Wohnen in Hamburg: die beliebtesten Stadtviertel

Schönes Jugendstilhaus, weiß, in Hamburg EppendorfEine gesuchte Wohnlage - Jugendstilhaus in Hamburg Eppendorf © ganz-hamburg.de

Hamburger legen sehr viel Wert auf Wohnqualität. Doch nicht nur das, wo man als Hamburger wohnt ist wichtig. Allerdings, die hohen Hamburger Einkommen finden sich auch im Mietniveau wieder, dass ist im bundesweiten Vergleich hoch. Besonders in den noblen Hamburger Vierteln wie Blankenese, Eppendorf, Harvestehude, Rothenbaum, Othmarschen oder Uhlenhorst. Wohnen direkt an der Elbe oder rund um die Alster hat seinen Preis. Wer hierher zieht, muss damit rechnen, dass er für seine Wohnung oder sein Haus ganz schön tief in die Tasche greifen muss. Aber es lohnt sich. Hamburg ist die schönste Stadt Deutschlands, wenn nicht sogar der Welt. Hier zu wohnen ist ein Privileg und es gibt jeden Tag Neues zu entdecken. Allerdings gibt es auch hier, wie in jeder Stadt bessere schlechtere Viertel. Wo es sich am besten und wo es sich am schlechtesten wohnt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Die angesagtesten Hamburger Viertel

Wenn Sie gerne feiern und dort leben möchten, wo immer etwas los ist, dann sollten Sie sich für eines der hippen Viertel in Hamburg entscheiden. Der hippste Stadtteil ist dabei wohl nicht allzu schwer zu erraten.

  • St. Pauli: Es ist wohl kein Wunder, dass St. Pauli als hippstes Viertel gilt. Auf der Reeperbahn ist nun einmal immer etwas los. Wer hier wohnen will, muss jedoch auch dafür gemacht sein. Denn es kann ein Vorteil und gleichzeitig ein Nachteil sein, dass dieses Viertel niemals schläft. Für ausreichend Programm ist jedoch bestens gesorgt mit den unzähligen Bars, Clubs, Restaurants und anderen Amüsierbetrieben. Hier gilt das Motto: Leben und Leben lassen.
  • Schanzenviertel: Nach St. Pauli ist das Schanzenviertel Sternschanze das hippste Hamburger Viertel. Neben Clubs und Bars bekommen Sie hier zusätzlich ein großes Angebot an Kultur und Gastronomie. Alternativ und gleichzeitig hip ist hier das Motto. Allerdings sorgt die fortschreitende Gentrifizierung dafür, dass die Preise für Wohnraum hier kräftig steigen. Insbesondere WG-Wohnungen sind sehr teuer
  • St. Georg, Altstadt und HafenCity: Hier finden Sie die Speicherstadt, Museen, Theater sowie die vielen hochwertigen Neubauten in der HafenCity. Mittlerweile ist in der HafenCity auch eine ambitionierte Gastronomieszene entstanden. In St. Georg ist der eine Straßenzug multikulti und andere gentrifiziert. Viel mehr Vielfalt auf engen Raum ist schwer denkbar.
  • Allerdings kommt es nicht immer auf die „Hippness“ eines Viertels an, um dort zu leben. Meist spielen noch eine Reihe weiterer Faktoren mit hinein, wie beispielsweise der Geldbeutel, Grünflächen und Infrastruktur.

Die Stadt vor der Stadt: Bergedorf

Bergedorf liegt im Osten Hamburgs und kann von seiner Struktur her wie eine eigenständige Stadt gesehen werden. An Bergedorf schließen sich die ländlichen Gebiete der Vier- und Marschlande an sowie Boberg an. Hier dominieren Bauernhöfe und Gartenbau. In Bergedorf ist alles weniger hektisch und unaufgeregter als in der Stadt. Mit S-Bahn ist man in nicht einmal 20 Minuten am Hauptbahnhof.

Schlossinsel Harburg Luftaufnahem
“Marina”: So soll die Harburger Schlossinsel mal aussehen © IBA Hamburg

Ganz im Süden und durch die Elbe getrennt – Harburg

Ähnlich wie Bergedorf ist auch Harburg eine Stadt vor der Stadt. Das hat etwas mit der Geschichte zu tun. Harburg hat sich ziemlich unabhängig von Hamburg entwickelt und war geographisch durch die zwei Elbarme von Hamburg getrennt. Rund um den Harburger Hafen ist eine kleine HafenCity entstanden. Sehr interessant ist das Projekt Marina Harburg auf der Schloßinsel. Die Harburger Berge sind ein beliebtes Naherholungsgebiet und insgesamt ist das Mietniveau in Harburg deutlich niedriger. Von den Verspannungen des Hamburger Marktes ist der Wohnungsmarkt des Hamburger Südens zum Glück noch weit entfernt.

