Weitere Millionen für den HSV?

Investitionen sind notwendigIn der Bundesliga fallen jede Saison nicht nur jede Menge Ausgaben für neue Spieler, sondern auch für Material an. Bildquelle: Bjoern Wylezich – 481044145 / shutterstock.com

Ohne Investoren kommt heutzutage kein einziger Verein in der Bundesliga mehr weit. Dies trifft natürlich auch auf den Hamburger SV zu. Doch für das Urgestein der Bundesliga ist finanzielle Unterstützung momentan in greifbarer Nähe.

Der Milliardär Klaus-Michael Kühne hat dem Club nämlich in Aussicht gestellt, weitere Millionen investieren zu wollen. Schon in der Vergangenheit hatte Kühne bei diversen Transfers auf monetärer Ebene ausgeholfen.

Sponsoring ist für Bundesliga-Vereine von elementarer Wichtigkeit

Das Geld – es spielt bei allen Clubs der Fußball-Bundesliga eine überaus entscheidende Rolle. Praktisch jeder der 18 erstklassigen Vereine verfügt dabei über eine ganze Reihe von Sponsoren und Unterstützern, die in der Vergangenheit schon so manche Investitionen ermöglicht haben. Speziell auf den Hamburger SV bezogen handelt es sich gleich um fünf exklusive Partner an der Zahl:

 

Unternehmen Branche
HEKKrankenkasse
König PilsenerBrauerei
NDR 2Radio, öffentlich/rechtlich
TelekomTelekommunikation
TipicoSportwetten

 Dies sind jedoch noch längst nicht alle Unternehmen, die dem Hamburger SV mit Geld unter die Arme greifen. Gegliedert ist die Riege der Unterstützer nämlich außerdem in klassische Partner und Supplier, sowie den Ausrüster Adidas und den Hauptsponsor Emirates. Doch nicht nur in der 1. Bundesliga zeigt sich, dass lukrative Partnerschaften weit verbreitet sind. So steigt Daimler beispielsweise beim Zweitligisten VFB Stuttgart ein. Mit über 40 Millionen Euro erhält der schwäbische Konzern Anteile an dem Club, Voraussetzung ist aber der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Die VFB-Fans und Sympathisanten würden sich freuen, den VFB wieder dort sehen zu können. Dann könnten auch alle Tipper wie gewohnt auf den VFB in der 1. Bundesliga wetten

Klaus-Michael Kühne unterstützt die Hamburger schon seit langer Zeit

Geld als Rücklage

Klaus-Michael Kühne kann den Hamburgern finanziell den Rücken freihalten. Bildquelle: LevanteMedia –617218916 / shutterstock.com

 Ein erfreulicher zusätzlicher Deal könnte sich hingegen für den Hamburger SV mit Blick auf die bevorstehende Sommer-Transferperiode ergeben. Der bekannte Milliardär Klaus-Michael Kühne hatte bereits in der Vergangenheit erhebliche Teile seines privaten Vermögens dem Club aus Hamburg zur Verfügung gestellt. 

„Herr Kühne verspürt weiterhin große Lust, gemeinsam mit dem HSV etwas Großes zu entwickeln. Wenn es gewünscht wird, steht er bereit.“ sagte Karl Gernandt, der seines Zeichens Mitglied im Aufsichtsrat des Hamburger SV ist und gleichzeitig als enger Vertrauter von Kühne gilt, zu dieser Thematik.

Auch der HSV-Trainer Markus Gisdol reagierte äußerst positiv auf diese Neuigkeiten. Für den Club sei das eine tolle Sache und er persönlich schätze es sehr, dass Kühne weiterhin mit dem Club so eng verbunden ist und sich so großzügig zeigt. Kritischer sieht das Ganze allerdings der Vorstandschef des HSV, der im Rahmen dessen eher zurückhaltend auf die Pläne reagierte. Er gab zu bedenken, dass es stets ein weiter Weg zwischen dem angekündigten Vorhaben und der konkreten Umsetzung sei. Positiv wirkt sich in dem gesamten Kontext die Tatsache aus, dass Klaus-Michael Kühne stets ein großes Vertrauen in die Führungsmannschaft des Hamburger SV gehabt hat.

