7 ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die man in Hamburg entdecken kann

Hafenpanorama elbaufwärts Blick auf die Elphi mit Cap San Diego und Rickmer RickmersHamburger Hafenpanorama © Norbert Schmidt

Immer nur Michel, Elbphilharmonie und Hafenrundfahrt ist langweilig.

Neben dem geschäftigen Hafen, den zahlreichen Museen und dem Miniatur-Wunderland gibt es in Hamburg auch zahlreiche unbekannte Sehenswürdigkeiten, die ebenso faszinierend sind. Wenn Sie die touristischen Attraktionen abgehakt haben, sollten Sie tiefer eintauchen und die geheimen Ecken der Stadt kennenlernen, die nur wenige Touristen bisher entdeckt haben.

Sehenswürdigkeiten in Hamburg wie die Reeperbahn, das Opernhaus oder die Spielhalle kennt jeder – aber es gibt auch eine Vielzahl von Attraktionen, die weniger bekannt sind und anstatt ein Casino zu besuchen, kann man auch bei 20Bet neue Slots online ausprobieren. Wer die schöne Hansestadt abseits der ausgetretenen Pfade erkunden möchte, sollte deshalb lieber eine unserer unbekannten Sehenswürdigkeiten besuchen.

Das Hamburger Nationalgericht Labskaus Foto: mygraphx auf pixabay.com

Essen Sie, wie die Segelschiffs-Matrosen

Gut, die Optik vom Hamburger Nationalgericht Labskaus lässt auf den ersten Blick etwas anderes vermuten und gilt gemeinhin als etwas gewöhnungsbedürftig. Selbst in Hamburg wird das Gericht nicht einmal im Monat gegessen. Aber zu einem Hamburgbesuch gehört es unbedingt dazu einmal Labskaus zu essen.

An Bord von Segelschiffen war die Ernährung sehr einfach und Lebensmittel mussten lange haltbar sein. Dazu kam, es gab keine Kühlung und lange Zeit nicht einmal Konserven. So entstand das Seemannsessen Labskaus: Kartoffeln (häufig Trockenkartoffeln) und Pökelfleisch (Corned Beef) und Rote Beete sind die Basis. Dazu gibt es Rollmops, Matjes, Gewürzgurken und Spiegeleier. Das schmeckt nicht nur, das macht auch mächtig satt. Als Bier dazu empfiehlt sich ein kühles Pils und zum Abschluss die Hamburger Traditions-Spirituose Helbing Kümmel.

Das Hotel Hafen Hamburg mit der Tower Bar
Das Restaurant Port im Hotel Hafen Hamburg © Norbert Schmidt

Labskaus schmeckt am besten mit Hafenblick. Wir empfehlen das Restaurant Port hoch über den Landungsbrücken oder das Fischereihafen Restaurant in der Großen Elbstraße. Auch das Sagners in der Barcastraße in Hohenfelde ist bekannt für sein Labskaus.

Besuchen Sie eine verlassene Kirche

Die ursprüngliche Struktur der wunderschönen gotischen Kirche St. Nikolai am Hopfenmarkt wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Bombenangriffe stark beschädigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Wahrzeichen des Landes wurde die Kirche aber nie wieder aufgebaut, sondern als Mahnmal und Erinnerung an die Brutalität des Krieges stehen gelassen. Für ein paar Euro können Sie mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform in 76 Metern Höhe fahren und einen Panoramablick über die Stadt und den Hafen genießen.

Erfahren Sie, welche Zusatzstoffe in Ihrem Essen stecken

Das Deutsche Zusatzstoffmuseum im Großmarkt, einem ikonischen Betonbau aus den 1960er Jahren, leicht zu übersehen. Es ist fast symbolisch, dass das Museum so versteckt liegt, denn es ist den Chemikalien gewidmet, die sich in unseren alltäglichen Lebensmitteln verstecken. Das Museum führt die Besucher durch die unzähligen Zusatzstoffe, Aromen, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Stabilisatoren, Süßstoffe und andere Substanzen, die die meisten von uns unwissentlich mit jeder Mahlzeit zu sich nehmen. Auf eine sehr sachliche Art und Weise will das Museum die Besucher über den Zweck der Chemikalien und ihre Auswirkungen und Risiken aufklären. Wer sich für Gesundheit und Ernährung interessiert, sollte das Deutsche Zusatzstoffmuseum deshalb nicht verpassen.

Stöbern Sie in zufälligen Dingen mit unbekannter Geschichte

Harrys Hamburger Hafenbasar (Sandtorhafen, Ponton, Nr. 2 in der HafenCity) ist ein gruseliges und doch seltsam faszinierendes Sammelsurium merkwürdiger Dinge, die in (staubigen) Regalen aufbewahrt werden. Seeleute aus aller Welt haben hier Ihre Mitbringsel verkauft, um ihre Heuer aufzubessern und so entstand nach und nach eine Sammlung von über 300.000 Kunstobjekten und Antiquitäten. Schrumpfköpfe und Voodoo-Puppen teilen sich den Platz mit kopflosen Figuren und Perlengesichtern. Grinsende Teufelsmasken, bemalte Schilde, nicht gerade niedliche Plüschtiere und gruselige Schnitzereien sind nur einige der Dinge, die Sie hier entdecken können.

Besuchen Sie ein gruseliges Museum

Das Medizinhistorische Museum des Hamburger Universitätsklinikums in Eppendorf führt die Besucher durch die vielschichtige Geschichte der Medizin. Während man einerseits medizinische Geräte zu sehen bekommt und etwas über medizinische Verfahren und Ethik aus verschiedenen Epochen erfährt, findet man auch Wachsmodelle von Missbildungen und anschauliche Darstellungen von gruseligen Krankheiten. Außerdem öffnet das Museum die Augen für die Übel, die unter dem Deckmantel der Medizin praktiziert werden, zum Beispiel Geräte, mit denen die Nazis angeblich die Intelligenz messen konnten.

Das Wrack der MS in der Elbe bei Blankenese nur das Heck ragt aus dem Wasser
Das Wrack der MS Uwe am Blankeneser Strand bei Flut © Norbert Schmidt

Überreste eines Schiffsunglücks entdecken

Am 20. Oktober 1926 geriet der finnische Viermastschoner Polstjernan in Brand. Das Schiff wurde dabei vollständig zerstört und schließlich an den Strand von Blankenese geschleppt, wo es auch heute noch liegt. Ein paar Schritte weiter liegt auch das zerbrochene Heck der Uwe. Das Binnenschiff ist 1975 bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Schiff in zwei Stücke getrennt worden. Der Blankeneser Strand selbst ist ein schöner Ort, an dem man ein paar ruhige Stunden verbringen kann und die Schiffsüberreste sorgen für einen einzigartigen Flair. Im Sommer wird hier sehr gern gebadet und es gibt Strandleben.

Finden Sie den Schädel eines Seeräubers

Im Jahr 1878 wurde in Hamburg zufällig ein Schädel ausgegraben, der seit 1922 im Museum für Hamburgische Geschichte zu finden ist. Es wird allgemein angenommen, dass der Schädel dem berüchtigten Seeräuber Klaus Störtebeker zuzuordnen ist. Der Legende nach wurden Störtebeker und seine Männer im Jahr 1401 gefangen genommen, vor Gericht gestellt und zur Hinrichtung verurteilt. Im Jahr 2010 wurde der Schädel auf mysteriöse Weise aus dem Museum gestohlen, später aber wiedergefunden und zurückgegeben. Warum ist der Schädel eines skrupellosen Piraten ein solcher Schatz? Im Museum für Hamburgische Geschichte können Sie es herausfinden!

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