Wohnungssuche in Hamburg – ein Spaß ist das nicht

In ganz Deutschland ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass bei jungen Menschen der Trend fast ausschließlich zum Wohnen in der Stadt geht. Vor allem Berufseinsteiger, aber auch junge Familien, wissen die breit gefächerten Möglichkeiten zu schätzen, die ihnen ein Leben in der Großstadt oder in einem Ballungsgebiet zu bieten hat. So gibt es neben aussichtsreichen Jobchancen und oftmals besseren Gehältern auch genügend Angebote, die meist knappe Freizeit so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Von Sportvereinen über Sprachinstitute bis hin zu Handarbeitswerkstätten gibt es zahlreiche Einrichtungen, in denen man sich neuen Herausforderungen stellen kann. Und wenn man den Tag danach gemütlich ausklingen lassen will, ist die nächste Bar oder Eckkneipe bestimmt nicht weit.

Studenten als Leidtragende

Es sprechen also viele Gründe für eine Wohnung in der Stadt, was in den letzten Jahren deutschlandweit zu einem Anstieg der Mietpreise in den Großstädten geführt hat. Hamburg stellt da keine Ausnahme dar. Vor allem in den beliebten Vierteln Eimsbüttel, Nord und Altona sind die Preise förmlich explodiert, und bezahlbarer Wohnraum ist nur noch sehr schwer zu finden. Neuere Studien zeigen, dass von dieser Entwicklung Studenten am stärksten betroffen sind. Der Verdienst durch Nebenjobs und Aushilfstätigkeiten ist im Verhältnis zur Miete nicht so hoch wie in anderen teuren Großstädten wie München und Frankfurt. Aber auch der typische Ausweg aus dieser Misere, nämlich eine WG-Gründung, lohnt sich in Hamburg nicht zwangsläufig, da hier auch die Mieten für 3- und 4-Raum-Wohnungen auf einem sehr hohen Niveau sind und sich im Quadratmeterpreis kaum von einer herkömmlichen Ein-Raum-Wohnung unterscheiden. Einen Vorteil kann man da nur noch indirekt über Ersparnisse durch die Aufteilung von Internet- und Telefonkosten oder die gemeinsame Nutzung von Haushaltsgeräten und Kücheneinrichtung erreichen.

Immobilienkäufer auf dem Prüfstand

Mit dem Grundproblem von aufgrund enormer Nachfrage bei stark gestiegenen Preisen haben auch viele Kaufwillige auf dem Hamburger Immobilienmarkt zu kämpfen. Das Angebot an schönen, für eine durchschnittliche Kleinfamilie bezahlbaren Wohnungen ist in den letzten Jahren zunehmend zurückgegangen. Zudem kommt bei Eigentumswohnungen noch die leidige Frage nach der langfristigen Finanzierung der Kreditrückzahlungen hinzu. Banken oder andere Kreditgeber wollen natürlich von vorneherein einen möglichst abgesicherten Finanzierungsrahmen festlegen und fordern neben den üblichen Einkommensnachweisen in den meisten Fällen eine Schufa-Auskunft ein, um Kreditausfälle zu reduzieren. Schufa-Daten können mittlerweile leicht online abgefragt werden.

Ist die Finanzierung dann endlich geklärt, müssen Interessierte, ähnlich wie bei der Vergabe von Mietwohnungen, einen regelrechten Auswahlprozess durchlaufen. In diesem soll vor allem geklärt werden, ob sie zur angestrebten Bewohnerstruktur der Immobilie bzw. des Immobilienkomplexes passen, für die oftmals interne Vorgaben existieren. Doch all das lassen die zukünftigen Käufer gerne über sich ergehen, um am Ende vielleicht den Schlüssel zu ihrem Wunschobjekt in der Hand halten zu können.

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