X

Wie heiß ist Hamburgs Bioküche?

Die BIOSpitzenköche Foto: Die BIOSpitzenköche / Marcus Gloger

Die bundesweite Kochvereinigung der BIOSpitzenköche sucht Verstärkung in der Biostadt Hamburg.

In der Welt der Kulinarik und gehobenen Küche hat sich viel getan. Las man vor 15 Jahren den Begriff „Bio“ auf der Menükarte, dann wusste man, es wird wohl verdammt gesund schmecken, aber der Gaumenfreuden werden wohl her pausieren.

Doch das hat sich gründlich geändert, heute ist Spitzenküche sehr häufig Bio und mittlerweile stark regional geprägt, denn gerade die Spitzenküche bezieht schon vieles aus dem regionalen Umfeld.

Das ging nicht über Nacht, denn es musste sich erst eine leistungsfähige Erzeuger- und Vermarktungsstruktur entwickeln, die Spitzenqualitäten produzieren kann. In der Hamburger Spitzengastronomie gibt es heute eigentlichen keinen Koch, der nicht Bio-Zutaten verwendet. Denn Bio und Genuss sind keine Gegensätze mehr. Sie sind Geschwister geworden.

Die BioSpitzenköche

Deutschland ist bekanntlich die Heimat von Bio und Organic. Wenn dann sieben Deutsche zusammenkommen, dann gründen sie einen Verein. So ist es auch nicht überraschend, dass es die Kochvereinigung ‚Die BioSpitzenköche‘ gibt. Diese 20 Profiköchinnen und -köche kochen nahezu ausschließlich mit Biozutaten und Leben den Gedanken der regionalen Erzeugung.

Die BIOSpitzenköche stehen für nachhaltige Gastronomiekonzepte in der Außer-Haus-Verpflegung, also in ihren Restaurants und Kochschulen, in Küchen von Kitas, Kliniken, Schulen und Großkonzernen ein. Bio-Küche ist auch immer gelebtes Slow Food.

Aber nur 20 BioSpitzenköche in Deutschland? Das ist ein bisschen wenig und Hamburg und der ganze Norden sind noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Dabei haben wir z.B. mit der Hobenköök im Oberhafen von Thomas Sampl ein interessantes Konzept. Auch die Gutsküche von Rebecca und Matthias Gfrörer auf dem Gut Wulksfelde vor den Hamburger Toren steht für eine exzellente Bio-Küche. Aber sicher fallen unseren Lesern noch ganz andere Köche ein.

Jetzt suchen Die BIOSpitzenköche unter Hamburgs Gastronominnen und Gastronomen nach Verstärkung.

„Mehr Bio in der Außer-Haus-Verpflegung! Das ist auch unser Ziel. Mit dem Beitritt zum Bio-Städte-Netzwerk verbinden wir die Absicht, in den Verpflegungseinrichtungen der öffentlichen Hand ebenfalls mehr Biolebensmittel anzubieten. Mit dem Hamburger Öko-Aktionsplan möchten wir einen höheren Anteil regional erzeugter Biolebensmittel schaffen, die dann auch in der Hamburger Gastronomie auf den Teller kommen. Eine BIOSpitzenköchin oder ein BIOSpitzenkoch in Hamburg passt dazu bestens.“

Michael Westhagemann (Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) gegenüber ganz-hamburg.de

Wer Hamburgs neues Mitglied der BIOSpitzenköche wird, das können die Hamburger mitentscheiden. Vorschläge können unter  info@biospitzenkoeche-blog.de eingereicht werden.

Über die BIOSpitzenköche

Unter dem Motto „kochen.geniessen.bewahren“ zeigen die BIOSpitzenköchinnen und -köche in ihren Restaurants und Kochschulen, mit ihren Kochbüchern, in TV-Shows und Events, dass Geschmack, Genuss und eine verantwortungsvolle Lebensweise zusammenpassen.

Konkret heißt das: Alle Mitglieder sind biozertifiziert, setzen in ihren Küchen nahezu ausschließlich Bioprodukte ein und verfolgen ein nachhaltiges Geschäftskonzept. Mit der Ökolandwirtschaft ihrer Heimat sind sie gut vernetzt, stärken ihre Strukturen und helfen so Natur, Klima und Umwelt zu schützen.

Großstädte wie Hamburg sind Hochburgen der Gastronomie. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) geht mindestens zwei bis drei Mal pro Monat außer Haus essen. Fast jeder Vierte gibt an Biogerichte auch dann bewusst zu bevorzugen, wenn diese teurer sind als andere Gerichte sind.*

„Wir stellen fest, so wie der Anteil von Bio im Einkaufskorb wächst, wünschen sich auch immer mehr Menschen Bio in der Außer-Haus-Verpflegung. Eine BIOSpitzenköchin oder ein BIOSpitzenkoch aus Hamburg würde die bundesweite Landkarte unserer Kochvereinigung perfekt ergänzen.“

Erklärt Elmar Seck vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Die BIOSpitzenköche sind Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), initiiert und finanziert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Die BIOSpitzenköche im Web

*Quelle: Ökobarometer 2018, eine repräsentative Umfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Norbert Schmidt:

Comments are closed.