Erfolg in der Bundesliga blieb für den Club bis auf Weiteres aus

Hamburg muss zittern

rotz der Unterstützung der Fans lief es zuletzt für den Hamburger SV in der Bundesliga ziemlich suboptimal. Bildquelle: pixfly – 398285995 / Shutterstock.com

 Dies ist gar nicht so selbstverständlich, wenn man sich die Leistungen des Hamburger Fußballclubs in der letzten Zeit näher anschaut. Kühne hält allerdings elf Prozent der Anteile an der HSV AG und war bereits in der Vergangenheit einer der ersten Ansprechpartner, wenn es darum ging, einen Transfer doch noch über die Bühne zu bringen. Im Sommer des Jahres 2016 konnten die Hanseaten auf diese Art und Weise unter anderem Filip Kostic und Douglas Santos verpflichten. Während es für ersteren Spieler noch eine Summe von 14 Millionen Euro gewesen war, musste der Club für Santos immerhin noch 7,5 Millionen Euro bezahlen. Im Winter entschied man sich darüber hinaus, weitere 9,2 Millionen Euro für Walace auszugeben. Der Hamburger SV steht derzeit lediglich auf dem Platz 15 in der Bundesliga und ist somit nicht allzu weit von einem unmittelbaren Abstiegsplatz entfernt:

  1. Es bestehen noch Verbindlichkeiten in Höhe von 75,1 Millionen €
  2. Aufgrund dessen steht eine unmittelbare finanzielle Konsolidierung bevor
  3. Bis Ende des Monats Mai muss der Sportverein alle Bedingungen für den Erhalt einer Lizenz für die Bundesliga erfüllen

Der Finanzvorstand Frank Wettstein gibt sich diesbezüglich noch zuversichtlich und sagte: „Wir haben die Lizenz erwartungsgemäß mit Bedingungen erhalten. Die Bedingungen werden wir fristgerecht erfüllen.“

 Viele Glücksspielanbieter setzen inzwischen ebenfalls auf den Fußball

Infografik Geld im Fußball

Infografik: Im Fußball wird nicht nur eigenes Kapital eingesetzt, sondern oftmals auch auf Fremdkapital zurückgegriffen. Infografikquelle: ganz-hamburg.de

Wie bereits dargelegt worden ist, unterhält der Hamburger SV derzeit auch eine Kooperation mit dem Wettanbieter Tipico. Dieser gilt in Deutschland als einer der renommiertesten Partner auf diesem Gebiet. Generell ist aber schon seit langer Zeit zu beobachten, dass sich Unternehmen, die in der Sportwetten- bzw. Glücksspielbranche aktiv sind, vermehrt auch für das lukrative Geschäft in der Bundesliga interessieren. Dabei ist die Begründung hinter dieser Tendenz relativ leicht nachvollziehbar, denn Fußball ist hierzulande eine der beliebtesten Sportarten überhaupt. Der Nervenkitzel, welcher gerade bei einem Spiel der persönlichen Lieblingsmannschaft unweigerlich entsteht, lässt sich durch den Abschluss von Sportwetten zusätzlich steigern. Doch es gibt noch weitere Faktoren, die dafür sorgen, dass entsprechende Kooperationen stets für beide Seiten attraktiv sind:

  • Die Wettanbieter bescheren dem jeweiligen Fußballclub zusätzliches Kapital für Investitionen
  • Die erhöhte Präsenz des Sportwetten-Unternehmens wiederum sorgt dafür, dass die Zahl der Neukunden steigt
  • Gehalten werden neue Kunden zumeist mit interessanten Aktionen und Bonus-Angeboten

Nichtsdestotrotz hat der Anbieter Tipico natürlich nicht nur Fußball-Wetten im Programm, sondern auch zahlreiche weitere Sportarten, die allerdings dann ebenso Zuwachs in Bezug auf die abgeschlossenen Welten verzeichnen können.

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