Verlobung: Trend oder Tradition?

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In Hamburg finden allen Scheidungsraten zum trotz jährlich ungefähr 7.000 Eheschließungen statt. Heiraten ist also ein ungebrochener Trend – leider wissen die wenigsten, was mit der Ehe einhergeht.

Moderne Verlobungen

Sich zu verloben scheint heutzutage etwas altmodisch. Trotzdem gibt es nach wie vor zahlreiche Verlobungen in der Hansestadt. Viele Pärchen bestehen auf den vorausgegangenen Antrag und den offiziellen Titel. Seiten, die Verlobungsringe anbieten, wie zum Beispiel www.123gold.de/schmuck.html, boomen nicht ohne Grund. Viele Verlobte legen sogar anschließend sofort mit der Hochzeitsplanung los. Andere mögen es eher romantisch und lassen sich eine Verlobungszeit von mindestens einem Jahr, bis die Hochzeit stattfindet. Diese Zeit ist wichtig, um noch mal sicherzugehen, ob man tatsächlich für eine gemeinsame Ehe bestimmt ist. Schließlich ist eine Hochzeit auch eine Drucksituation, die aufzeigt, ob man im stressigen Alltag noch miteinander harmonieren kann. Was in Deutschland nicht üblich ist, sind große Verlobungspartys. Anders als in Amerika wird hierzulande die Verlobung nur im engsten Kreis bekanntgegeben. Eine Gemeinsamkeit haben aber inzwischen viele Verlobungen – die Änderung des Beziehungsstatus bei Facebook. Diese teilt allen Freunden die freudige Nachricht mit und hat keinerlei sonstigen Konsequenzen. Es gehört auch weiterhin zur Etikette, den Vater der Geliebten vor der Verlobung um seinen Segen zu bitten. Jedoch halten die meisten Paare dieses Ritual für überholt. Schließlich entscheiden nun nicht mehr die Eltern, welchen Schwiegersohn sie am liebsten hätten, sondern emanzipierte Frauen. Das gilt auch für Minderjährige, denn lediglich bei der Eheschließung müssen beide Partner volljährig sein.

Gesetzliche Regelungen

Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt das Verlöbnis in Deutschland. Laut Gesetzgeber ist eine Verlobung nicht nur ein Versprechen, sondern sogar ein Vertrag. Dieser bedarf jedoch keiner besonderen Form und kann nicht eingeklagt werden. Wortwörtlich findet man folgende Ausführung: „Aus dem Verlöbnis kann nicht auf Eingehung der Ehe geklagt werden.“ Diejenigen, die sich beim Standesamt einen Termin für die Eheschließung gesichert haben, gelten sowieso als verlobt. Genauso verhält es sich mit gleichgeschlechtlichen Paaren, die vorhaben, eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Interessanterweise wurde erst 1998 die sogenannte „Kranzgeld-Regelung“ abgeschafft, nach der Männer ihrer Verlobten eine Entschädigung zahlen mussten, wenn sie die Verlobung lösten. Dennoch kann so eine Entscheidung teuer werden – vor allem wenn die konkrete Planung einer Hochzeit bereits abgeschlossen ist. In diesem Fall sind nämlich auch für beide Partner Kosten entstanden. Ausnahmen sind dabei natürlich Trennungen aufgrund von Fremdgehen oder gar Gewalttätigkeit. Auch der Ring muss in solchen Fällen an den Käufer zurückgegeben werden.

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