Erstellung haptischer User Interfaces, um den Tastsinn als Mensch-Maschine-Schnittstelle intuitiv zu nutzen. Als zusätzlicher Impuls, neben den oft überladenen visuellen und auditiven Informationsquellen, bietet Haptik neue Wege, um Informationen zu verarbeiten. So bekommen beispielsweise Autofahrer beruhigende Impulse in Stresssituationen vom Auto oder Prothesennutzer haben erstmals die Möglichkeit, ihre Prothese zu spüren.

Katja Werner aus Hamburg mit Albert Darboven
Darboven IDEE-Förderpreis 2019 Albert Darboven mit der zweitplatzierten Kaja Werner (c) Bertold Fabricius

Platz 2 geht nach Hamburg

Ganz toll, Katja Werner aus Hamburg mit ihrem Unternehmen PiNa-Tec holte sich den zweite Platz, welcher mit 10.000 Euro Preisgeld dotiert ist. In Hamburg ist Katja Werner auf dem Desy-Campus beheimatet.

Katja Werners Unternehmen stellt bio-nanotechnologische Fertigprodukte her, bei denen besonderer Wert auf Anwenderfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit gelegt wird. Bei der ersten Produktreihe nutzt PiNa-Tec GmbH Goldnanopartikel, um Antikörpern Sichtbarkeit zu verleihen. Diese spezifischen Erkennungsmoleküle werden auf Filtern aufgebracht und so trocken und unempfindlich weltweit vermarktet. 

Platz 3 für ein Körperunterstützungssystem

Über Platz drei und 5.000 Euro Preisgeld kann sich Sabrina Hellstern mit Hellstern medical freuen.

Sie hat ein innovatives und ergonomisches Körperunterstützungssystem für Chirurgen entwickelt – für stehende und sitzende Positionen. Es reduziert die Muskelermüdung und Schmerzen des OP- Personals. Das S3_surgeon support system wird die Arbeit der Chirurgen deutlich erleichtern und damit sowohl die Arbeitskraft als auch die Gesundheit schonen.

Die Juriy des Darboven IDEE-Förderpreis 2019 (c) Bertold Fabricius

Der Weg ins Finale

Am Dienstag ging es im Pinkertweg, in der Darboven-Zentrale, heiß her. Die fünf Finalistinnen mussten sich den Fragen der sechsköpfigen Expertenjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Rolf Eggert stellen. Begleitet wurde die Jurysitzung von der Schirmherrin Prof. Dr. Dagmar Schipanski.

In beratender Position saß Manuela Rasthofer, die Gewinnerin des Darboven IDEE-Förderpreis 2017, dem Finale bei. Bei der Jurysitzung standen neben den formalen Kriterien des Unternehmens auch das persönliche Engagement der Gründerinnen im Vordergrund. Mit Zahlen, Fakten, Videos, Prototypen und einem gewinnenden Auftritt konnten die Finalistinnen die Jury überzeugen.

In diesem Jahr gab es 175 Bewerbungen. Im Finale waren auch noch Daniela Schumacher mit PsyCurio und Juliane Schöning. Ihr Unternehmen, die Kulero GmbH – die verzehrbare Löffel herstellt, wurde im Publikumsvoting gewählt.

Über den Darboven IDEE-Förderpreis

Seit 22 Jahren ist der IDEE-Förderpreis die nationale Auszeichnung für innovative Ideen für Unternehmensgründungen von Frauen. 1997 hat Albert Darboven den IDEE-Förderpreis ins Leben gerufen. Seit 2001 wird der Preis alle zwei Jahre vergeben und kürt dieses Jahr zum 14. Mal die innovativste Gründerinnen-Idee in Deutschland.

Es konnten sich Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen, die nicht länger als drei Jahre selbstständig sind, bewerben. Die Neuartigkeit ihres Konzepts, der bereits erzielte beziehungsweise zu erwartende Erfolg, die Anzahl der geschaffenen und zu erwartenden neuen Arbeitsplätze und das persönliche Engagement sind die Kriterien, nach denen die Jury bewertet.

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