Ottensen bunt und trendy

Bunt, etwas verrückt und direkt an der Elbe gelegen, ist Ottensen einer angesagtesten Stadtteile und besonders bei Kreativen und Hipstern sehr beliebt. Mitten in der Stadt gibt es immer wieder etwas urbane Dorfatmosphäre. wunderschöne Wohngegend. Vor allem für Kinder hat der Stadtteil in Altona viel übrig. Hier können Sie durchatmen und gleichzeitig eine Menge erleben, wie beispielsweise ein entspannter Sommerabend auf dem Alma-Wartenberg-Platz oder ein Spaziergang durch die Eulenstraße zur Elbe. Junge Paare und Eltern werden hier bestimmt ihre Freude haben. Ottensen hat das Potenzial Eimsbüttel den Rang als Familienviertel einfach wegzunehmen.

Eimsbüttel punktet im urbanen Charme

Wohnen in Eimsbüttel ist begehrt. Viel Lebensqualität, eine rege Gastronomie- und Restaurantszene, viele Altbauten machen das Viertel beliebt und begehrt. Ruckzuck ist man an der Alster oder in der City.

Wer ein wilderes Nightlife schätzt, der macht sich auf ins Schanzenviertel. Mit dem Rad sind es selten mehr als 10-15 Minuten.

Kultur und Natur in Winterhude

Winterhude ist nicht ganz so snobby und teuer wie Eppendorf. Dafür ist der Hamburger Stadtpark viel näher. Rund um die Mühlenkamp gibt es viele angesagte Bars, Clubs, gute Restaurants und witzige inhabergeführte Geschäfte. Viele Altbauten, die Alsterkanäle und Stadthäuser prägen das Viertel. Der Wochenmarkt am Goldbekufer gehört zu den besten Hamburgs. Das kulturelle Herz ist die Kampnagel Fabrik.

Eppendorfer Baum Einkaufsstraße in Hamburg
Elegantes Shopping am Eppendorfer Baum in Hamburg © ganz-hamburg.de

Eppendorf, legere lässige Eleganz

Hippness und Chic werden Sie hier in Eppendorf vergeblich suchen. Allerdings bietet Ihnen der Stadtteil Ruhe und Bürgerlichkeit. Fast schon etwas spießig mutet Eppendorf an. Allerdings ist das völlig in Ordnung. Hier können Sie zur Ruhe kommen und beispielsweise abseits der Hektik der Innenstadt gemütlich flanieren, shoppen oder Kaffee trinken. Allerdings haben so viel Ruhe und Gemütlichkeit auch ihren Preis.

Mieten in Hamburg, Anteil von Haushalstnettoeinkommen, Grafik 2020
Die Mietmap Hamburg, So viel sind Wohnungssuchende bereit, von ihrem Haushaltsnettoeinkommen für die Miete auszugeben Grafik: ImmoScout24

Hier wollen Hamburger nicht so gern wohnen

Altona, Winterhude, Barmbek, Eimsbüttel, Poppenbüttel und Alsterdorf sind sehr beliebte Stadtteile, wenn es um das Wohnen in Hamburg geht. Während die genannten Stadtteile besonders beliebt sind und eine ganze Menge Vorteile, wie beispielsweise Kultur, Natur, Sicherheit und etliche Ausgeh- sowie Einkaufsmöglichkeiten bieten, gibt es auch andere Stadtteile, die weniger beliebt sind. Oft wollen hier nicht einmal die Hamburger selbst leben.

Vor allem die Stadtteile Wilhelmsburg, Veddel, Rothenburgsort, Billstedt, Mümmelmannsberg, Osdorfer Born und Steilshoop sind weniger beliebt. Das mag vor allem an den Hochhaussiedlungen und den sozialen Brennpunkten vor Ort liegen. Die Vorteile sind hier, dass die Mieten mehr als bezahlbar sind, bei rund 7 Euro pro Quadratmeter. Das liegt auch daran, dass die SAGA, die städtische Wohnungsbaugesellschaft, und viele Genossenschaften hier Wohnungen vermieten. Aktuell investiert der Senat sehr viel Geld in Wilhelmsburg und startet viele Projekte um die Wohnqualität zu erhöhen.

Am Ende kommt es bei Ihrer Entscheidung, wo Sie in Hamburg hinziehen möchten, auf eine Vielzahl von Faktoren an. Der Hauptaspekt ist wohl der Geldbeutel. Viele Stadtviertel sind schlichtweg zu teuer. Wobei, in Hamburg werden hohe Gehälter gezahlt. Wichtig ist auch die Lage zu einer Schnellbahnstation. Für bezahlbaren Wohnraum müssen Abstriche gemacht werden. Erst wenn die Finanzfrage geklärt ist, spielen Kultur, Natur und Infrastruktur eine Rolle.

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