Zecken auch für Vierbeiner gefährlich

Zecke Foto: Flickr Tick on the job John Tann CC BY 2.0
Die Temperaturen steigen, und die warmen Sonnenstrahlen laden zu langen Spaziergängen mit dem Hund ein. Doch die milden Temperaturen haben eine Schattenseite. Bereits ab den ersten Plusgraden werden Zecken und andere Plagegeister wieder aktiv. Im Gebüsch und auf der Wiese warten sie auf ihren nächsten Wirt. Halter sollten daher ein wachsames Auge auf ihre tierischen Gefährten haben.

Der Winter war in diesem Jahr eher mild und kurz. Aus diesem Grund wird es in diesem Frühjahr besonders viele Zecken geben. Hamburg ist zwar keine Hochburg für infizierte Zecken, doch Vorsicht ist dennoch angebracht. Ein Zeckenbiss kann für Haustiere genauso gefährlich sein wie für uns Menschen. Die Zecken können nicht nur Menschen mit Krankheitserregern infizieren, sondern auch Hunde und Katzen. Die Gefahr bleibender Schäden durch eine Erkrankung besteht bei ihnen genauso wie bei Menschen. Hunde und Katzen können nach einem Zeckenbiss zudem an Babesiose erkranken, einer Infektionskrankheit, die in ihren Symptomen Malaria ähnelt.

Maßnahmen gegen Zecken

Haustiere sind sogar mehr gefährdet, von einer Zecke gebissen zu werden als Menschen, da sie ohne eine schützende Kleidungsschicht durch die Natur streunen. Für Zecken sind sie deshalb leichte Beute. Doch man kann einiges für den Schutz seines tierischen Lieblings tun. Hersteller für Tierbedarf haben eine große Auswahl an Produkten zur Zeckenprophylaxe entwickelt. Spezielle Sprays und mit Antiparasitikum versehene Halsbänder halten durch ihre Wirkstoffe Zecken vom Tier fern. Die meisten der Produkte wirken nicht nur gegen Zecken, sondern auch gegen Flöhe, Milben und andere Parasiten. Erhältlich sind diese Produkte u. a. beim Tierspezialisten Medicanimal. Der Zeckenschutz sollte zur Sicherheit das ganze Jahr über verwendet werden.

Sollte es einmal zu einem Zeckenbiss kommen, ist schnelles Handeln gefragt. Das Tier sollte daher nach jeden Spazier- oder Freigang auf Zecken abgesucht werden. Da Zecken ihre Krankheitserreger nicht sofort in die Wunde speien, kann ein schnelles Entfernen die Infektion verhindern. Zum Entfernen ist eine Pinzette geeignet, noch einfacher funktioniert es mit einer Zeckenzange. Das Herausziehen sollte so vorsichtig wie möglich erfolgen, damit vor allem der Zeckenkopf nicht abreißt. Gänzlich Tabu ist die Verwendung von Öl oder Klebstoff. Treten nach dem Biss Schmerzen und Fieber auf oder ändert das Tier plötzlich sein Verhalten, muss es beim Tierarzt vorgestellt werden.

 

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